Tourismuswelt

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Delfine in Venedig, oder? Nein, eben leider nicht. Bild: Christopher Laberinto

Auch Good News können Fake News sein - Streit bei Easyjet eskaliert

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Zu schön, um wahr zu sein

Sie haben es sicher auch gehört: Nachdem Corona-bedingt der Verkehr weltweit zum Erliegen kam, kehrte die Natur zurück. Delfine wurden in den sonst verschmutzten Kanälen Venedigs gesehen, Elefanten wanderten durch Dörfer der Provinz Yunnan in China. Klingt doch wunderbar! Ein schöner Nebeneffekt des lästigen Coronavirus. Doch leider sind viele dieser schönen umweltpositiven Meldungen Fake News - gerade auch die beiden oben genannten Beispiele. Das Bild der Delfine in Venedig entstand auf Sardinien und wurde von einer Inderin in einem Tweet zur «Rückkehr der Natur in Venedig» gepostet; der Tweet ging viral. Dasselbe mit den Elefanten in Yunnan - diese gibt es dort tatsächlich, doch waren sie nie in besagtem Dorf und die Bildherkunft ist unklar.

Was lernen wir daraus? Es ist wohl nicht falsch, dass die Natur sich durch den Unterbruch der globalen menschlichen Aktivität etwas erholen konnte. Aber deswegen muss man nicht alles glauben, was im Internet zu finden ist. Auch und gerade wenn es unsere Überzeugungen bestärkt und unser Wohlbefinden verbessert.  [gelesen bei National Geographic]

5,8 Millionen Franken für Hinweise auf Korruption

Easyjet-Firmengründer und -Grossaktionär Stelios Haji-Ioannou verspricht umgerechnet 5,8 Millionen Schweizer Franken für Easyjet-Mitarbeitende, welche ihm Hinweise auf verdächtige Geschäftsbeziehungen zwischen der Airline und Airbus geben. Konkret sucht der Unternehmer nach verschwenderischen Ausgaben oder teuren Geschenken. Bereits seit zehn Jahren kritisiert der Teilhaber die Flottenerweiterungen und Flugzeugkäufe der Fluggesellschaft. Seiner Meinung nach schade Easyjet damit den Anteilseignern, besonders jetzt in der Coronavirus-Krise. [gelesen bei Reuters]

Grüner Schnee in der Antarktis

Schnee und Eis sind weiss. Oder doch nicht? In der Antarktis wurde jüngst viel grün gesehen - aber nicht, weil dort infolge Klimaerwärmung plötzlich Schnee und Eis einer tollen Graslandschaft Platz machen, sondern weil tatsächlich stellenweise Schnee fällt, welcher grün verfärbt ist. Geschuldet ist dies mikroskopisch kleinen Algen, die sich gerade entlang den Küsten stark vermehren und mit dem Schnee bzw. dem Wasser vermengen, so dass fallender Schnee auch mal grün ist. Inzwischen wird auch schon von roten und orangen Schneefällen berichtet, wiederum Algen geschuldet - und doch auch zusammenhängend mit der Erderwärmung. Wer hätte das gedacht? Die Antarktis wird noch vom eintönig weissen zum «Regenbogen-Kontinent»...  [gelesen bei CNet]

Zugsprecher macht sich über Verschwörungstheoretiker lustig

Während einer Zugfahrt der Deutschen Bahn in Richtung Schweiz, sorgte ein Mitarbeiter mit seiner Durchsage für Lacher im ICE. Ironisch fordert der Zugsprecher die Passagiere auf, möglichst Mund und Nase zu bedecken, um der Regierung kein Erbgut zukommen zu lassen. Er sagte als «Hinweis an alle Verschwörungstheoretiker bei uns an Bord, denken Sie bitte daran, dass die Bundesregierung heimlich Speichelproben sammelt, um Klone von Ihnen zu produzieren, die Sie dann ersetzen sollen.» Dies könne nur mit einem Mundschutz verhindert werden. Der Mitarbeiter nahm mit dieser Durchsage die Falschnachrichten wie etwa, dass Kinder Atemnot unter der Schutzmaske erleiden würden oder sich wegen der Mund-Nasen-Bedeckung die Fälle von Augenherpes häufen, auf die Schippe. [gelesen bei w&v]

Teenager findet Beinprothese am Strand

Der 13-jähriger Sebastian Morris fand während einer Schatzsuche zwar kein Gold - doch sein Fund war für einen Kriegsveteran Goldwert. Der Teenager fand in einem Park vergraben in der Nähe des Santa Rosa Beach eine massgefertigte Titanprothese im Wert von 3000 US-Dollar. Kurz darauf startete der junge Mann eine Online-Kampagne, um die Beinprothese mit seinem Besitzer zu vereinen - was ihm gelang. Später kam heraus, dass Carter Hess die Prothese Wochen zuvor beim Surfen in Florida verloren hatte. Als Dankeschön lud er den Teenager und seinen Vater zum Essen ein. [gelesen bei Canoe]

(JCR/NWI)