Tourismuswelt

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In China können Hotelgäste rund um die Uhr eingesperrte Polarbären beobachten, ganz zum Leidwesen der Tiere. Bild: Hans-Jurgen Mager

Fragliches Eisbären-Hotel in China - Spirit Airlines schmeisst Autisten raus

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Airline schmeisst 4-jährigen Autist aus Flugzeug

Die Schutzmaske ist aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken und glücklicherweise hält sich auch ein Grossteil der Bevölkerung an die Massnahme. Dennoch gibt es Menschen mit besonderen Bedürfnissen, bei denen es ein Auge zuzudrücken gilt, weil keine Maske getragen werden kann. Diese verfügen dann auch über ein entsprechendes Attest. Umso mehr schockiert ein kürzlicher Vorfall aus den USA. Spirit Airlines verbannte dort kurzerhand einen vierjährigen Autisten und dessen Familie aus ihrem Flugzeug. Dies, weil der Junge keine Hygienemaske trug - obwohl die Mutter nach eigenen Aussagen das medizinische Attest vorlegte, das den Knaben von der Pflicht befreit. «Er muss keine Masken tragen, weil wann auch immer er eine trägt, hält er die Luft an oder beginnt auszurasten und verletzt sich selbst», erklärte sie. Die Airline akzeptierte das nicht. «Nein, nein, nein. Autismus ist keine Störung. Er muss eine Maske tragen oder das Flugzeug verlassen», schilderte die Mutter weiter. Die Familie buchte daraufhin einen Flug mit American Airlines, welche die Befreiung des Buben akzeptierte. [gelesen bei ORF]

Empörung über Eisbär-Hotel

China ist bekannt für seine Eigenheiten und Kuriositäten. Kürzlich hat das Land mit der Eröffnung des Eisbär-Hotels in der Provinz Heilongjiang aber wieder einmal den Vogel abgeschossen. Der Beherbergungsbetrieb verspricht, dass die Gäste rund um die Uhr lebendige Eisbären von allen 21 Zimmern aus beobachten können. «Egal ob Sie essen, spielen oder schlafen, die Eisbären werden Ihnen Gesellschaft leisten», heisst es auf dem offiziellen WeChat-Account von Harbin Polarland, dies ist der Themenpark in welchem sich das Hotel befindet, in einem Beitrag vom 11. März.

Aber das ganze hat eine traurige Kehrseite. Auf Fotos und Videos von chinesischen Staatsmedien ist zu sehen, wie Menschen die zwei auf engstem Raum lebenden Eisbären in einem Innengehege mit künstlichem Eis und und kleinem Wasserbecken beobachten. Eine Sprecherin beteuert, dass dies nur ein kleiner Teil des Gesamtgeheges sei und die Tiere nach draussen gelassen würden, wenn die Temperatur und Luftqualität dies zulasse. Kein Wunder, dass nun auch Tierschützer auf den Plan gerufen wurden. «Eisbären gehören in die Arktis, nicht in Zoos oder Glaskästen in Aquarien - und schon gar nicht in Hotels», sagte etwa Jason Baker, Senior Vice President der Tierrechtsorganisation PETA. «Eisbären sind bis zu 18 Stunden am Tag in der Natur aktiv und durchstreifen ihre Heimatgebiete, die sich über Tausende von Meilen erstrecken können, wo sie ein echtes Leben geniessen.» Die Organisation ruft dazu auf, das Hotel zu boykottieren. [gelesen bei CNN]

Das Comeback der Luftschiffe

Google-Mitgründer Sergey Brin, immerhin der neuntreichste Mensch auf Erden, liebt Luftschiffe. Genau, Zeppeline und dergleichen. Und an solchen tüftelt er aktuell mit seiner neuen Firma LTA (Lighter Than Air). Das Ziel sind hierbei Einsätze im humanitären Bereich oder in Notsituationen, denn Luftschiffe mögen langsamer sein als Jets, können jedoch praktisch überall landen und auch grosse Gütermengen transportieren - und dies mit einem vergleichsweise guten ökologischen Fussabdruck. Die Entwicklungs- und Baukosten für das Luftschiff dürften 150 Millionen Dollar betragen - für Brin mit seinem Privatvermögen von 86 Milliarden Dollar gut zu stemmen. Am Ende soll das neue grösste Luftfahrzeug der Welt, mit Wasserstoff angetrieben, eine neue Ära der Luftfahrt einläuten. Denn eine Anwendung auch im Passagierbereich wird von LTA nicht ausgeschlossen. Einen Prototypen des Luftschiffs gibt es gar bereits. Da darf man gespannt sein...  [gelesen bei SF Gate]

Kleinflugzeug crasht auf Geländewagen

Stellen Sie sich vor, Sie fahren gemütlich mit dem Auto durch die Stadt und plötzlich stürzt ein Flugzeug auf ihr Fahrzeug. Genau dieser unwahrscheinliche und tragische Fall ist kürzlich in Miami eingetroffen. Ein einmotoriges Kleinflugzeug ist im US-Bundesstaat Florida auf einen fahrenden Geländewagen gestürzt. Die beiden Flugzeuginsassen sind verstorben. Eine Frau und ein Kind, die sich zum Unglückszeitpunkt im Auto befunden hätten, seien zunächst in ein Krankenhaus gebracht worden. Das Kind sei dort später seinen Verletzungen erlegen. [gelesen bei Nau.ch]

Lieber verschenken statt wegwerfen

Erneut bleibt die Swiss auf ihren Schöggeli sitzen. Aufgrund der Pandemie kann die Airline ihre Schokolade nicht an die Gäste und in der Lounge verteilen. Nun drohen rund 440'000 Napolitains von Frey im Mini-Format Ende April abzulaufen. Um Foodwaste zu verhindern, startet die Swiss eine Verschenkungs-Aktion bei ihren Kunden und Mitarbeitenden, verschiedenen Flughafen-Lieferanten und wohltätigen Organisationen in der Schweiz. Zudem seien einige der Napolitains über Social Media verlost worden. Bereits im vergangenen Jahr blieb die Swiss auf einem Teil ihrer Schoggi sitzen. Weil das Ostergeschäft futsch war, hat die Airline kurzerhand medizinische Einrichtungen mit einer süssen Überraschung beglückt. [gelesen bei 20 Minuten]

(NWI)