Tourismuswelt

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Kommt dem Tourismus zu Gute: eine mögliche Verschiebung des Nationalfeiertages zu Ehren von Roger Federer. Bild: Blick.ch

1. August soll verschoben werden, Julierpass kriegt mehr Kurven

Bei der heutigen News- und Presseschau fiel uns eine verdächtige Häufung aussergewöhnlicher Meldungen auf.

Was Schweizer Medien heute alles wieder schreiben, erstaunlich. Beim Blick und Klick durch den Blätterwald mussten wir heute mehrere Male stutzen – und zweimal hinschauen. Auch einige Meldungen von Tourismusdestinationen überraschten uns. Diese zahlreichen, aussergewöhnlichen Stories möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Nationalfeiertag neu am 8. August

Am Montag hat sich der oberste Schweizer Touristiker, STV-Präsident und Nationalrat Nicolo Paganini, noch mit der Schweizer Reisebranche ausgetauscht. Heute nun macht er sich zusammen mit weiteren Parlamentariern im «Blick» stark für eine verwegene Idee. Der Nationalfeiertag soll vom 1. auf den 8. August verschoben werden. Der Grund: Roger Federers Geburtstag.

Die Tenniskoryphäe repräsentiere wie kein anderer die Schweizer Werte wie Präzision, Freundlichkeit und Bescheidenheit. Federers 40. Geburtstag am kommenden 8. August eigne sich ideal für den Datumswechsel des Schweizer Nationalfeiertages. Davon würde auch der gebeutelte Tourismus profitieren, nachdem im letzten Jahr kaum ausländische Touristen anreisen konnten. Seit wenigen Tagen ist Roger Federer auch Markenbotschafter von Schweiz Tourismus.

Noch ist das letze Wort nicht gesprochen. Gegner der Idee sprechen von patriotischem Frevel.

Für Instagrammer: mehr Kurven am Julier

Auf diese Idee muss man erst kommen: Graubünden Ferien will die bei Fotografen beliebte Julierpassstrasse noch attraktiver machen. Der Julierpass ist einer der berühmtesten Alpen-Übergänge der Schweiz und ein beliebtes Fotosujet insbesonder bei den immer wichtigeren Influencern. Um den Pass noch attraktiver und fotogener zu machen, will Graubünden Ferien, wie es in einer Mitteilung heisst, die Passstrasse verkurven. Geplant sind 15 zusätzliche Kurven nach den sechs ikonischen Kehren auf der Alp Suracqua. Zur Finanzierung des Projekts lanciert die Tourismusorganisation heute, zusammen mit der Destination Savognin Bivio Albula, ein Crowdfunding. Zur Vorstellung des spektakulären Projekts hat GRF gleich auch ein Video kreiert:

Registrierungspflicht für Grillstellen

Ausflügler kennen das Problem. Endlich am Lieblingsplatz angekommen, ist der ersehnte Grillplatz bereits besetzt. Jetzt taucht aber eine neue Idee auf, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet: ein neues Online-Reservationssystem für Grillstellen.

Damit soll das Gedränge an Feuerstellen verhindert werden. Ein weiterer Beweggrund für die Einführung sind die aktuell steigenden Corona-Fallzahlen. Denn mit einem solchen Reservationssystem liessen sich gemäss dem Tiefbauamt auch die Mindestabstände besser gewährleisten.

Bern und Graubünden tauschen Wappentiere

Eine weitere überraschende Meldung aus Tourismuskreisen traf heute auf der Redaktion ein: die Kantone Bern und Graubünden planen einen temporären Austausch ihrer Wappentiere. Der Vorstoss hat seinen Reiz.

Im alpinen Tourismus seien Partnerschaften und nicht Konkurrenzdenken gefragt, schreiben Pascal Jenny (Direktor Arosa Tourismus) und Urs Pfenninger (Direktor Tourismus Adelboden-Lenk-Kandersteg) in einer gemeinsamen Mitteilung und schlagen kurzerhand den Tausch ihrer Wappentiere vor. Zur Feier der guten Zusammenarbeit soll ab Beginn der Sommersaison 2021 der Bündner Alpensteinbock das Berner-Wappen und der europäische Braunbar das Bündner-Wappen zieren. Die beiden Tiere sollen aber nach einem Jahr wieder auf ihre gewohnten Wappen zurückkehren.

Skyguide verfolgt Ufo-Aktivitäten

Wir ahnten es schon immer. Eine Annäherung von UFOs ist nicht ausgeschlossen. Unidentifizierte Flugobjekte kommen nun auch auf den Radar von Skyguide. Die Schweizer Flugsicherung Skyguide eröffnet nämlich heute das erste Kompetenzzentrum für UFO-Aktivitäten in der Schweiz. Die gefühlte Zunahme an Sichtungen von unidentifizierten Flugobjekten im durch Skyguide kontrollierten Luftraum habe die Flugsicherung dazu bewogen, diesen Phänomenen genauer auf den Grund zu gehen, schreibt Skyguide. Das UFO-Kompetenzzentrum ist im Gebäude der Bezirksleitstelle in Wangen bei Dübendorf untergebracht und zählt drei ausschliesslich auf UFOs spezialisierte Mitarbeitende. Zudem wird in den Kontrolltürmen ein zusätzlicher Arbeitsplatz für einen spezialisierten Flugverkehrsleitenden geschaffen, der auf die Beobachtung ungewöhnlicher Flugobjekte fokussiert ist.

Zusätzlicher Antrieb für die Trams in Basel

Die Basler-Verkehrs-Betriebe (BVB) twittern heute, dass sie an einem speziellen Projekt arbeiten: Am Flexity 5032 Tram. Dieses wird mit einer Velo-Vorrichtung ausgerüstet, was einen zusätzlichen Antrieb der hintersten Achse des Trams ermöglicht. Die Velofahrenden können somit bequem mit dem Tram reisen, aber dennoch ihre Beine warm halten. Eine gute Sache, wie wir finden.

Heute im Home-Office

Und während sich die halbe Schweiz im Home-Office befindet, verbreitet sich am 1. April noch dieses Seitenhieb-Video mit dem Absender Migros im Netz:

(GWA)