Tourismuswelt

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Am US-Flughafen Denver durfte ein achtjähriger Junge seiner Mutter aus dem Cockpit zum Abschied winken. Bild: Arie Wubben

Granate im Rucksack vergessen – Abschiedsgruss aus dem Cockpit

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Der coolste Pilot aller Zeiten

Ein Pilot der Billig-Airline Southwest Airline hat nicht nur die Herzen zweier Kinder erobert, sondern auch das ihrer Mutter. Die beiden Sprösslinge im Alter von acht und sechs Jahren sind zum ersten Mal alleine geflogen, um ihre Grosseltern in Seattle zu besuchen. Doch vor dem Abflug am Flughafen Denver liess sich der Pilot etwas besonderes einfallen, um den Kindern und der Mutter eine Freude zu machen. Der achtjährige Grant und seine zwei Jahre jüngere Schwester Faith wurden kurzerhand ins Cockpit bestellt. Aus dem Fenster durften sie ihrem wartenden Mami zum Abschied winken. [gelesen bei Mirror]

Mit Covid-Hotels Geld betrogen

Es gibt Leute, die sind schlau genug, ein System zu ihrem Vorteil auszunutzen, und dann gleichzeitig dämlich genug, darüber in Sozialen Medien zu prahlen und dann gefasst zu werden. So geschehen in New York: Eine städtische Callcenter-Mitarbeiterin hat dort das COVID-19-Notfallprogramm, welches medizinischem Personal und quarantänepflichtigen Personen Hotelzimmer zu rabattierten Preisen gewährte, zu ihren eigenen Gunsten ausgenutzt, indem sie über das System und unter falschen Arzt-Angaben illegal Luxuszimmer zu Schleuderpreisen buchte und dann mit Profit weiterreichte - oder teils auch selber nutzte. So erwirtschaftete die Dame namens Chanette Lewis (30) in kurzer Zeit satte 400'000 Dollar Gewinn und machte erst noch 28 Mal selber Kurzferien in noblen New Yorker Hotels. Der Gipfel der Dreistigkeit: Lewis kassierte nebenbei noch illegal 45'000 Dollar an COVID-19-Arbeitslosenunterstützung, während sie einen Gehaltsscheck der Stadt erhielt und ihren Betrug durchführte. Blöderweise prahlte sie auf Facebook damit - und wurde nun verhaftet und wegen Betrugs, Verschwörung und Identitätsdiebstahls angeklagt. Ihr drohen 40 Jahre Haft. [gelesen bei New York Post]

Touristin verbrennt sich beim Versuch Hund zu retten

Eine junge Touristin (20) besuchte jüngst mit ihrem Vater und ihrem Hund den Yellowstone National Park (USA). Der nicht angeleinte Hund sprang dabei in eine der dortigen «Hot Springs», oder genauer in die Maiden's Grave Spring, eine vulkanische Heisswasserquelle, von denen es im Park unzählige gibt. Um ihren Hund zu retten, sprang die Frau kurzerhand ins Wasser und zog sich dabei schwere Verbrennungen von den Füssen bis zur Schulterpartie zu. Ihr Vater fuhr die Frau danach in ein Spital und den Hund zum Tierarzt; ob der Hund überlebt hat, ist nicht bekannt. Es ist der zweite solche Vorfall im Yellowstone National Park dieses Jahr bzw. der dritte innerhalb der letzten 12 Monate. Merke: Nicht in die heissen Quellen springen, vorsichtig gehen, Tiere an der Leine halten. Dann hätte sich die Frau für ihren heldenhaften Rettungsversuch auch nicht schwer verbrennen müssen. [gelesen bei National Parks Traveler]

Peinliche Panne

Immer wieder hört man von Lastwägen, welche unter Brücken steckenbleiben, weil sich der Chauffeur mit der Höhe des Fahrzeugs kalkuliert hat. Jüngst kursiert ein skurriles Video im World Wide Web, das ein Flugzeug ohne Flügel zeigt, welches unter einer Fussgängerbrücke feststeckt. Der Vorfall ereignete sich in der nähe von Indiens Hauptstadt New Dehli auf dem Delhi-Gurugram Highway mitten bei Nacht. Daneben fahren Autos und Busse durch. Der Flugzeugkörper zeigt die Aufschrift Air India, die nationale Fluggesellschaft dementiert jedoch, etwas mit dem Vorfall zu tun zu haben. Der Vorfall ereignete sich demnach, als das zu verschrottende und verkaufte Flugzeug, transportiert werden sollte. «Air India hat unter keinen Umständen etwas mit dem Flugzeug zu tun», so die Fluggesellschaft in einer Erklärung. Dem Internet ist das jedoch Schnurz, zahlreiche Nutzer amüsieren sich auf den Sozialen Medien über den Vorfall. [gelesen bei Indianexpress]

Ich packe in meinen Rucksack... eine Granate

Ein Mann wollte kürzlich am Flughafen München mit einem Mörsergeschoss im Handgepäck verreisen. Glücklicherweise konnten die Beamten bei der Sicherheitskontrolle eine Katastrophe verhindern, weil ihnen der verdächtige, 20 Zentimeter lange Gegenstand aufgefallen ist. Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei tatsächlich um eine scharfe und damit lebensgefährliche Kriegswaffe. Ein Teil des Flughafens musste drei Stunden abgesperrt werden. Doch wie bitteschön kommt man auf die Idee, mit einer Granate zu reisen? Der 28-jährige Passagier war auf dem Weg in die Ferien und sich der Gefahr scheinbar nicht bewusst. Der Polizei sagte er, dass er die Mörsergranate vor ein paar Wochen bei einer Bergwanderung in der Schweiz gefunden habe, diese einpackte und wohl in seinem Rucksack vergass. Sprengstoffspezialisten transportierten die Granate ab und machten sie unschädlich. Dem Mann drohen nun Strafanzeigen wegen Verstössen gegen das Luftsicherheitsgesetz und das Sprengstoffgesetz. Zudem muss er die Kosten des Polizeieinsatzes tragen. [gelesen bei Spiegel]

(JCR/NWI)