Tourismuswelt

Der Transit-Trick sollte ab heute nicht mehr funktionieren. Bild: Matt Bowden

Ab heute wird das Umgehen der Quarantänepflicht schwieriger

Per 31. August hat das Bundesamt für Migration (SEM) entschieden, dass Flugreisende aus Risikostaaten nicht mehr mittels Transit-Flügen über Nicht-Risikostaaten in die Schweiz einreisen dürfen.

Das Bundesamt für Migration (SEM) hat am vergangenen Freitag (28. August) eine neue Praxis definiert, gemäss welcher die Umgehung gültiger Quarantänepflichten bei der Rückkehr aus so genannten «Risikoländern» (nach Definition des Bundesamts für Gesundheit (BAG)) nicht mehr möglich sein sollte. Grundsätzlich gilt ja, dass Schweizer Staatsbürger sowie solche von EU-/EFTA-aus allen Ländern der Welt in die Schweiz einreisen dürfen (für Reisende von ausserhalb des Schengen-Raums gilt in den meisten Fällen weiterhin eine Einreiseverbot). Aber eben, je nach letztem Aufenthaltsland gilt eine Quarantänepflicht. Die aktuell gültige Liste der Risikoländer finden Sie hier.

Für Flugreisende aus Risikostaaten war bislang entscheidend, in welchem Land jener Flug startete, der sie direkt in die Schweiz brachte. Vorangehende Anschlussflüge waren unerheblich. Ein aus dem Risikostaat USA einreisender Drittstaatsangehöriger beispielsweise, der via Kanada nach Zürich flog, konnte unter Berücksichtigung der Quarantäneauflagen in die Schweiz einreisen – weil der Drittstaat Kanada als Ausnahme in der COVID-19-Verordnung 3 aufgeführt war und ist. Weil die USA als Risikostaat gelten, konnten Passagiere aus Washington oder Chicago hingegen nicht direkt in die Schweiz einreisen.

Neu ist nun entscheidend, in welchen Ländern die Flugreisenden, die in die Schweiz einreisen wollen, ihre Flugreise begonnen haben. Drittstaatsangehörige beispielsweise, die aus den USA kommend via Toronto nach Zürich fliegen, können ab dem 31. August nicht mehr in die Schweiz einreisen. Mit dieser Massnahme soll verhindert werden, dass die Einreisebeschränkungen über die Wahl entsprechender Transitflughäfen umgangen werden.

Der gleiche Modus kommt auch umgekehrt zur Anwendung: Flugreisende aus Drittstaaten, die als Ausnahmen in der COVID-19-Verordnung 3 aufgeführt sind – beispielsweise Japan, Australien oder Neuseeland –, können auch dann in die Schweiz einreisen, wenn sie beispielsweise mangels Direktflügen in einem Risikostaat umsteigen müssen. Bedingung hierfür ist, dass sie die internationale Transitzone des Umsteigeflughafens nicht verlassen also keine Einreise in den Risikostaat stattfindet.

(JCR)