Tourismuswelt

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Auf K'Gari erleben Besucherinnen und Besucher einen unberührten Regenwald, einen 120 Kilometer langen Strand und mehr als 100 Süsswasserseen zum Schwimmen. Bild: Antoine Beauvillain

K’Gari, die schönste Insel Australiens

Viele waren schon da. Jetzt hat sie aber einen neuen Namen. Wir sagen, welche australische Insel sich umbenannt hat.

Auf dem Bild lässt sich für die einen oder anderen bereits erkennen, um welche Insel es sich handelt. Ja, genau: Fraser Island, vor der Küste des Bundesstaates Queensland etwa 300 Kilometer nördlich von Brisbane gelegen. Sie ist 120 Kilometer lang, durchschnittlich 15 Kilometer breit und damit die grösste Sandinsel der Welt. Die Traumdestination gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten Australiens und wurde 1971 zum Weltnaturerbe der Unesco ernannt.

Nun wurde die Insel offiziell zu «K’Gari» umgetauft, was «Paradies» in der lokalen Butchulla-Sprache bedeutet. Das Butchulla-Volk gehört dem Stamm der Aborigines an. Diese waren lange vor der europäischen Kolonisierung und Besiedlung, die Bewohner der Insel.

Im Rahmen der Umbenennungsfeier fand am 19. September im Kingfisher Bay Resort eine traditionelle Rauchzeremonie statt. «Die Namensänderung erkennt und ehrt die Butchulla-Völker und ihre Traditionen, ihre Kultur und ihre anhaltende Verbindung zum Land», sagte Meaghan Scanlon, Minister für Umwelt und das Great Barrier Reef und Minister für Wissenschaft und Jugend.

Besonders sehenswert sind die bunten Sand- und Sandsteinformationen am Meer und an manchen der vielen Süsswasser-Seen. Die höchste Düne der Insel erhebt sich 244 Meter über dem Meeresspiegel. Zudem ist die Insel die Heimat von mehr als 350 Vogelarten und etwa 40 Säugetierarten wie zum Beispiel von den berühmten Dingos, die australischen verwilderten Haushunde. An der Küste K’Garis gibt es Soldatenkrabben und im Küstengewässer viele seltene oder auch zum Teil bedrohte Tierarten wie Delfine, Buckelwale oder Dugongs.

Übrigens ist K'Gari nicht der einzige Nationalpark in Queensland, der seinen Namen änderte. Weiter sagte Meaghan Scanlon, dass sowohl der Naree Budjong Djara National Park als auch der Gheebulum Kunungai National Park in den letzten Jahren umbenannt worden seien. Beide Parks befinden sich in einem Gebiet, in dem die Quandamooka, ein anderes Aborigine-Volk, leben.

(AAA)