Tourismuswelt

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Dr. Peter Stuchetz (kleines Bild) ist mit der Teledoc Europe AG neuer Mehrheitsaktionär und zugleich neuer Verwaltungsratspräsident der Helvetic Assistance AG. Bildmontage: TN

Helvetic Assistance: Eine Lösung ist gefunden

Die Teledoc Europe AG übernimmt die Aktienmehrheit beim Reiseversicherer. Die bisherige Eigentümerin MSS bleibt an Bord, dazu ist auch Geschäftsführer Andy Keller jetzt Minderheitsaktionär.

Bis Ende November wollte Andy Keller eine neue Lösung für die Helvetic Assistance präsentieren, nachdem sich die MSS Holding AG daraus zurückzieht. Ein paar Tage Overtime waren nötig, aber nun hat Keller tatsächlich eine Lösung präsentierten können: Ab dem 1. Januar 2020 steigt die im Eigentum von Österreichern befindliche, international tätige und auf telemedizinische Dienstleistungen spezialisierte TeleDoc Europe AG mit Sitz im schweizerischen Egnach TG als Mehrheitsaktionärin ein.

Deren Verwaltungsratspräsident, Dr. Paul Stuchetz, stand über längere Zeit mit Andy Keller in Kontakt und freut sich über die Zunahme in der Holding:  «Wir sind glücklich über unsere Beteiligung an der Helvetic Assistance. Wir sehen hier ein grosses Synergie-Potential in der Schweiz wie auch bei unseren internationalen Partnern». Er wird neu auch das Verwaltungsratspräsidium der Helvetic Assistance übernehmen. Die Gesellschaftsform der Helvetic Assistance wird überdies von einer GmbH in eine AG mit einem Aktienkapital von 1 Million Franken umgewandelt.

Spannend: Die MSS Holding AG bleibt als Minderheitsaktionärin beteiligt, darüber hinaus hat Andy Keller selber sich an der Firma beteiligt: «Das habe ich gewollt und gedurft», erklärt ein hörbar erleichterter Andy Keller am Telefon mit Travelnews. Wieso bleibt die bisherige Alleininhaberin MSS Holding AG im Gegensatz zu früheren Verlautbarungen an Bord? Dazu CEO Andy Buhl: «Wir haben immer an das Geschäftsmodell und den Erfolg der Helvetic Assistance geglaubt. Die Minderheitsbeteiligung ist mit unserer Strategie, uns wieder ausschliesslich auf unsere Kernkompetenz Automotive zu konzentrieren, vereinbar». Keller seinerseits bleibt CEO der Helvetic Assistance. Zum Deal sagt er: «Mit TeleDoc steigt ein starker, innovativer und langfristiger Partner bei uns ein mit dem das Wachstum in der Schweiz wie auch international gesichert ist. Des Weiteren bin ich auch dankbar, die MSS Holding weiterhin an Bord haben zu dürfen, was für uns in den Prozessen, Systemen etc. eine Stabilität garantiert».

Neuer Rückversicherer

Zusätzlich wechselt auch der (Rück-)Versicherer. «Das hatten wir schon lange vor und stand in keinem Zusammenhang mit dem Ausstiegsvorhaben von MSS», präzisiert Keller. Nach einem intensiven Austausch in den letzten Monaten konnte Helvetic Assistance nun die Hanse Merkur International in Vaduz als neuen Rückversicherer gewinnen. Diese habe den Vorteil, dass sie zum einen als Reiseversicherung aufgestellt ist und daher viele Synergien genutzt werden können und zum anderen international tätig sei, was sich positiv bei internationalen Kunden und Produkten auswirkt.

Mit Ausnahme einer Mitarbeiterin, welche sich neu orientieren will und für welche die Nachfolgersuche eingeleitet ist, bleibt das bestehende Team bestehen. Auch an den Leistungen und Konditionen von Helvetic Assistance gibt es keine Änderungen, versichert Keller. Der juristische Sitz und Geschäftssitz bleiben unverändert in Dietlikon. Über den Preis für die jeweiligen Beteiligungen wurde Stillschweigen vereinbart.

(JCR)