Tourismuswelt

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In Venedig kamen zwei Touristen auf die glorreiche Idee, nackt im Kanal zu baden. Sie mussten dafür eine hohe Geldstrafe bezahlen. Bild: Twitter / @eTurboNews

Spanner, Blüttler und ein Rentnerpaar, das Koks schmuggelt

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Fette Busse für Nacktbader in Venedig

Die historischen Stätten sind den Italienern wichtig und sie kennen kein Pardon, wenn sich Touristen nicht an die Regeln halten. Das bekamen zwei Tschechen kürzlich in Venedig zu spüren. Sie wurden von einer Polizeipatroullie in der Nähe des berühmten Markusplatzes aufgegriffen, als sie mit viel Lärm versuchten Passanten auf sich aufmerksam zu machen, wie sie badeten. Das Problem: Sie plantschten nackt im Wasser. Die Polizisten machten nicht lange und nahmen die beiden Touristen mit auf die Wache, wo ihnen wegen ihrer Handlung gegen den öffentlichen Anstand eine Busse von umgerechnet je 3300 Franken aufgedrückt wurde. [gelesen bei Travel+Leisure]

WC-Spanner auf United Flug

Schon im Mai geschah die Grüsel-Tat: als eine Passagierin während des dreistündigen Fluges von San Diego nach Houston in Texas die Toilette aufsuchte, entdeckte sie einen losen, blinkenden Gegenstand. Sofort wurde die Frau stutzig und übergab ihn dem Bordpersonal. Diese wiederum reichten das Gerät, das sich später als Videokamera identifizieren liess, an die Sicherheitskräfte am George Bush Airport. Die FBI-Mitarbeiter begutachteten die Aufnahmen und gleichten die Clips mit den Aufzeichnungen an diversen Flughäfen ab. Rund drei Monate später konnte der Täter gefasst werden. Es soll sich um einen Bürger aus Malysia handeln. Der Mann muss sich vor Gericht wegen «Video-Voyerismus an Bord eines Flugzeuges» verantworten. Ihm droht eine Haftstrafe von bis zu einem Jahr. [Gelesen bei Stern]

Kokain-Schmuggler auf Luxuschiff

In Portugal steht ein pensioniertes britisches Ehepaar vor Gericht. Dem 72-jährigen Roger Klark und seiner ein Jahr jüngeren Ehefrau Sue wird vorgeworfen, neun Kilo in vier verschiedenen Koffer an Bord der MC Marco Polo genommen zu haben. Die Drogen wurden nach Ankunft in Lissabon in ihrer Kabine gefunden. Das Ehepaar leugnet die Anklage, im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 12 Jahre Gefängnis. Die Rentner unternahmen in den vergangenen zwei Jahren Luxuskreuzfarten im Wert von umgerechnet über 22'000 Franken nach Südamerika, hatte aber nur ein verfügbares Monatseinkommen von umgerechnet 1000 Franken pro Monat. Der portugisische Polizeibericht besagt, dass das Ehepaar die Reisen unternahmen, um Kokain nach Europa zu schmuggeln. Bereits im Jahr 2010 wurden die Briten in Norwegen beim Handel mit 240 Kilogramm Cannabisharz verhaftet. [gelesen bei Travelmole]

Bienenschwarm legt Flugzeug lahm

Gerade wollten die Piloten des Fluges AI743 die Maschine auf die Startbahn am Flughafen Kalkutta bringen, als ein Bienenschwarm auf der Cockpitscheibe landet und die Sicht versperrt. Das Bodenpersonal versucht vergeblich, die Insekten zu verscheuchen – diese werden aggressiv und greifen mit fiesen Stichen an. Auch der Versuch den Scheibenwischer einzuschalten und die Bienen so loszuwerden, scheitert. Kurzerhand rückten Löschfahrzeuge an und der Schwarm wurde mithilfe des Wasserstrahls von der Scheibe vertrieben. Der Air-India-Flug nach Agartala mit 136 Passagieren hob schliesslich mit dreieinhalb Stunden Verspätung ab. [gelesen bei Spiegel]

Türkei-Hotel hoffnungslos überbucht

Im Hotel Side La Grande Resort & Spa in der Türkei spielen sich skurrile Szenen ab: Feriengäste übernachten mehreren Berichten zufolge in den Gängen und im Keller. Überbuchung ist der Grund für das Chaos. Das Hotel an der türkischen Riviera verkaufte einige der Zimmer zwei oder gar dreimal. Doch wie kam es dazu? Der Empfangschef vom Hotel schiebt das Problem auf die Reiseveranstalter und weist die Gäste an, sich dort zu melden um eine Lösung herbeizurufen. Der Veranstalter LMX Touristik handelte nun und nahm das fünf-Sterne Resort aus seinem Programm, da bereits im Juli ähnliche Zustände vorzufinden waren. Bei TUI, Thomas Cook und FTI ist das Hotel noch immer buchbar – jedoch lassen die Bewertungen zu wünschen übrig. Auf der Website von TUI empfehlen das Haus lediglich 40 Prozent der Kunden weiter und in Kommentaren wird das Thema Überbuchung direkt angesprochen. [gelesen bei Countervor9]

1783 Bussen für Mallorca-Touristen

Die mallorquinische Polizei der Gemeinde Calvià zieht Bilanz: Zwischen Juni und August verteilten die Ordnungshüter in den Touristenhochburgen wie Magaluf oder Palmanova 1789 Geldbussen an Touristen. Im letzten Jahr wurden im gleichen Zeitraum 2528 Knöllchen verteilt. Doch was haben die Feriengäste verbrochen? Elf Geldbussen gingen an Balkonkletterer, die von schwindelerregender Höhe in den Hotelpool sprangen. Der gefährliche Spass kommt sie teuer zu tragen: umgerechnet bis zu 1650 Franken müssen die Adrenalin-Junkies bezahlen. Weiter wurden zehn Pärchen beim Sex auf offener Strasse erwischt und zahlten dafür bis zu 660 Franken. 29 Personen urinierten auf offener Strasse, zwei Reisende zeigten zu viel Haut und neun Gäste veranstalteten ein Trinkgelage auf öffentlichem Gelände. Die meisten Bussen wurden aber an die fliegenden Händler verteilt, die 1250 Mal bestraft wurden. [gelesen bei Mallorcazeitung]

(TN)