Tourismuswelt

Bustour durch Japan gefällig? Das gibt's dank Koto Bus nun auch virtuell. Bild: Cerqueira

Ganze Säcke voll Drogen am Strand – Bustouren ohne zu fahren – Prügelei wegen Flugverspätung

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Wenn der Drogenkurier am Touristenstrand liefert

Am Strand von Benamara - zwischen Marbella und Estepona an der spanischen Costa del Sol gelegen - schauten in der Sonne liegende Touristen neulich ziemlich verdutzt drein: Am helllichten Tag landete ein kleines Schnellboot am Strand; die Bootsinsassen warfen in aller Eile einige grössere Säcke an den Strand und brausten wieder los. Derweil kamen einige Männer aus einem beim Strand wartenden Van gelaufen, nahmen die Säcke mit und brausten ebenfalls davon. Das Ganze dauerte wenige Minuten, und der Fall war klar: Hier handelte es sich um einen so genannten «Drug Run», also eine Lieferung einer grösseren Menge Drogen - voraussichtlich Cannabis - von einem Produzenten oder Verteiler zum nächstgrösseren Dealer. Eigenartig ist daran, dass die Lieferung so «offen» stattfindet und von Touristen gar gefilmt werden konnte. Offenbar sind sich die Drogen-Lords angesichts der aktuell weitgehend leeren Strände und der langsamen Reaktionszeit von Touristen wie auch der Polizei ihrer Sache ziemlich sicher und benötigen keine aufwändigen Umwege zur Geheimhaltung mehr...  [gelesen bei Metro]

Japaner gehen jetzt auf Online-Bustouren

Was sich anhört wie Zukunftsmusik ist in Japan Realität: Das Unternehmen Kotobus Tours nimmt Reisende jetzt auch mit auf virtuelle Busreisen. Die Kunden loggen sich via dem Video-Konfenztool Zoom ein und nehmen Zuhause gemütlich auf der Couch ihren Platz ein. Unmittelbar werden sie von der freundlichen Busbegleiterin und dem Chauffeur begrüsst und die Fahrt geht los - nur dass eben kein echter Bus abfährt. Mithilfe von eingespielten Videos geniessen die Nutzer am Computer die Aussicht und an den Destinationen werden Tourismusvertreter live zugeschaltet. Sie heissen die Gäste willkommen und stellen Sehenswürdigkeiten und Attraktionen vor. Da die Kulinarik für Japaner ein wichtiger Aspekt einer Reise ist, erhalten die Fahrgäste vor dem Reisebeginn ein Paket mit lokalen Köstlichkeiten zugeschickt, die sie während der Busfahrt geniessen können. Es ist fraglich, ob diese Reiseform einer richtigen Tour das Wasser halten kann, aber innovativ ist die Idee alleweil! Obwohl, nicht ganz: Es gibt seit längerem in Japan auch schon virtuelle Flugreisen. [gelesen bei Bluewin]

Arrestzelle statt Playa

Ein 18-jähriger Schweizer Maturand will sich zur Feier seines erfolgreichen Abschlusses mit sechs Freunden eine Auszeit in Griechenland gönnen. Doch der Trip endet in einem Disaster. Am Tag der Abreise bemerkt der Mann, dass sein Reisepass abgelaufen ist - jedoch versichert ihm die bulgarische Airline, dass dies kein Problem sei. Somit spart sich der 18-jährige die Kosten für den Notfallpass. Bei der Zwischenlandung in Bulgariens Hauptstadt Sofia nimmt die Tragödie ihren Lauf: Die Zollbeamten verweigern ihm die Weiterreise und trennen den ehemaligen Studenten von seinen Freunden. Nachdem der junge Mann vier Stunden im Büro der Beamten auf einer Holzbank verbringt, wird er ein ein Arrestzimmer in einem Nebengebäude des Flughafens verlegt. Etwas zu Essen oder Trinken bekommt er nicht. Erst am Abend darf er sich im Transitbereich des Flughafens Lebensmittel kaufen.

In der Zwischenzeit setzt sich sein Vater mit der Hotline des Eidgenössischen Departements für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) in Verbindung. Das EDA schaltet die konsularische Vertretung für Bulgarien und Rumänien ein. Der junge Mann kommt davon nichts mit und kämpft mit der Ungewissheit. Zwei Nächte und insgesamt 40 Stunden verbringt er in der Arrestzelle, bevor er nach Hause reisen kann. Sofort tritt er die nächste Reise von Zürich via Frankfurt nach Athen an - wieder ohne gültigen Reisepass, weil die Notpassstelle am Sonntag geschlossen ist. Doch diesmal wird er bei der Einreise nicht kontrolliert. [gelesen bei 20 Minuten]

Und plötzlich fing es an zu regnen...

Passagiere in einem Flugzeug der russischen Fluggesellschaft Rossiya Airlines staunen nicht schlecht, als plötzlich Regen von der Decke tropft. Einige von ihnen haben auf der Reise von Khabarovsk nach Sochi glücklicherweise einen Regenschirm dabei, der sofort zum Einsatz kommt, wie ein Twitter-Video zeigt. Andere wiederum versuchen das Leck ausfindig zu machen. Doch ist es wirklich Regen, der von der Decke tropft? Nein, natürlich nicht. Eine Untersuchung der Airline hat ergeben, dass eine defekte Klimaanlage der Grund für das Wasser war. Demnach hat sich Kondenswasser gebildet, weil die warme Luft mit einer kalten Oberflächen in Kontakt kommt. Wenn dies geschieht, kann das überschüssige Wasser durch die Innenverkleidungen in die Kabine entweichen. [gelesen bei timesnownews]

Wenig Reiseauswahl für Amerikaner

Haben Sie als Schweizer das Gefühl, dass ihnen die Welt aktuell nicht wie üblich fürs Reisen offen steht? Immerhin haben wir fast ganz Europa und noch einige Länder darüber hinaus zum bereisen, nebst der Schweiz natürlich. Die Bürger der Weltmacht USA, welche aktuell mit täglich neuen Coronavirus-Infektionsrekorden von sich reden macht, haben deutlich weniger Auswahl, nachdem sie weltweit auf eine Geächtetenliste, pardon, Risikoliste gesetzt wurden. Nach aktuellem Stand können US-Bürger lediglich in folgende Länder frei einreisen: Albanien, Dominikanische Republik, Kosovo, Malediven, Mexiko, Nordmazedonien, Serbien, Tunesien, Türkei. Dazu gibt es noch ein paar weitere Länder, in welche sie mit Quarantänepflicht und dergleichen einreisen dürfen. Das ist für die grösste Wirtschaftsmacht der Welt und einen der grössten touristischen Quellmärkte nicht gerade viel. So hatte man sich «America First» in der aktuellen Regierung wohl nicht vorgestellt. [gelesen bei CNN]

Schlägerei wegen Flugverspätung

Und nochmals Amerika... dort liegen die Nerven wegen dem Coronavirus ebenfalls blank. Als ob Fliegen allein in dieser Zeit nicht schon genug stressig wäre, gibt es auch Passagiere, welche die Nerven bei einer Flugverspätung komplett verlieren. So wie die drei jungen Damen am South Florida Airport in Fort Myers, welche nach Philadelphia fliegen wollten. Wie in einem Video festgehalten, gingen diese auf Bodenpersonal von Spirit Airlines los, zunächst durch Bewerfen mit Schuhen und Handys, danach direkt mit den Fäusten. Der Grund für den Ausraster ist nicht ganz klar, ausser dass der Flug deutlich verspätet war. Haben wir bereits erwähnt, dass Spirit eine «Ultra-Low-Cost-Airline» ist? [gelesen bei der New York Post]

(JCR/GWA/NWI)