Tourismuswelt

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Sunday Press Die DER-Spitze rechnet mit der alten Kuoni-Führung ab

Die Rückkehr von Kuoni in die schwarzen Zahlen veranlasst die Sonntagspresse zu einem schonungslosen Rückblick. Daneben gibt es wenige kritische Themen, aber viele schöne Reportagen und ein Interview mit Vögele-Chef Pascal Wieser. Anbei wie jeden Sonntag unser ausführlicher Überblick.

Kuoni ist wieder da

Das Comeback von Kuoni beschäftigt auch die «Zentralschweiz am Sonntag». In einem Artikel wird geschildert, wie der Verwaltungsrat der Rewe-Gruppe am 17. Mai 2018 der neuen Zentrale in Zürich-Altstetten einen Besuch abstattete. Dieter Zümpel, CEO von DER Touristik Suisse, soll dabei von Sören Hartmann (CEO DER Touristik Group) einen Check mit einem zweistelligen Millionenbetrag erhalten haben (über den genauen Betrag wird geschwiegen), zur Abdeckung der Verluste, die das Schweizer Reiseunternehmen seit 2015 einfuhr. Dieser Betrag dürfte über 40 Millionen Franken betragen haben. Die Botschaft: Der Mutterkonzern ist für die Verluste der vergangenen Jahre aufgekommen, jetzt helft euch selber. Zümpel verstand und konnte nun letzte Woche verkünden, dass Kuoni in diesem Jahr erstmals seit Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben dürfte.

Am Hauptsitz der Rewe-Gruppe und ihrer Reisesparte DER Touristik Group hat man Freude an der Schweizer Akquisition, weil der Sanierungsplan aufgegangen sei. Der Kauf war so oder so ein gutes Geschäft. Zwar schweigen sich die Deutschen über den Kaufpreis aus, kolportiert wird aber schon länger die Summe von 120 bis 130 Millionen Franken. Dementiert hat dies bislang niemand – auch Sören Hartmann nicht. Bei einem Gespräch in Berlin betont er: «Kuoni wurde uns zu einem Preis angeboten, den wir letztlich nicht bezahlt haben. Dieser lag weit darunter.» Zur Erinnerung: Die Kuoni-Gruppe strebte eine Summe von 250 Millionen Franken an. Doch bei der Prüfung der Bücher traten immer mehr Leichen im Keller zum Vorschein. «Man kann sich gar nicht vorstellen, auf was für Probleme wir da ­gestossen sind», sagt Hartmann.

Praktisch sämtliche grossen Player im Tourismusgeschäft rissen sich um Kuoni, obwohl Kuoni als Marke angeschlagen und längst keine Kaderschmiede wie früher mehr war. Um das niedergehende Geschäft zu retten, wollte die damalige Spitze des Kuoni-Konzerns diesen neu erfinden, indem man die Transformation zum digitalen Dienstleister für die globale Reiseindustrie und für Regierungen anstrebte. Das klassische Reisegeschäft passte nicht dazu. Aber immerhin würde dessen Verkauf dringend benötigtes Geld in die Kassen spülen. Doch die Sache wurde schlecht angegangen: «Es herrschte schon fast Panik. Die wollten das Reisegeschäft so schnell als möglich loswerden», erinnert sich Hartmann. Grund dafür: Neben der Schweiz zählte zur Reisesparte auch das Geschäft in Grossbritannien und Skandinavien. Und ausgerechnet im hohen Norden, wo man stets gutes Geld verdient hatte, stand man plötzlich mit einem zweistelligen Millionenbetrag in der Kreide. «Die sahen nicht mehr, wie die Probleme lagen. Dabei war die Situation in Skandinavien weit weniger gravierend als in der Schweiz», so Hartmann. In Skandinavien hatte sich Kuoni ganz einfach verspekuliert, hatte zu sehr auf das Ägypten-Geschäft gesetzt. Das, so war sich Hartmann sicher, liesse sich schnell wieder korrigieren.

In der Schweiz dagegen war ein eigentlicher Kraftakt nötig. Die IT genügte den Anforderungen überhaupt nicht mehr und musste ersetzt werden (und sorgt auch heute noch für Kopfschmerzen). Daneben galt es, die Produktionskosten massiv zu senken. Lukrativ war Kuoni für Hartmann aber vor allem wegen den anderen Ländereinheiten: Skandinavien, UK, Benelux. Alles oder nichts, lautete das Motto der Deutschen. Das war letztlich auch ihr Trumpf. Denn die Mitbewerber hatten es nur auf vereinzelte Länder abgesehen. Dass ein deutscher Handelsriese letztlich das Rennen machte, nahmen bei Kuoni nicht wenige mit Genugtuung zur Kenntnis. «Alles, nur nicht Hotelplan», umschreibt einer die Stimmung von damals. Dies hängt weniger mit Hotelplan an sich zusammen als mit der Marktsituation. Man hätte es als zu grosse Schmach empfunden, wenn man unter die Fittiche eines des ärgsten Konkurrenten in der Schweiz gekommen wäre. Mit einem deutschen Eigentümer hingegen konnten die meisten leben. Etwas anders sah dies aus, als Hartmann und Co. sich nach einem halben Jahr von CEO Marcel Bürgin trennten und Dieter Zümpel als dessen Nachfolger präsentierten. Zümpel war im Gegensatz zu Bürgin nicht ­einer aus den eigenen Reihen, und er war erst noch deutscher Staatsbürger. «Mir schlug am Anfang schon sehr viel Skepsis entgegen», erinnert sich Zümpel.

Der Wind hat längst gedreht. Kuoni werde endlich wieder geführt, heisst es am Hauptsitz von DER Touristik Suisse in Zürich. Zümpels Erfolgsrezept? «Liefere, was du versprichst.» Zümpel drückte in seinem ersten Kuoni-Jahr das Defizit um 44 Prozent, und eigentlich hätte DER Touristik Suisse bereits 2018 schwarze Zahlen schreiben können. Doch man leistete sich eine drei Millionen Franken teure Werbekampagne. Mit dem Erreichen der Gewinnschwelle hat DER Touristik Suisse nun auch in finanzieller Hinsicht ein Ausrufezeichen gesetzt. In den anderen Ländern war dies schon früher der Fall. In Skandinavien schrieben die Deutschen bereits im Jahr eins nach der Übernahme eine schwarze Null. Heute schreibt man in Skandinavien wieder Millionengewinne.

Agentur-Kurznews

  • Bis in fünf Jahren müssen die SBB rund 1000 Lokführer ersetzen. Denn bis dahin verabschieden sich zahlreiche Mitarbeiter aus den «einstellungsreichen» Jahren in Pension. Die Gewerkschaft kritisiert, dass die SBB diese Entwicklung verschlafen haben: Durch tiefe Löhne und unregelmässige Arbeitszeiten sei der Beruf für Einsteiger nicht mehr attraktiv.
  • Die Schweizer Hoteliers freuen sich über die erfolgreichste Wintersaison seit dem Rekordwinter 2007/08. Insgesamt 16,7 Millionen Übernachtungen bedeuten, dass das Ergebnis der Rekordsaison 2007/08 mit 16,8 Millionen Gästen nur knapp verfehlt wurde.
  • Die amerikanische Weltraumbehörde NASA will künftig zwölf zahlungskräftige Touristen und Firmenvertreter im Jahr in der Internationalen Weltraumstation (ISS) beherbergen. Das kündigte NASA-Chef Jim Bridenstine an. 35‘000 Dollar soll eine Nacht in der ISS kosten, etwa 50 Millionen Dollar die Hin- und Rückreise. Der Service gilt als schlecht: Man schläft angeschnallt an der Wand, die Lüftungsgeräte sind laut, das Essen soll zu wünschen übrig lassen. Doch der Ausblick – 400 Kilometer über der Erde – ist einmalig.

«Das Leben ist eine spannende Reise voller Überraschungen»

Pascal Wieser, der Geschäftsleiter von Vögele Reisen AG, ist Interviewpartner in einem Features der «Executive»-Beilage der «NZZ am Sonntag». Darin erzählt er unter anderem, dass er eine Karriere im Tourismus seit seinem Studium angestrebt habe, «allerdings ohne konkrete Vorstellung». Zu seinem Führungsgrundsätzen zähle die Bildung eines «winning team» und die Bereitschaft als Chef, Angestellte ehrlich, offen und wertschätzend zu führen und selber Lernbereit zu bleiben. Und als Chef dürfe man auch mal Schwächen zeigen, wodurch man an Authentizität gewinne.

Das Reisegeschäft generell nennt Wieser «erstaunlich konjunkturresistent», aber auch «von anderen externen Faktoren stark abhängig» – und betrachtet dieses ökologisch eher kritisch, «denn sie erfordert hohen internationalen Güter- und Personenverkehr. Solange diese Transporte ihre externen Kosten nicht decken müssen, entstehen teilweise unsinnige Entwicklungen.»

Wieser erinnert sich auch an zwei Personalentscheide, bei denen er mit dem Kopf den Bauch überstimmte – und dies bereute: «Inzwischen gebe ich der Intuition mehr Gewicht.» Und seine Lebensweisheiten? «Mehr Leben, weniger Weisheiten.»

Lieber für 19 Wochen ins Hotel

Chalets und Apartmenthäuser mit mehrheitlich heruntergelassenen Storen dominieren in vielen Feriendestinationen das Ortsbild. Eine Entwicklung, die in der Schweiz 2012 zur Annahme der Zweitwohnungsinitiative führte. Diese hat den zügellosen Bau weiterer Unterkünfte seither zumindest ein wenig abgebremst. Dennoch haben immer noch viele Schweizer eine Zweitwohnung in den Bergen. Laut «NZZ am Sonntag» müsste aber eine Ferienwohnung im Durchschnitt während 19 Wochen im Jahr genutzt werden, damit sie sich gegenüber dem Hotel ausbezahlt. Tatsächlich nutzen die wenigsten Eigentümer ihr Zweitdomizil mehr als zwei, drei Wochen im Jahr. In vielen Regionen im Kanton Graubünden sowie am Genfersee und in Zürich könnte man über ein halbes Jahr im Hotel leben, und das wäre immer noch günstiger, als eine eigene Ferienwohnung zu haben. Auch die Vermietung zu Renditezwecken gestaltet sich bei den meisten Objekten schwierig: Es hat schlicht zu viele.

Derzeit seien mehr als 10‘000 Ferienobjekte zum Verkauf ausgeschrieben, die meisten in den Kantonen Wallis und Graubünden. Und das sind bei weitem nicht alle, von denen sich die Besitzer trennen wollen. Schon jetzt ist der Wohnungsleerstand in den alpinen, touristischen Gemeinden mehr als doppelt so hoch wie im Landesmittel. Vor allem für ältere Objekte, die sich in Mehrfamilienhäusern mit Sanierungsbedarf befinden, sei die Nachfrage eher bescheiden. Solche Objekte würden zunehmend auch von Eigentümern aus dem Ausland zum Verkauf angeboten, die – wie etwa in Grossbritannien und Italien – Steuern auf Immobilienbesitz in anderen Ländern zahlen müssen.

Unberührt von den Widrigkeiten des Marktes erscheint das Luxussegment, das nach eigenen Mechanismen funktioniert. 80% dieser Objekte sind frei stehende Chalets und Einfamilienhäuser. Die durchschnittliche Wohnfläche der Angebote beträgt 480 m2, die dazu gehörende Parzelle ist im Mittel 2500 m2 gross. Makler beobachten, dass vor allem Objekte in neuen Luxusüberbauungen auf erhöhtes Kaufinteresse stossen sowie Chalets mit Umbaupotenzial. Ältere Objekte mit nicht mehr zeitgemässem Komfort und Ausbaustandard können dagegen schnell einmal zu Ladenhütern werden.

Die Megafete der Winzer

Vom 18. Juli bis 11. August steigt in Vevey (VD) die «Fête des Vignerons», welche nur alle 20 Jahre stattfindet. Laut der «Schweiz am Wochenende» ist der ursprünglich kleine Umzug von Winzern zu einem der grössten Feste der Schweiz geworden. Jeden Tag werden 20‘000 Besucher, also so viele Einwohner wie Vevey selber hat, auf dem Festgelände erwartet.

Statt dass die Gäste ihre Blicke in die Ferne schweifen lassen, werden die Darstellerinnen und Darsteller Traditionen aus dem ganzen Land in die Arena tragen. Bislang war das Fest trotz seiner Grösse vorwiegend regional wahrgenommen worden, doch diesmal luden die Veranstalter marketingtechnisch geschickt sämtliche Kantone ein, sich an einem Umzug zu präsentieren. Niemand lehnte ab.

Auch heuer beginnt das Fest mit der Krönung der besten Rebarbeiter. Dieser Akt wurde von der «Confrèrie des vignerons» (wörtlich übersetzt «Winzerbruderschaft») vor ungefähr 250 Jahren eingeführt. Die Umzüge durch die Stadt hatte die Confrèrie aber bereits im 17. Jahrhundert veranstaltet. Die erste grosse Fête mit einer Tribüne auf dem Marktplatz fand dann 1797 statt.

Es ist die Mischung aus regionaler Verankerung und globaler Dimension, die den Charakter der Fête ausmacht. 2016 war sie in die Unesco-Liste des immateriellen Kulturerbes eingetragen worden, womit sie sich bestens in die Umgebung einfügt: Die Rebberg-Terrassen von Lavaux zählen schon länger zum Weltkulturerbe.

Firmen spüren «interne Influencer» auf

Influencer sind nicht mehr nur aufgrund hoher Follower-Zahlen in sozialen Medien hochbezahlte Werbeträger, sondern auch ganz normale Mitarbeitende. Wie die «SonntagsZeitung» schreibt, interessieren sich Unternehmen zusehends dafür, wer ihre eigenen einflussreichen Teammitglieder sind. Das Fachmagazin «Harvard Business Manager» spricht von einer «neuen, aufstrebenden Disziplin», die unter dem Kürzel ONA verankert ist: Organisational Network Analysis.

Das Rohmaterial liefern Daten, die aus Mails, Chats, Skype oder anderen Kommunikationskanälen angezapft werden, aber auch aus ganz normalen Mitarbeiterumfragen. Wer diese Datensätze geschickt verknüpft, kann das Beziehungsnetz einer Abteilung oder einer einzelnen Person abbilden und so herausfinden, wie Informationsflüsse in einer Firma laufen. Tatsächlich rückt das Beziehungsnetz der Mitarbeitenden als Schlüssel zur effizienten Zusammenarbeit ins Blickfeld der Chefs. Ein Problem dabei ist aber der Datenschutz. Die Datenanalyse müsse in einem Reglement festgehalten werden, das den Mitarbeitenden bekannt sei, stellt der Eidgenössische Datenschutzbeauftragte Adrian Lobsiger klar. Mit einem blossen Einverständnis des Arbeitnehmers ist es nicht getan, da dieser in einem Abhängigkeitsverhältnis steht und seine Zustimmung beschränkte Aussagekraft hat. Und Firmen, die Netzwerkanalysen bis in die Tiefe machen, geraten rasch in den Verdacht der Verhaltensüberwachung, die in der Schweiz gesetzlich verboten ist. «Die Zahl möglicher Datenquellen ist enorm, wenn man die ganzen Aktivitäten in sozialen Medien mit einbezieht», sagt Stadtfeld. «Auch Sensoren, die erfassen, wie Menschen sich in Bürogebäuden bewegen, sind schon längst auf dem Markt.»

Entscheidend für oder gegen einen Einsatz sei letztlich die Vereinbarkeit mit den ethischen Grundsätzen.

Das Revival des Hotel Fürigen

Seit vielen Jahren steht das Hotel Fürigen in Stansstad – nur rund einen Kilometer vom für 500 Millionen Franken brandneu erstellten Bürgenstock Resort entfernt - leer und lottert vor sich hin. Doch nun scheint sich etwas zu tun: Die «Zentralschweiz am Sonntag» hat trotz einem Medienstopp der Bauherrschaft Details ausfindig gemacht.

Damit auf Fürigen überhaupt etwas Neues entstehen kann, musste dafür vor zweieinhalb Jahren das gesamte Terrain von einer Kur- in eine Sondernutzungszone umgeteilt werden. Dieser wegweisende Entscheid fiel anlässlich einer Gemeindeversammlung. Nun gibt es eine Studienplanung als Grundlage für die künftige Bebauung. Dieser sieht «voraussichtlich zirka 80 Wohnungen in verschiedenen Grössen» vor, wie Wiget schreibt. An bester Lage des Grundstücks sei auch ein Panoramarestaurant geplant. Zudem werde das Gründerhaus vom Hotel Fürigen erhalten bleiben und entsprechend saniert werden.

Neue Gesetze in Rom

Für Besucher der «Ewigen Stadt» Rom gibt es wichtige Neuerungen, wie der «SonntagsBlick» schreibt. Ein überarbeitetes Gesetz sieht ein Verbot vor, sich als Gladiator oder Legionär zu verkleiden - da es immer wieder zu Vorfällen mit Touristenfängern kam, die als historische Gestalten kostümiert sind. Weiter sind künftig organisierte Sauftouren, sogenannte Pub Crawls, nicht mehr erlaubt. Auch für Rollkoffer und Kinderwagen gilt ab sofort ein Verbot – allerdings nur auf historischen Treppen. Im Gesetz enthalten sind auch ein Speisen- und Badebann, etwa für die berühmte Fontana di Trevi. Der entsprechende Passus wurde um ein Verbot «der Benutzung von Fontänen zur Abkühlung» ergänzt.

Vermischtes

  • In der «SonntagsZeitung» gibt es ein grosses Südtirol-Extra.
  • In der «Zentralschweiz am Sonntag» gibt es schöne Reportagen zu Rumänien, zu Sachsen und zum neuen Hotel Kronasar im Europa-Park.
  • Im «SonntagsBlick» gibt es eine 16-seitige kommerzielle Beilage zum Disneyland Paris.
  • Bei der «NZZ am Sonntag» fungiert diese Woche die «STIL»-Beilage quasi als Reiseteil und bietet mehrere grosse, lesenswerte Reportagen. Dabei geht es um Wanderungen im nordschwedischen Nationalpark Sarek, oder um den wieder aufkommenden Trend des traditionellen ­Südtiroler Heubads, oder um eine entspannte One-Way-Zugfahrt quer durch Kanada – von Toronto nach Vancouver - mit dem «Canadian», oder um Ausflüge auf die Scilly-Inseln ganz im Südwesten Englands, und zu guter Letzt noch um Sommerwanderungen im Gebiet Randen nordwestlich von Schaffhausen, wo die Natur noch intakt ist und man hin und wieder die selten gewordenen Feldhasen sieht.

(JCR)