Tourismuswelt

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Die katarische Hauptstadt Doha ist, als Hub von Qatar Airways, auch ein Fenster zur Welt. Bild: Abdullah Ghatasheh

Qatar bietet maximale Flexibilität– Die Fernbus-Betreiber geben auf – Thai Airways begibt sich in Gläubigerschutz

Die jüngsten Neuigkeiten zur Coronavirus-Krise: Diese Auswirkungen hat die Pandemie auf die Reisewelt.

Unbegrenzte Datumsänderungen bei Qatar Airways

Qatar Airways hat ihre flexible Buchungspolitik erweitert, um Passagieren bei der Reiseplanung grössere Auswahl und Sicherheit zu bieten. So erlaubt Qatar nun unbegrenzte Datumsänderungen und die Passagiere können ihr Reiseziel so oft wie nötig ändern, wenn es innerhalb von 5000 Meilen vom ursprünglichen Reiseziel liegt.

Die Fluggesellschaft wird für Reisen, die vor dem 31. Dezember 2020 abgeschlossen werden, keine Tarifdifferenz berechnen; danach gelten die Tarifbedingungen. Alle Tickets, die für Reisen bis zum 31. Dezember 2020 gebucht werden, sind ab dem Ausstellungsdatum zwei Jahre lang gültig. Alternativ können die Passagiere von Qatar Airways ihr Ticket gegen Qmiles eintauschen, um diese nach Belieben zu nutzen, oder einen Reisegutschein mit 10% Mehrwert erhalten, der ebenfalls zwei Jahre gültig ist. Weitere Optionen sind die Rückerstattung des Tickets auf die ursprüngliche Zahlungsweise, wenn die Flüge storniert werden. Die vollständigen Bedingungen und Konditionen gibt es unter diesem Link.

Qatar Airways kündigte kürzlich an, dass sie schrittweise mit der Erweiterung ihres Netzwerks entsprechend der Entwicklung der Passagiernachfrage und der erwarteten Lockerungen der Einreisebeschränkungen in aller Welt begonnen hat. Das Unternehmen will das Streckennetz bis Ende Mai auf zunächst 52 und im Juni auf 80 Destinationen ausbauen. Die jüngste Erweiterung der flexiblen Buchungspolitik der Fluggesellschaft ermöglicht es den Passagieren, ihre Pläne problemlos zu ändern, sobald wieder mehr Ziele angeflogen werden.

Das Schweizer Fernbus-Netz ist Geschichte

Als der Bund 2017 das SBB-Monopol aufweichte, sahen Fernbus-Betreiber ihre Chance. Es wurden Schweizer Städte per Langstrecken-Busnetz verbunden, doch der Erfolg blieb aus. Im November musste Eurobus aufgeben, trotz Übernahme des Netzes von Domo Reisen und einer Kooperation mit Flixbus; danach wollte das österreichische Busunternehmen Dr. Richard den Markt aufrollen. Inzwischen haben aber sowohl Eurobus als auch Dr. Richard ihre neuen Betriebsgesuche zurückgezogen. Das bestätigt das Bundesamt für Verkehr (BAV) gegenüber «Watson». Damit ist das Schweizer Fernbus-Netz zumindest vorerst bereits wieder Geschichte. Gescheitert ist dies offenbar an Fehlplanung und einer relativ starren und an komplizierte Auflagen gebundene Konzessionserteilung.

Thai Airways restrukturiert sich

Thai Airways, ein «Major Carrier» und Gründungsmitglied der Star Alliance, hat am 19. Mai Konkurs angemeldet. Damit begibt sich Thai Airways in einen Gläubigerschutz nach thailändischem Recht, welcher es dem Unternehmen ermöglicht, sich neu aufzustellen. Will heissen: Thai ist nicht faktisch bankrott, sondern kann den Betrieb normal weiterführen und muss auch keine Entlassungen beim Personal - immerhin rund 20'000 Personen - vornehmen. Nun soll ein bereits vorliegender Restrukturierungsplan umgesetzt werden, unter Aufsicht des thailändischen «Central Bankruptcy Court». Diese Plan sei von politischer Seite bereits abgesegnet worden, meldet Thai Airways. Ursprünglich hatte Thai Airways um einen Kredit in Höhe von 58 Millarden Baht (rund 1,77 Milliarden Franken) beim Staat ersucht; der Staat lehnte dies ab und setzt nun auf die Restrukturierung.

Wie genau Geld eingespart wird, ist noch nicht näher bekannt. Vor allem die Schulden dürften restrukturiert werden, allenfalls wird auch das Routennetz angepasst. Internationale Flüge nach Thailand sind bis mindestens Ende Juni noch ausgesetzt. Aktuell verfügt Thai Airways über eine Flotte von 80 Flugzeugen.

Die Schweizer Reederei Scylla nimmt wieder Fahrten auf

Leinen los bei Scylla! Die Schweizer Reederei nimmt ab sofort ihren Betrieb wieder auf. Der Allround-Partner für Charterer ist damit eine der ersten Reedereien, die nach dem Corona-Lockdown erneut mit ihrer Flotte von derzeit 34 Schiffen auf den Wasserstrassen Europas fährt. Zwar werde die Reederei nicht gleich zu Beginn der Lockerungen alle bisherigen Wasserstrassen bereisen können, jedoch würde das Angebot nach und nach erweitert. Zudem seien erst einmal eher Mini-Kreuzfahrten gefragt, die auf Grund der aktuellen Situation von den Veranstaltern neu ins Programm aufgenommen wurden.

Selbstverständlich werden von den Veranstaltern an Bord alle erforderlichen Sicherheits- und Hygienestandards umgesetzt. Dazu zählt das Einhalten des Sicherheitsabstandes während der gesamten Zeit an Bord, wobei nur registrierte Personen, die zuvor einen Gesundheits-Check absolviert haben, aufs Schiff dürfen. Weniger Passagiere, klare Streckenführungen, Maskenpflicht, regelmässige Desinfektion sowie das ausschliessliche Servieren von Mahlzeiten und Getränken am Tisch gehören ebenso zu den Massnahmen wie die Begleitung der Fahrten durch einen Arzt, der bei Gästen und Besatzung regelmässige Konsultationen an Bord durchführt. Weitere Informationen unter www.scylla.ch/de.

Neuseeland: Sprachaufenthalte wieder möglich

Als erstes Land weltweit öffnet Neuseeland die Sprachschulen wieder für internationale Studenten. Die äusserst positive Entwicklung der Corona-Situation macht dies möglich.  Sowohl Neuseeland als auch Australien hatten auf die Möglichkeit hingewiesen, dass internationale Studenten zu den ersten Gruppen gehören, die nach einer Änderung der Grenzbeschränkungen einreisen dürfen. In Neuseeland ist dies nun mit der Schulöffnung per 18. Mai bereits konkret geworden.

Claudio Cesarano, Geschäftsführer Linguista Sprachaufenthalte, zuletzt noch wenig erfreut, ist mit diesem Entscheid natürlich zufrieden: «Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten gewinnen Weiterbildungsprogramme jeglicher Art wieder an Priorität. Wir verzeichnen dann jeweils eine gesteigerte Nachfrage bei den Sprachaufenthalten. Neuseeland setzt nun ein erstes positives Zeichen für alle, die ihre sprachliche Ausbildung wieder in die Hand nehmen möchten. Uns als Anbieter stimmt das natürlich äusserst zuversichtlich, das es bald wieder weltweit aufwärts geht.»

Swissport arg in Bedrängnis

Die klamme chinesische HNA-Gruppe, Eigentümerin des «flugnahen Betriebs» Swissport, wird wohl trotz Coronavirus-Krise kein frisches Geld im Unternehmen einschiessen. Dies sagte Swissport-Chef Eric Born in einem Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Das ist insofern ein Problem, weil Swissport auch vom Bund kein Geld bekommt. «Das ist bei einem Unternehmen mit unserer Kapitalstruktur schwierig, da viele Vermögenswerte schon für bestehende Schulden als Sicherheiten dienen», so Born. Ausserdem sei das Schweizer Geschäft juristisch nicht klar vom Geschäft im Ausland getrennt. Swissport prüfe nun, ob man das Schweizer Geschäft vom Konzern isolieren kann, um so doch Geld vom Bund zu erhalten. Andere Möglichkeiten werden auch am Kapitalmarkt ausgelotet.

Die Flusskreuzfahrt ohne Ankerlichten...

In einem schwimmenden Hotel übernachten, an der Reling stehen und den leichten Wellengang des Flusses beobachten: Das ist Flusskreuzfahrtfeeling. Gäste geniessen dieses im Sommer auch vor Anker und zwar mit «VIVA Riverside» in vier Häfen in Deutschland und den Niederlanden. VIVA Riverside ist wie VIVA Cruises eine Tochter der Schweizer Reederei Scylla AG und setzt vier Flusskreuzer aus dem hauseigenen Portfolio in der Zeit vom 26. Juni bis 31. August 2020 als komfortable Hotelschiffe ein. Rund neun Wochen werden diese jeweils in einem Hafen liegen und als normale Hotels fungieren.

Die VIVA Riverside-Hotelschiffe liegen in Traben-Trarbach, Oestrich-Winkel, Straubing sowie im niederländischen Huizen und locken mit komfortablen, eleganten Kabinen und Suiten, einem reichhaltigen Frühstück sowie einem persönlichen Service an Bord. Eine Übernachtung kostet ab 129 Euro pro Kabine inklusive Frühstück, Kinder bis 18 Jahre zahlen 40 Euro pro Nacht und Kind.

Regent Seven Seas Cruises startet «Return with Regent»-Angebot mit erweiterten Stornierungsoptionen

Die Luxusreederei Regent Seven Seas Cruises hat mit «Return with Regent» ein neues Angebot kreiert, um Gästen bei der Reisebuchung mehr Sicherheit zu geben. Neben einer reduzierten Anzahlung von nur 10 Prozent und einem grosszügigen Bordguthaben von 1000 Dollar bietet es zusätzliche Sicherheit durch die «Regent Reassurance». Diese ermöglicht es Gästen, ihre gebuchte Kreuzfahrt aus beliebigen Gründen bis zu 15 Tage vor dem Abreisedatum zu stornieren. Sie erhalten dann ein Guthaben in Höhe von 100 Prozent für eine zukünftige Reise.

«Return with Regent» ist anwendbar auf alle neuen Buchungen, die bis zum 31. Juli 2020 getätigt werden und auf Reisen, die bis einschliesslich 2022 angetreten werden. Das Angebot gilt für alle weltweiten Reiseziele und -routen von Regent Seven Seas Cruises. Gäste, die ihre Flüge über Regent Seven Seas Cruises gebucht haben, bekommen die Kosten dafür als Teil ihres Guthabens, dass sie für eine zukünftige Reise nutzen können, zurück. Voraussetzung dafür ist, dass sie 65 Tage im Voraus stornieren.

Winterreisen bei Alltours ab sofort buchbar

Beim deutschen Veranstalter Alltours sind im Winter 12'500 Hotels, darunter auch die allsun Hotels wie das Esplendido auf Gran Canaria, per sofort buchbar.
Dynamisch paketierte Reisen mit einem begrenzten Hotelangebot sind bei den beiden Veranstaltern Alltours und Byebye schon seit Februar buchbar. Nun steht auch das umfangreiche klassische Alltours-Ferienprogramm für den Winter 2020/2021 zur Verfügung. Alltours bietet Fernreisen nach Asien und in die Karibik, Badeferien auf den Kanaren, in den Ländern rund um das Mittelmeer, in der Türkei und Ägypten ebenso an wie Skiferien in den europäischen Mittelgebirgen und Alpen oder Wellnessferien an Nord- und Ostsee.

Neuer Tourismusminister für Israel

Israel hat eine neue Regierung und somit einen neuen Tourismusminister, und zwar den 39-jährigen Jurist Asaf Zamir. Dieser löst damit Yariv Levin im Amt ab.

Zamir studierte Rechtswissenschaften in Tel Aviv und ging dort in die Politik. Von 2013 bis 2018 war er stellvertretender Bürgermeister der Stadt. Als er dieses Amt erstmalig innehatte, war er 28 Jahre alt und damit der jüngste stellvertretende Bürgermeister in der Geschichte Tel Avivs. In dieser Zeit verantwortete er das erfolgreiche Destinationsmarketing der Mittelmeermetropole.

(JCR)