Tourismuswelt

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Der Ausflug mit dem Pedalo endete für einen britischen Tourist in Spanien tödlich. Bild: Roby Ferrari

Tödlicher Pedalo-Unfall, Dauerkrise bei Boeing und ein Sonnenbad für 250 Euro

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

«If it's Boeing, it ain't going»

Kein Ende der Pannenserie bei der 737MAX von Boeing. Am Mittwoch erklärte die US-Luftfahrtbehörde FAA, dass ein neue potenzielles Risiko bei der Software entdeckt wurde, welches Boeing zwingend beheben müsse, bevor die Flugbewilligung für diesen Flugzeugtypen wieder gegeben werden kann. Daraufhin erklärte United Airlines, dass mindestens bis 3. September alle B737MAX weiterhin gegroundet bleiben; Southwest lässt diese Flugzeuge gar bis mindestens 1. Oktober am Boden. Bereits zuvor hatte American Airlines angegeben, dass die Flugzeuge länger als ursprünglich angedacht (bis August) gegroundet bleiben. Dieser weitere Rückschlag für Boeing führte zu einem massiven Rückgang des Aktienwerts an der Börse - und zu bösen geflügelten Sprüchen (siehe Titel dieses Beitrags) in sozialen Medien.  [gelesen bei The Guardian]

Kapitän wirft Passagier von Bord

«Hören Sie mir mal zu, Sie Idiot», beschimpfte ein US-Amerikanischer Kunde einen Crew-Mitarbeiter der Norwegian Cruise Line während einer Karibik-Kreuzfahrt, weil er aufgrund fehlender Buchung nicht in die Abend-Show im Theater gelassen wurde. Als der Angestellte das Sicherheitspersonal rief, kam der Passagier noch mehr in Fahrt: «Rufen Sie doch besser mehr als zwei Sicherheitsleute», denn er «sei ein grosser Kerl». Das war zuviel - noch am selben Abend wurde dem US-Amerikaner mitgeteilt, dass er am nächsten Morgen in Tortola unter Beschluss des Kapitäns das Schiff verlassen müsse. Die Reederei verfolgt bei Reisen auf Hoher See eine Null-Toleranz-Politik. Von den Passagieren wird erwartet, dass sie sich angemessen und respektvoll verhalten. Dies ist auch auf der online abrufbaren Richtlinie der Reederei so vermerkt. Und wie kommt der Kreuzfahrt-Fan wieder nach Hause? Die Kreuzfahrtgesellschaft ziehe sich in so einem Fall aus der Verantwortung, die Rückreise ins Heimatland muss durch den Reisenden organisiert werden. [gelesen bei cruise4news]

In Tortola musste der Passagier das Schiff verlassen. Bild: Norwegian Cruise Line

Ein Sonnenbad für 250 Euro

In Venedig sonnte sich eine 23-jährige Kanadierin lediglich mit einem Bikini bekleidet mitten in den Papadopoli-Gärten in der Nähe des Bahnhofs. Offensichtlich wusste sie nicht, dass in der Lagunenstadt im historischen Zentrum ein Verbot gilt für das Aufhalten in Badekleidung an öffentlichen Plätzen, in der Stadt oder in privaten sowie öffentlichen Verkehrsmitteln. Ihr Fauxpas kam sie teuer zu stehen: 250 Euro Busse musste sie dafür bezahlen. [gelesen bei stol.it]

Wenn man Google Maps blind vertraut...

Dass die Technik nicht immer richtig liegt, mussten im Bundesstaat Colorado in den USA gut 100 Autofahrer am eigenen Leib erfahren. Wegen eines Unfalles auf der Strecke zum internationalen Flughafen Denver, zeigte Google Maps eine alternative Route an. Das Problem war nur, dass diese Umleitung über einen Feldweg führte, der aufgrund der starken Regenfälle schlammig war. Um die 100 Autofahrer schleuderten im Matsch herum und blieben teilweise sogar stecken. Eine der Betroffenen – deren Mann unbedingt zum Flughafen musste um seinen Flug zu erreichen - verfügte zum Glück über einen vier-mal-vier Antrieb, sodass sie weitere Leute aufgabelte und zum Flughafen beförderte. Wie es zu diesem Missgeschick von Google kam? Laut der Unternehmung werden bei der Routenplanung verschiedene Aspekte wie die Breite der Strassen und wie gut diese erschlossen ist miteinbezogen – durch unvorhergesehene Umstände wie das Wetter kann es aber zu eben solchen Problemen kommen. [gelesen bei CNN]

Überbuchungs-Panne bei Easyjet

Stellen Sie sich vor: Nach ihrem Familienurlaub checken Sie tiefenentspannt am Flughafen für Ihre Rückreise ein. Bei der Gepäckaufgabe weist Sie das Personal darauf hin, dass die dreijährige Tochter aufgrund von Überbuchung nicht mitfliegen darf. Glauben Sie nicht? Dieser Vorfall hat eine britische Familie am Flughafen Mallorca erlebt. Laut Easyjet kam es bei der Auswahl des Passagiers, der wegen Überbuchung am Boden bleiben musste, zu einer Panne. Der Mitarbeiterin am Flughafen Palma fiel diese Unstimmigkeit später auch auf. So wurde kurzerhand der Vater auf das Überbuchte Ticket umgeschrieben. Doch eigentlich wird bei überbuchten Flügen zuerst am Gate nach Freiwilligen gesucht, bevor jemand gezwungen wird erst mit dem nächsten Flieger zu Reisen. Wieso diese Bestimmung der Familie nicht erklärt wurde, wird zurzeit von der Fluggesellschaft untersucht. Glück im Unglück: Schlussendlich durfte dann doch die ganze Familie gemeinsam an Bord gehen. [gelesen bei Nau.ch]

Brite fällt von Pedalo und stirbt

In Cambrils im Nordosten Kataloniens kam es zu einem Unfall. Zeugen sahen, wie ein 31-jähriger Brite am Regueral-Strand von seinem gemieteten Pedalo fiel. Aufgrund der Flut zog es ihn ins Meer hinaus und er begann dagegen anzukämpfen - leider erfolglos. Als er von den Rettungskräften geborgen wurde, versuchten Sanitäter ihn zu reanimieren, aber es gelang ihnen auch nach mehreren Versuchen nicht. Zum Zeitpunkt des Unfalls waren Rettungsschwimmer im Einsatz und die Warnflaggen am Strand waren auf grün, was bedeutet, dass das Meer sicher war. Es ist nicht bekannt, ob die Behörden den Unfallhergang untersuchen. [gelesen bei Manchester Evening News]

(TN)