Tourismuswelt

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In einem Flugzeug der englischen Billigflug-Gesellschaft kam es zu einer heftigen Rauchentwicklung. Die Sauerstoffmasken blieben aus, weshalb die Airline nun einen Shitstrom erntet. Bild: Kevin Hackert

Dicke Luft in Ryanair Maschine - Influencer haut Flugbegleiter übers Ohr

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Mann löst Bombenalarm aus

Rashidul Islam hat sich so darauf gefreut, seine Verlobte in Marrakesch zu besuchen. Doch es reihten sich verschiedene unglückliche Umstände aneinander, sodass ihm das bis heute verwehrt blieb. Aber von Anfang: der 32-jährige sollte am 4. Mai 2019 um 17.40 Uhr vom Londoner Gatwick-Airport nach Marrakesch reisen. Der Mann plante genug Zeit für die Anreise ein und entschied die Öffentlichen Verkehrsmittel von seinem Haus in Cricklewood im Norden Londons an der Flughafen zu nehmen. Doch dann die böse Überraschung: sein Zug endete unerwartet in St. Pancras im Norden Londons - mehr als 40 Kilometer vom Flughafen entfernt. Er stieg in ein Taxi, doch dieses kam beim hohen Verkehrsaufkommen in der Metropole kaum vom Fleck. Er geriet in Panik und wählte die Notruf-Nummer 999. Rashidul Islam hinterliess folgende Nachricht: «Der EasyJet-Flug 8897 geht in 40 Minuten. Es könnte eine Bombe im Flugzeug sein, Sie müssen sie aufhalten, Sie müssen sie sofort stoppen.» Die 147 Passagiere an Bord wurden umgehend evakuiert und beim Gate festgehalten. In der Zwischenzeit traf Islam am Flughafen für den Check-In ein. Die Ermittler fanden heraus, dass die Bomben-Drohung von seinem Handy aus abgesetzt wurde und verhaften ihnen. Nun wurde der Mann vom Krongericht in Lewes zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem er sich in einer früheren Anhörung «der Mitteilung falscher Informationen» schuldig bekannt hatte. [gelesen bei The Guardian]

Rauch auf dem Ryanair-Flug - Passagiere suchen verzweifelt nach Kleingeld zum Bezahlen der Sauerstoffmasken

OK, zugegeben, die Headline stimmt so nicht. Fakt ist: Kürzlich entwickelte sich in der Kabine einer Boeing B737-800 von Ryanair, welche vom Bukarester Flughafen Otopeni unterwegs zum Londoner Flughafen Stansted war, starker Rauch. Die 169 Passagiere an Bord hätten schon früher abfliegen sollen, mussten aber für die Bereitstellung des Flugzeuges warten - und wenige Minuten nach dem Start entwickelte sich in diesem Flugzeug gleich Rauch. Die Ursache für den Rauch wird noch untersucht. Passagiere gerieten in Panik, manche hielten die Rauchentwicklung fest - und beklagten sich darüber, dass die Crew nichts zur Beruhigung der Passagiere unternahm und auch die Sauerstoffmasken nicht ausgelöst wurden, weshalb sich die Passagiere bis zur Rückkehr nach Bukarest mit Schals, Tüchern oder Händen vor dem Rauch schützen mussten. Verletzt wurde indes niemand und schon bald hob eine weitere Maschine nach Stansted ab. Doch der Shitstorm über Ryanair, zumindest in Rumänien, blieb nicht aus. [gelesen bei Daily Mail]

Schwein macht unfreiwilligen Bungee-Jump

Es sollte das Spektakel an der Eröffnung der neuen Bungee-Anlage in einem Chinesischen Freizeitpark sein: Die Betreiber zwingen ein Schwein zum Sprung aus 68 Metern Höhe. Damit hat sich der Freizeitpark im chinesischen Chongqing aber keine Freunde gemacht. Die skurrile Aktion löste eine weltweite Empörung aus und dem Park wird Tierquälerei vorgeworfen. Was danach mit dem Schwein passiert ist, ist nicht bestätigt. Gemäss lokalen Medien das Tier anschliessend ins Schlachthaus gebracht worden sein. Die Betreiber des Freizeitparks haben zur Kritik Stellung genommen: «Wir nehmen die Kritik und Ratschläge ernst und entschuldigen uns bei der Öffentlichkeit.» [gelesen bei Huffpost]

Influencer erntet Shitstorm für «Travel-Hack»

Vor einem Langstreckenflug haben sich bestimmt schon viele den Kopf zerbrochen, wie sie in letzter Minute doch noch an ein gratis Update für die bequeme Business-Class bekommen könnten. Der australische Blogger Jamie Zhu hat sich das gleiche gedacht und seinen Followern eine unverschämte Idee geliefert. Der Internet-Star erschwindelte sich bei Cathay Pacific Airways ein Gratis-Upgrade. Und zwar in dem er der Fluggesellschaft einen gebrochenen Knöchel vortäuschte. Dafür kaufte er sich einen Medizinischen Schuh, der keinen Platz unter dem vorderen Sitz findet - kurz danach sitzt er in der Business Class. Nach dem Flug läuft er wie wenn nichts gewesen wäre ohne den Schuh an der Crew vorbei. Von einem schlechten Gewissen keine Spur: «Mein Video zeigt doch den guten Kundenservice der Airline», so Jamie. Den Trick werde er auch auf zukünftigen Flugreisen anwenden: «Der Schuh wird mir auch auf meinen nächsten Flügen gute Dienste leisten.» Diesen Lifehack filmte er und postete das Video auf Youtube, wo ihm mehr als 700'000 Menschen folgen. Doch diese sind alles andere als begeistert und lassen ihrem Unmut in den Kommentaren freien Lauf: «Schäm dich! Meine Tochter ist auch Flugbegleiterin und du nutzt deren guten Willen aus.» Ein anderer meint: «Das ist nichts anderes als Diebstahl und sollte strafrechtlich verfolgt werden.» [gelesen bei Reisereporter]

18 Jahre Gratisübernachtung - mit lustiger Bedingung

Rosen oder Schokolade zum Valentinstag? Alter Hut! Das Hotel Zed - es gibt davon je eines in Victoria oder in Kelowna (Kanada) lanciert in diesem Jahr den «Baby Maker Nooner». Nun ist «Nooner» ein umgangssprachlicher Begriff für «Sex über Mittag». Am Valentinstag gibt in einem der Zed-Hotels das Zimmer zum Spottpreis, und das für ganze vier Stunden, was Zeit genug sein dürfte für das Valentinstags-Vergnügen. Doch es gibt noch einen obendrauf, daher der Name «Baby Maker Nooner»: Wer nachweisen kann, dass ein Baby genau neun Monate nach dem Aufenthalt im Hotel Zed geboren wurde, also dort gezeugt wurde, erhält anschliessend 18 Jahre lang gratis Übernachtungen im Hotel. Schlaues Marketing? Gewiss. Aber wir meinen: Die Teilnahme am Wettbewerb ist zumindest einen Versuch wert. :-)  [gelesen auf der Website des Hotel Zed]

(JCR/NWI)