Tourismuswelt

Fake_Ferien_Influencerin.jpg
Influencerin Natalia Taylor gab auf ihrem Instagram-Account an, sich im indonesischen Bali aufzuhalten. In Wahrheit sind die Schnappschüsse aber in der IKEA um die Ecke entstanden. Bild: Screenshot Instagram / @natalia__taylor

Denkmal-Diebe in BrasilienFake-Ferien auf Instagram

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

400 Kilogramm schweres Denkmal geklaut

In Rio de Janeiro kam es zu einem spektakulären Diebstahl: Unbekannte haben eine 400 Kilogramm schwere und zwei Meter hohe Bronzestatue geklaut. Die Figur stellt die Mutter des ersten Präsidenten Marechal Deodoro dar, der das Land zwischen 1889 und 1891 regierte. Marconi Andrade, Gründer der Denkmalschutz-Organisation SOS Patrimônio hat den Vorfall der Polizei gemeldet und bedauert ihn sehr. Die Statue wurde nicht zum ersten Mal zum Ziel eines Diebstahls. Es wird angenommen, dass die Räuber die Beute schmelzen und die Bronze später verkaufen wollen. [gelesen bei Tag 24]

In der Ikea, nicht in Bali

Influencerin Natalia Taylor gaukelte ihren 316'000 Followern ihren gesamten Bali-Aufenthalt vor. Sie postete zahlreiche Bilder, auf denen sie angeblich in Indonesien unterwegs war. Doch in einem Video auf Youtube enthüllt die US-Amerikanerin, dass alles nur erstunken und erlogen war. Für die schönen Fotos begab sich die Blondine gemeinsam mit ihrer Fotografin in eine Ikea-Filiale um die Ecke. Mit der Aktion will sie jungen Menschen vor Augen führen, dass auf den Social-Media-Plattformen nicht alles so ist, wie es scheint. [gelesen bei Daily Mail]

Schnee-Lieferung per Helikopter

Bislang wird ein enorm milder Winter verzeichnet, die Temperaturen sind für diese Jahreszeit viel zu warm. Das französische Ski-Resort Luchon-Superbagnères in den Pyrenäen hat deshalb kurzerhand 50 Tonnen Schnee einfliegen lassen - per Helikopter. Dieses Vorgehen sorgt für rote Köpfe in der Grünen-Fraktion: «Das ist angesichts der Klimaerwärmung total verrückt. Nichts kann diesen Unsinn rechtfertigen», so ein Mitglied der lokalen Grünen Partei zur Nachrichtenagentur AFP. Auch in den schweizerischen Skigebieten wird die Methode angewendet, um den Schneesport auch bei den milden Temperaturen zu garantieren. Am 10. Januar absolvierten Air-Glaciers-Helikopter rund 100 Flüge, um 100 Tonnen der weissen Pracht nach Wengen zu bringen, damit der Slalomhang des Lauberhornrennens präperiert werden konnte. Nach Engelberg wurden im Dezember 2019 für das Herrichten der Talabfahrt nach einem Föhnsturm 60 Kubikmeter Schnee eingeflogen. [gelesen bei Watson]

Die Swissair ist nicht totzukriegen

Schon 19 Jahre sind vergangen seit dem Grounding der Swissair, dem grössten Wirtschaftstrauma der Schweiz in moderner Zeit. Obwohl inzwischen mit der Swiss eine schlagkräftige Airline mit Schweizerkreuz am Himmel ist, hängen immer noch viele Nostalgiker an der guten alten Swissair. Aber nicht nur Nostalgiker - auch in Buchungsportalen gibt's die Swissair nach wie vor. Wir sind auf einen Fall gestossen, wo die Buchungsbestätigung für einen Swiss-Flug wie folgt ausgewiesen wurde: Mit dem Logo und dem Schriftzug der Swissair selig. Und dies im Jahr 2020. Wir verzichten netterweise darauf, namentlich auf das Portal hinzuweisen.

Schneeschuhwanderer stürzt in Bach - tot

Ein deutsches Ehepaar plante eigentlich einen gemütlichen Schneeschuh-Wanderausflug im Gebiet Alp da Buond Sur in Pontresina werden. Doch das Schicksal hatte andere Pläne. Kurz nachdem der 81-jährige Mann eine Brücke überquerte, rutschte er bei der ansteigenden Böschung aus und stürzte zwei Meter tief in den Bach Ova d'Arlas. Trotz sofortiger Reanimation durch den SOS-Rettungsdienst Diavolezza/Lagalb und die Rega, verstarb der Senior. Seine Ehefrau war durch die umgehenden Rettungsversuche unterkühlt und durchnässt, weshalb sie mit der Rega ins Spital nach Samedan geflogen wurde. Die Kantonspolizei Graubünden klärt die Unfallursache ab. [gelesen bei Südostschweiz]

(NWI)