Tourismuswelt

Genuss von Zigarren aus Costa Rica auf dem Zürichsee: Besser geht's nicht. Alle Bilder: Stéphane Dähler

De Luxe Mit Zigarren-Genuss der Umwelt Gutes tun

Zigarren aus Costa Rica? Reisespezialist und Multiunternehmer Stéphane Dähler hat drei verschiedene Zigarren lanciert und diese jüngst auch in der Schweiz präsentiert. Die Erlöse werden in Aufforstungsprojekte reinvestiert.

Für sehr viele Menschen ist die Kombination «Zigarre und Drink» der Inbegriff von Genuss. Nun denkt man bei Zigarren primär an solche, die aus Kuba oder der Dominikanischen Republik stammen. Doch es gibt auch Zigarren, welche in Costa Rica hergestellt werden, und dabei erst noch von einem Schweizer, dessen primäres Ertragsstandbein aber der Tourismus ist. Die Rede ist von Stéphane Dähler, dem Gründer der DMC Swiss Tropical Costa Rica, welcher der Ostschweizer «Ananaskönige»-Familie Dähler entstammt und sich selber schon als gewiefter Unternehmer profiliert hat. Sein neuster Coup sind nun eben Zigarren - und diese hat er nun, gemeinsam mit der Schweizer Destillerie Macardo, am vergangenen Wochenende in der Schweiz präsentiert.

Rund 30 Teilnehmende waren dabei, als das Passagierschiff MS Jean-Jacques Rousseau am Samstag von Rapperswil aus ablegte zu einer mehrstündigen Genuss-Rundfahrt auf dem Zürichsee. Auf der Fahrt zu geniessen gab es Tapas, Cocktails, Chopfab-Bier, Dähler's Zigarren sowie musikalische Unterhaltung. Eingeladen hatte Macardo und natürlich gab es auch Drinks dieser Destillerie zu verköstigen, doch Dähler erhielt eine gute Plattform, um einerseits seine Zigarren und andererseits Costa Rica vorzustellen. «Ich habe gleich mehrere Buchungen für Costa Rica noch auf dem Schiff entgegennehmen können, und sicher noch einige weitere Personen für meine Zigarren begeistern können», erklärt Dähler gegenüber Travelnews am Telefon, kurz vor seiner Rückkehr nach Costa Rica. [Text geht unter den Bildern weiter]

Ein Wort zu den Zigarren: Dähler hat bislang deren drei lanciert. Die «Bicolor» im Format Robusto (12,7 cm lang), die «The Crew» im Format Wide Churchill (14 cm lang) und die «Bandama» im Format Lancero (19 cm lang). Spezifikationen gibt es unter diesem Link. Während «Bicolor» sich auf die zwei unterschiedlichen Deckblatt-Farben der Zigarre bezieht, gibt es hinter den anderen Namen hübsche Geschichten: «The Crew» ist den Crews von Edelweiss Air gewidmet. Edelweiss bedient San Jose seit 2017 und hat damit in dieser Zeit zahlreiche Kunden von Dähler ins Land gebracht; darüber hinaus konnte Dähler aber mit einigen Crew-Mitgliedern genüssliche Stunden mit Zigarre bei deren Layover verbringen. «Bandama» wiederum ist der Name des grössten Flusses der Republik Côte d'Ivoire (Deutsch meist als Elfenbeinküste bezeichnet). Dähler wuchs dort, direkt am Fluss, auf  - und will den Erlös aus seinen Zigarren nutzen, um Wiederaufforstungs-Projekte im westafrikanischen Land zu finanzieren.

Die Tabakblätter wachsen übrigens in Ecuador, Nicaragua und in der Dominikanischen Republik; gereift, fermentiert und schliesslich gedreht werden die Zigarren aber in Costa Rica, im Ort Puriscal nahe San Jose. Und für die Herkunftsbezeichnung von Zigarren ist der «Drehort» entscheidend. Die manuell hergestellten Zigarren, versehen mit dem Ananas-Logo der Dählers, werden von Juan Pedro Stangl - einem Versicherungsfachmann der Allianz Suisse und profunden Kenner Lateinamerikas - in die Schweiz importiert. «Ich erhalte auch viel Unterstützung aus der Reisebranche - zum Beispiel bieten Cyrill Zimmermann, Béeatrice Biner oder auch Christina Kolb-Kambanis ihren Kunden meine Zigarren an und unterstützen mich so bei meinem Aufforstungsprojekt in Afrika», erklärt Dähler, der versichert, dass er an den Zigarren so gut wie nichts verdient sondern alles reinvestiert.

Wer sich mit Dähler's Zigarren noch weiter auseinandersetzen will: Vor wenigen Tagen wurde die Domain www.purovida.ch gekauft - auf dieser wird es in Kürze einiges mehr zu erfahren geben.

(JCR)