Tourismuswelt

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Der Vorstand von Bergbahnen Graubünden präsentiert die neue graubündenCARD, von links: Maurus Tomaschett, Markus Good, Mario Davatz, Markus Moser, Präsident Martin Hug, Philipp Holenstein und Marcus Gschwend. Bild: BBGR

SnowPass wird zur ganzjährigen graubündenCARD

Bergbahnen Graubünden (BBGR) präsentierte an der Generalversammlung in Samnaun die neue Ganzjahreskarte graubündenCARD. Präsident Martin Hug forderte die Branche auf, gemeinsam Angebote über alle Jahreszeiten zu entwickeln und die Chancen des Klimawandels zu nutzen.

Mit 230,5 Millionen Franken Umsatz erreichten die Bündner Bergbahnen im letzten Winter erstmals wieder das Niveau des Winters 2010/2011. Im letzten Sommer stieg der Verkehrsertrag in Graubünden um 14,4 Prozent. Wobei der Anteil des Sommers lediglich 7,5 Prozent ausmacht. Künftig soll dieser Anteil wachsen.

Die Struktur der Umsätze hat sich in den letzten Jahren verändert. Während der Verkehrsertrag 15 Prozent kleiner als 1992 ist, entspricht der Gesamtumsatz nahezu demjenigen von damals. Die Rückgänge beim Transport konnten mit zusätzlichen Erträgen in den Bereichen Gastronomie, Beherbergung, Rental und Guiding aufgefangen werden. Im gleichen Zeitraum stiegen die Kosten aber um fast 20 Prozent und führten zur entsprechenden Reduktion des EBITDA. Gründe für die Kostensteigerung sind primär Qualitätsverbesserungen und Komfortsteigerungen bei der Pistenpräparation, durch bodenunabhängige Transportanlagen, die Beschneiung oder Zutrittssysteme.

Klimachancen nutzen

Um die Chancen der Klimabewegung für Ausflüge und/oder Ferien vor der Haustüre zu nutzen, müssen sich die Bündner Bergbahnen gemäss Präsident Martin Hug vier zentralen Herausforderungen stellen: Ausdehnung der Angebote auf alle Jahreszeiten und Lancierung von neuen Erlebnissen; langfristige, vorausschauende Abstimmung der investitionsintensiven Bergbahninfrastrukturen mit den sich verändernden Gästebedürfnissen; vermehrte Kollaboration von ganzen Bergsportgebieten sowie Einsatz von Dynamic Pricing und digitalem Marketing.

Dabei seien Convenience, Einfachheit und Qualität zentral. Martin Hug sagt: «Der Preis tritt dadurch zunehmend in den Hintergrund und die Wertigkeit gewinnt wieder an Bedeutung. Dies ist eine Chance für den Schweizer Tourismus und die Bergbahnbranche».

Die Bündner Bergbahnen lancieren nun ein neues Angebot, das als Beispiel für die Ganzjährigkeit steht: die graubündenCARD. Sie ersetzt gemäss BBGR-Geschäftsführer Marcus Gschwend den bisherigen SnowPass, welcher ein reines Wintersaisonabonnement war. Der Vorverkauf startet am 1. Februar 2020. Die graubündenCARD gilt jeweils vom 1. Mai bis zum 30. April und umfasst die Leistungen einer Tageskarte des jeweiligen Skigebiets im Winter sowie die Transportdienstleistungen der Bergbahnen im Sommer.

Die graubündenCARD kostet im Vorverkauf für Erwachsene CHF 1'620 und wird damit für einen Zuschlag von nur CHF 135 gegenüber dem SnowPass zur Ganzjahreskarte von 48 Bergbahnunternehmen in Graubünden. Die Karte gibt es auch für Kinder, Jugendliche und Familien.

(TN)