Tourismuswelt

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Die Schweiz will bis im Sommer ein international gültiges Impfzertifikat ins Leben rufen. Bild: Hakan Nural

Kommt schon diesen Sommer das Impfzertifikat für uns Schweizer?

Das Bundesamt für Gesundheit machte an der gestrigen Pressekonferenz Hoffnung für einen international anerkannten Impfausweis. Bereits ab Sommer könnte damit das Reisen erleichtert werden.

An der Pressekonferenz vom 24. März 2021 des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) sowie Spezialisten aus der unabhängigen Coronavirus Task Force und dem Gesundheitswesen wurde einmal mehr über die aktuelle Pandemie-Situation der Schweiz informiert. Dabei machte BAG-Direktorin Anne Lévy Hoffnung auf einen international anerkannten Corona-Impfpass für Schweizerinnen und Schweizer, der ab Sommer internationale Reisen vereinfachen soll. Dieser soll Auskunft darüber geben, ob Personen gegen das Virus geimpft wurden. Testergebnisse und bereits erfolgte Ansteckungen würden jedoch nicht ausgewiesen.

«Wir wollen ein fälschungssicheres und international anerkanntes Impfzertifikat ausstellen können», sagte Lévy vor den Medien. Um das Zertifikat zu entwickeln, arbeite das BAG auch mit den Flughäfen zusammen. Überdies seine die Entwicklungen in der EU zwar wichtig, aber man wolle nicht auf die EU warten.

Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass auf der Plattform bei der Stiftung «meineimpfungen.ch» ein Datenleck festgestellt wurde und Hunderttausende Impfdaten für Hacker einfach zugänglich und manipulierbar waren. Das BAG weist jegliche Verantwortung zurück. Virginie Masserey, Leiterin Sektion Infektionskontrolle beim BAG, ist aus dem Stiftungsrat zurückgetreten. Sie sei seit Januar als Expertin im Vorstand der Stiftung, sagte Masserey. «Ich werde mich aus dem Stiftungsrat zurückziehen, damit es eine klare Trennung zwischen BAG und Stiftung gibt.» Das BAG habe die Stiftung in der Vergangenheit finanziell unterstützt.

Griechenland neu auf Risikoländerliste

Inwiefern uns der Impfpass das Reisen bereits ab Sommer erleichtern wird, hängt natürlich auch davon ab, wie schnell hierzulande geimpft wird und wie die Staaten ihre Reisebestimmungen anpassen werden. Bislang wurden sind in der Schweiz gemäss BAG 36 Prozent der vulnerablen Personen geimpft. Insgesamt hätten neun Prozent der Gesamtbevölkerung mindestens eine Impfdosis verabreicht bekommen, 5.4 Prozent der Personen seien komplett geimpft, erklärte Virginie Masserey. Derzeit würden 21'000 Personen täglich gegen Covid-19 geimpft. Bis die Bevölkerung aus Nicht-Risikogruppen geimpft wird, dürfte es also noch etwas dauern.

Ein weiteres Thema an der Pressekonferenz war die aktualisierte Liste der Länder mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko mit dem Coronavirus. Neu auf der Liste, welche für Rückreisen in die Schweiz ab 5. April gilt, sind unter anderem beliebte Reiseziele wie Griechenland, Tansania oder auch Jamaika. Ab heute bereits nicht mehr auf der Liste und somit von der 10-tägigen Quarantäne befreit sind hingegen Rückreisende aus beispielsweise den USA, Vereinigtes Königreich oder Katar. Die vollständige aktualisierte Liste können Sie hier einsehen.

(NWI)