Tourismuswelt

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Messeleiter Stephan Amstad erwartet gegen 200 Aussteller an der Fespo 2022. Bilder: TN

«Wir führen die Ferienmesse Bern und die Fespo Zürich definitiv durch»

Grünes Licht für die beiden Publikumsmessen der Bernexpo Groupe im Januar 2022: Messemacher Stephan Amstad äussert sich zur aktuellen Auslastung der Messehallen – und richtet einen Appell an die Reisebranche.

Heute haben die Unternehmen der Schweizer Reisebranche Post erhalten. Mario Kovacevic, Leiter der Ferienmesse Bern (13. bis 16. Januar 2022) und Stephan Amstad, Leiter der Fespo Zürich (27. bis 30. Januar 2022) appellieren dabei an die Aussteller, die Ferienmessen mit einer Teilnahme zu unterstützen. und von der steigenden Reisenachfrage zu profitieren.

Diese Woche haben die Messemacher entschieden, sowohl die Ferienmesse Bern wie auch die Fespo Zürich definitiv durchzuführen. Während die Bernexpo Group in Bern auf das eigene Bernexpo-Areal zählen kann, gilt es sich in Zürich einzumieten, was sich kostenmässig stärker niederschlägt. Aus Kostengründen nur etwa Bern durchzuführen, sei nicht zum Thema gestanden, sagt Stephan Amstad, viele Aussteller wünschten sich auch Zürich als Austragungsort wegen der Flughafennähe und dem grösseren Einzugsgebiet.

Doch in welchem Rahmen und welcher Grösse werden die Messen überhaupt stattfinden, nachdem beide Messen im letzten Jahr ausgefallen sind und die Reisebranche äusserst schwierige 20 Monate hinter sich hat? «Derzeit rechnen wir in Zürich mit vier Hallen, wovon eine für die Golfmesse vorgesehen ist. In Bern gehen wir von einer Halle aus», sagt Amstad. Dies wären je eine Halle weniger als im Vorvorjahr.

Fest steht bereits, dass die beiden Messen mit der 3G-Regel durchgeführt werden. Erfahrungen dazu können die Bernexpo-Messemacher an diesem Wochenende sammeln. Heutet startet in den Bernexpo-Hallen der Suisse Caravan Salon mit total 330 Ausstellenden.

An der Fespo 2022 gilt es beim Eingang zu den Messehallen ein gültiges Covid-Zertifikat vorzuweisen.

Dass die Auflage der 3G-Regel sich negativ auf das Besucheraufkommen auswirken könnte, glaubt der Messemacher nicht: «Jeder Besucher, der in die Ferien will, macht sich automatisch Gedanken über die Zertifizierung. Und in den Hallen gibt es ja keine Einschränkungen mehr.» Er werde nächste Woche die Auto Zürich besuchen, um genau zu verfolgen, wie der Einlass funktioniert und ob es zu Warteschlangen komme.

«Die Aussteller müssen sich nicht um Schutzkonzepte kümmern», sagt Stephan Amstad. «Wir wünschen uns aber, dass sich die Ausseller in diesen Tagen anmelden. Denn es gilt für uns jetzt, die finale Durchführung zu organisieren, Messepläne und Vortragsprogramme zu erstellen». Stand heute, kann die Fespo Zürich auf 140 Hauptaussteller zählen, weitere 60 mündliche Zusagen wurden erteilt. Im Vergleich dazu: im Jahr 2019 waren es 350 Hauptaussteller, mit den Unterausstellern – zum Beispiel einzelne Regionen am Italien-Stand – waren es 600 Aussteller.

Und mit den angestrebten 200 Ausstellern in den vier geplanten Hallen in Zürich – die Golf-Halle ist bereits sehr gut gebucht – scheint die Fespo 2022 derzeit jedenfalls auf gutem Weg. «Wir benötigen aber noch die Unterstützung der Reisebranche, um auf diese Zahl zu kommen», appelliert Stephan Amstad an die noch zögernden Unternehmen. Noch in der finalen Abklärung stünden das Sonderthema 2022 sowie das Gastland.

Nach fast zweijährigem Reiseentzug werden an der Ferienmesse Bern und Fespo Zürich viele interessierte Besucherinnen und Besucher erwartet.

«An der Ferienmesse und der Fespo entscheiden sich die Besucher, wie sie ihre nächsten Ferien machen», unterstreicht Amstad die Bedeutung der beiden Reiseevents und stellt aber fest, dass aktuelle viele potenzielle Aussteller noch zögern, weil sie ihre Marketingausgaben in Relation mit den zu erwartenden Einnahmen im 1. Quartal 2022 setzten. «Die Australien-Buchung oder -Abklärung erfolgt an der Fespo ja nicht gleich für die Abreise am nächsten Tag, dies ist ein längerer Prozess.» Der Zeitpunkt sei nun ideal, um sich beim ausgehungerten Reisepublikum wieder in Erinnerung zu rufen.

Und was ist bei einem Worstcase-Szenario? Einer neuen Welle oder einem Lockdown? «Das Risiko ist für den Aussteller gleich null», sagt Stephan Amstad. «Falls die Messen kurzfristig aus Corona-Gründen abgesagt werden müssten, fallen einzig bei uns Kosten an.»

(GWA)