Tourismuswelt

In Nashville haben sich zwei waghalsige Basejumper vom Hyatt-Hoteldach in die Tiefe gestürzt. Bild: mostafa meraji

Fallschirmsprung von HoteldachZürcher Polizei schnappt Covid-Betrügerin

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Basejumper stürzen sich von Hotel

Es sind Szenen, die aus einem Actionfilm stammen könnten: In Nashville im US-Bundesstaat Tennessee sprangen zwei Fallschirmspringer vom Dach des Grand Hyatt Hotels. Auf dem Rooftop befanden sich zum Zeitpunkt des waghalsigen Sprungs andere Gäste - genauso wie das Spektakel von den Menschen auf den Strassen nicht unbemerkt blieb. Die Folge: Eine Massenpanik, wie das Metro Nashville Police Department anschliessend mitteilte. Nachdem die Männer sicher den Boden erreicht hatten, stiegen sie in ein Fahrzeug und machten sich aus dem Staub. Erst vor kurzem am 1. Weihnachtsfeiertag wurde die Stadt von einer Bombenexplosion stark erschüttert. Der Schock sitzt noch immer tief. Amanda Bagley befand sich während des Sprungs der Männer auf der Dachterrasse und ist laut ihren Aussagen zutiefst schockiert: «Letzte Nacht war wirklich meine erste Nacht, in der ich ausgegangen bin», sagte sie zu WZTV. «Ich habe versucht zu verarbeiten, was ich gesehen habe, nachdem die Bombe explodiert war.» Die Mitarbeiter des Hotels bestätigen, dass die beiden Waghalsigen Gäste im Hotel waren, jedoch wurde ihre Buchung nach den Vorkommnissen storniert. [gelesen bei Tageskarte]

Ausgebüxte Touristin erfolgreich geschnappt

Der jugendliche Leichtsinn zahlt sich meistens nicht aus. Das bekam auch eine 17-jährige Niederländerin zu spüren, die hier in der Schweiz verweilt. Sie wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Voller Dreistigkeit fälschte die junge Frau das Testergebnis und wollte damit von ihrem Aufenthaltsort im Wallis nach Amsterdam ausreisen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Die Walliser Behörden informierten die Kantonspolizei Zürich, dass die Touristin trotz positivem Test die Quarantäne umgehen und ins Ausland reisen möchte. Schliesslich konnte die Frau am Flughafen Zürich geschnappt werden. Bei der Befragung zeigte sich die 17-jährige geständig. Sie bestätigte, dass der mitgeführte negative Corona-Test gefälscht ist. Nun laufen Ermittlungen aufgrund einem Verstoss gegen das Epidemiengesetz sowie Urkundenfälschung. Die Dame wurde in einem Ambulanzfahrzeug zurück ins Wallis chauffiert. [gelesen bei Top Online]

Was hängt denn da?

Sessellifte gelten als sicher. Obwohl, wenn man es genau nimmt, die Sportler ja eigentlich gar nicht gross gesichert sind während der Fahrt. Nur ein Metallbügel schützt vor dem Fall in die Tiefe. Genau das ist einer Frau kürzlich in einem Skigebiet im US-Bundesstaat New York zum Verhängnis geworden. Sie baumelte an ihrer Jacke minutenlang von einem Sessellift. Glücklicherweise konnte die Skifahrerin mit einer Rettungsaktion von ihrer misslichen Lage befreit werden, wie ein Video zeigt. Wie es genau zu diesen Umständen kam, ist unklar. Das Skigebiet leitet eine Untersuchung ein. [gelesen bei New York Post]

Schon wieder eine Extrawurst für den Thai-König

Ende März sorgte eine Meldung über den thailändischen König für Kopfschütteln, als er sich mit Bediensteten in das Luxushotel «Grand Hotel Sonnenbichl» in Garmisch-Partenkirchen begab, während seine Landsleute um ihre Existenz bangten. Nun wird bekannt, dass der umstrittene Rama X. auch als Tourist kein Visum für Deutschland benötigt. Er kann also wie es ihm gefällt in unser Nachbarsland ein- und ausreisen. Dies bestätigt das Auswärtige Amt Deutschlands. Seitdem er den Thron im Jahr 2016 bestiegen hat, gelten die Einreisebestimmungen aus dem Aufenthaltsgesetz für den Monarchen grundsätzlich nicht mehr. Zuvor war er als Kronprinz für die Ferien in Bayern jeweils auf ein Visum angewiesen. Im deutschen Bundesstaat ist man nicht sehr begeistert von den Besuchen des Königs, zumal er immer wieder für Ärger gesorgt hat. Der Regierung sind die Hände aber gebunden: Laut einem Gutachten der wissenschaftlichen Dienste des Bundestags vom November könnte die Bundesregierung eine Einreise nur verhindern, wenn sie den König zur «persona non grata», also zur unerwünschten Person, erklärt. Und genau das wird nun von der Linkenpolitikerin Sevim Dağdelen gefordert: «Bundesaussenminister Heiko Maas muss den bizarren Thai-König zur unerwünschten Person erklären, will er verhindern, dass dieser weiterhin seine Schreckensherrschaft von Deutschland aus ausübt, sei es nun als Privatmann oder Diplomat.» [gelesen bei Spiegel]

Deutscher Politiker entschuldigt sich für Ferien in der Schweiz

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Carlo Cronenberg hat die Neujahrswende mit Skifahren in der Schweiz verbracht. Während in seinem Heimatland Lockdown, Reiseverbotsempfehlungen und Beherbergungsverbote herrschen. Natürlich war dies seine freie Entscheidung, aber ist das als Politiker gerechtfertigt? «Es war eine private Entscheidung, die wir gemeinsam im Kreis der Familie getroffen haben. Mir war immer wichtig, dass mein Mandat bei solchen Dingen nicht im Vordergrund steht», sagt er gegenüber dem «Sauerlandkurier». Deshalb haben er und seine Familie sich entschieden, den Empfehlungen von Experten und der Regierung zu trotzen und dennoch ins Wallis zu reisen. Das dürfte bei seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern nicht gut angekommen sein. Mittlerweile hat sich der Politiker sogar entschuldigt: «Ich verstehe die Kritik an dieser Entscheidung und möchte mich dafür entschuldigen», teilte der 58-Jährige am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit. «Trotz meiner kritischen Haltung gegenüber der Corona-Politik der Grossen Koalition hätte ich meine Vorbildfunktion als Bundestagsabgeordneter wahrnehmen müssen», räumte der Politiker schriftlich ein. [gelesen bei Sauerlandkurier]

(NWI)