Tourismuswelt

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In Thailands maritimen Nationalparks finden Schnorchler und Taucher ihr Paradies – aber bitte ohne schädliche Sonnencremes. Bild: Lilianpang

Thailand verbietet chemisch belastete Sonnencremes

Zum Schutz der maritimen Nationalparks sprechen thailändische Behörden neuerdings saftige Bussen aus bei Verwendung korallenschädigender Sonnenschutzmittel.

Die Naturschutzbehörde Thailands verbietet in seinen maritimen Nationalparks Sonnencremes, die mit Chemikalien belastet sind. Der Grund: die gewissen Sonnenschutzmittel sind eine Bedrohung für die Korallen.

Das thailändische Department of Conservation sagte, dass vier der Inhaltsstoffe, die üblicherweise in Sonnencremes vorkommen, Korallenlarven zerstören, die Korallenvermehrung behindern und Riffbleiche verursachen. Jeder, der gegen das Verbot verstösst, kann mit einer Geldstrafe von bis zu 100'000 Baht (rund 2'700 Schweizer Franken) belegt werden.

Unklar ist aber noch, wie die Behörden die gutgemeinte Aktion umsetzen möchten und wie sie die neue Regel durchsetzen wollen. Die verbotenen Stoffe sind Oxybenzon, Octinoxat, 4-Methylbenzylidencampher oder Butylparaben. Die Wohltätigkeitsorganisation «Save the Reef» hat eine praktische Übersicht dazu veröffentlicht, welche Sonnenlotionen «rifffreundlich» sind – und welche man meiden sollte.

Korallen sind weltweit vor allem durch den Klimawandel bedroht. 30 Prozent aller Riffe sind laut ExpertInnen bereits verloren.

(TN)