Tourismuswelt

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Noch kein Ende in Sicht: Die globale Pandemie stellt die Reisewelt weiterhin auf den Kopf. Bild: Pille-Riin Priske

Expo 2020 Dubai vor Verschiebung – Hotelplan öffnet später – Sunexpress lanciert Winter

Das Update zu den jüngsten Auswirkungen der Pandemie auf die Reisewelt: so wirkt sich heute die Krise bei Airlines, Touroperators und Destinationen aus.

Expo 2020 Dubai wohl erst im 2021

Es herrscht Ungewissheit, wie sich die Coronavirus-Krise weiterentwickelt und wie lange sie uns noch beschäftigen wird. Diese Unklarheit macht auch vor den Organisatoren der diesjährigen Expo 2020 in Dubai, an der 192 Staaten teilnehmen sollen, keinen Halt. Die Eröffnung für die sechsmonatige Ausstellung war am 20. Oktober dieses Jahres geplant, doch nun laufen Gespräche, dass die Veranstaltung um ein Jahr verschoben werden soll. Die Veranstalter unterstützen diese Verschiebung und der Generalsekretär des Expo-Büros in Paris begrüsse die Entscheidung ebenfalls, wie in mehreren Medienberichten zu lesen ist. Ein definitiver Beschluss wurde noch nicht gefasst.

Ryanair verlängert den eingeschränkten Flugplan

Die Billigfluggesellschaft Ryanair verkerhrt voraussichtlich bis 9. April mit reduzierter Kapazität. Über 90 Prozent der Flugzeuge sind derzeit am Boden. Es werden lediglich jene Routen aufrechterhalten, welche für dringend notwendige Reisen notwendig sind. Dafür arbeitet die Airline mit den EU-Regierungen zusammen. Der Flugplan ist auf der Website von Ryanair ersichtlich. Damit die Hygieneempfehlungen eingehalten werden können, werden die Maschinen täglich desinfiziert. Ausserdem wird mit geringen Auslastungen suichergestellt, dass der Abstand zwischen den Passagieren eingehalten wird.

British Airways streicht alle Flüge an den Gatwick-Airport

Die Nachfrage nach Flugreisen ist bei British Airways nahezu komplett eingebrochen. Deshalb streicht die Fluggesellschaft alle Flüge zum Gatwick Airport. «Aufgrund der erheblichen Einschränkungen und des schwierigen Marktumfelds werden wir, wie viele andere Fluggesellschaften auch, unseren Flugplan in Gatwick vorübergehend aussetzen», schrieb die Fluggesellschaft in einer Erklärung. Die Airline wird sich mit den betroffenen Gästen in Verbindung setzen und nach Lösungen suchen. Die Flüge Hauptkotenpunkt Gatwick-Airport bleiben - zwar mit stark reduzierten Verbindungen - weiterhin bestehen.

American Airlines beantragt 12-Milliarden-Dollar-Kredit

Um die Liquidität auch beim Eintreffen des schlimmsten Szenario in Bezug auf die Corona-Krise zu gewährleisten, beantragt American Airlines bei der US-Regierung einen Kredit von 12 Milliarden US-Dollar (11,5 Milliarden Schweizer Franken). Würde dieser gewährleistet, müssten Mitarbeitende keine unfreiwilligen Ferientage beziehen und es käme zu keinen Lohnkürzungen innerhalb der kommenden sechs Monate. Erst letzte Woche verabschiedete der US-Kongress ein Hilfspaket von 50 Milliarden US-Dollar (47,8 Milliarden Schweizer Franken, wobei die Hälfte als Zuschuss und die andere Hälfte als Darlehen angeboten wird.

Sunexpress öffnet den Winterflugplan

Die Ferienfluggesellschaft öffnet ihren Winterflugplan 2020/2021 in Richtung Türkei bereits jetzt. So können Gäste nicht nur ihre Weniterferienpläne schmieden sondern auch bereits gebuchte Reisen bis zum 27. März 2021 umbuchen. Dabei haben die Reisenden die Möglichkeit, zwischen 8000 Flügen nach Antalya, Izmir und Anatolien zu entscheiden. Reisenden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz stehen damit täglich oder mehrmals die Woche Flüge nach Antalya und Izmir, den beiden grössten Drehkreuze der Fluggesellschaft, zur Verfügung. Ab umgerechnet 14 Franken pro Person und Strecke geht es mit Sunexpress in Richtung Sonne, die Anatolien-Strecken starten ab umgerechnet 84 Franken. Alle Flüge im Winterflugplan von Sunexpress ab 25. Oktober 2020 bis zum 27. März 2021 sind ab sofort über die Website sowie Reiseveranstalter und Reisebüros buchbar. Der Flugplan wird in Kürze um weitere Destinationen ausserhalb der Türkei ergänzt.

Air France und KLM fliegen weiterhin in die Schweiz

Die beiden Fluggesellschaften Air France und KLM halten trotz Krise an den Schweiz-Verbindungen via Paris-Charles de Gaulle und Amsterdam-Schiphol nach Zürich und Genf. Seit 30. März gilt folgender Flugplan:

Air France

  • Zürich: Sechs Flüge pro Woche: montags, mittwochs, donnerstags, freitags, samstags und sonntags
  • Genf: Vier Flüge pro Woche: montags, donnerstags, freitags und sonntags

KLM

  • Zürich: Täglich
  • Genf: Täglich

Über aktuelle Strecken und den geltenden Flugplan informiert Air France unter diesem Link und KLM unter folgendem Link.

Qatar Airways passt Richtlinien an

Die arabische Fluggesellschaft Qatar Airwas passt ihre Richtlinien für das «Travel with Confidence»-Programm an. Fluggäste, welche für zukünftige Flugreisen Gutscheine erwerben, erhalten den vollen Wert des Tickets plus 10 Prozent der Tarifkosten als Mehrwert. Ausserdem kann das Billett zurückerstattet in jener Bezahlform zurückerstattet werden, in der es erworben wurde. Die Airline bittet um Geduld, denn die Rückzahlung kann bis zu 30 Tage in Anspruch nehmen.

27'000 Lufthansa-Mitarbeiter erhalten Kurzarbeit

Die Deutsche Lufthansa AG hat mit verschiedenen Betriebspartnern und Gewerkschaften Verhandlungen zur Kurzarbeit für das Kabinen- und Bodenpersonal getroffen, die bis zu 100 Prozent betragen kann und für einige bereits Rückwirkend ab März beginnt. Davon betroffen sind rund 27'000 der insgesamt 35'000 Mitarbeitenden. «Mit der Kurzarbeit wollen wir Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen schwierigen und aussergewöhnlichen Zeiten sichern. Unser Ziel bleibt weiterhin, möglichst betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Die Vereinbarung von Kurzarbeit ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Dafür werden wir ihre wirtschaftlichen Parameter laufend überprüfen müssen», sagt Michael Niggemann, Vorstand Personal und Recht sowie Arbeitsdirektor der Deutschen Lufthansa AG.

So lange es die Umstände zulassen, stockt die Lufthansa das Kurzarbeitergeldes auf bis zu 90 Prozent des entfallenen Nettolohns auf. Die Mitglieder des Aufsichtsrats verzichten ab April 2020 auf 25 Prozent ihres Lohns, Vorstandsmitglieder auf 20 Prozent und die betroffenen Führungskräfte auf 15 bzw. 10 Prozent. Ausserdem wurde vorgeschlagen, die Dividende für das Jahr 2019 wegfallen zu lassen, damit die Liquidität gesichert werden kann. Mit der Vereinigung Cockpit konnte noch keine Vereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit für Piloten geschlossen werden. Auch in Österreich, der Schweiz und in Belgien ist für Airlines der Lufthansa Group Kurzarbeit vereinbart.

Extrawurst für den thailändischen König

Während seine Landsleute in Thailand um ihre Existenz bangen, begibt sich der König Maha Vajiralongkorn laut verschiedenen Medienberichten im Luxushotel «Grand Hotel Sonnenbichl» in Garmisch-Partenkirchen in mit rund 20 Frauen und zahlreichen Bediensteten Selbstquarantäne. Dafür hat der zuständige Gemeinderat dem Vier-Sterne-Haus eine Sondergenehmigung erteilt, denn aufgrund der Coronavirus-Krise mussten alle Hotels in der Region schliessen. Das thailändische Volk ist nicht erfreut über diese Nachrichten und lässt der Wut im Netz freien Lauf - obwohl sie damit das Gesetz brechen und ihnen bis zu 15 Jahre Haft droht. Ein thailändischer Hashtag der übersetzt «Warum brauchen wir einen König?» bedeutet, wurde innerhalb von 24 Stunden bereits 1,2 Millionen Mal auf Twitter geteilt.

FTI-Rückholaktion ist abgeschlossen

Innerhalb von 14 Tagen hat die FTI Group 65'000 Gäste aus dem Ausland zurück in ihre Heimat gebracht. Letzte Charterverbindungen nach Mexiko, Sri Lanka, Thailand, Kenia sowie Kuba und in die Vereinigten Arabische Emirate brachten am vergangenen Wochenende die letzten Feriengäste zurück nach Hause. Dafür wurden Flugzeuge verschiedener Airlines gechartert. Aktuell befinden sich nur noch vereinzelte Gäste im Ausland, um deren Ausreise man sich individuell kümmert. «Für die Schweiz haben wir bereits am Freitag alle Gäste nach Hause gebracht. Die letzten Heimkehrer kamen aus den Malediven mit der Edelweiss zurück und landeten am Flughafen Zürich», erklärt Carmen Doré, Managing Director der FTI Touristik AG.

Der Konzern hat beschlossen, die «Sorglos umbuchen»-Aktion zu verlängern.Gäste können ab sofort bei der Veranstaltermarke FTI Touristik ihre geplanten Ferien auf einen späteren Zeitpunkt bis in die Wintersaison 2020/21 verschieben. Dies betrifft alle Buchungen mit Abreise im Zeitraum zwischen 1. April und 30. Juni 2020. Die Umbuchung muss bis spätestens zehn Tage vor Abreise erfolgen. Der späteste Rückreisetermin der «neuen» Ferien muss dabei der 30. April 2021 sein.

Neue Öffnungszeiten am Hotelplan Hauptsitz

Hotelplan Suisse passt seine Öffnungszeiten am Hauptsitz in Glattbrugg den aktuellen Begebenheiten ab 1. April 2020 an. Dies betrifft die Abteilungen Touroperating, Ticketxpress, Agent Sales und Buchhaltung. Demnach gelten bis auf Weiteres folgende Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 10.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr
Samstag: geschlossen

Die Öffnungszeiten vom Servicedesk bleiben unverändert.

(NWI)