Tourismuswelt

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Das Musikfestival Vibez wirbt mit Emirates als Hauptsponsor. Die Airline distanziert sich und ruft Anwälte auf den Plan. Bild: TN

Sponsoren-Schwindel am Vibez-Festival

Emirates wird als Hauptsponsor vom Bieler Vibez-Festival angepriesen – blöd nur, dass die Fluggesellschaft nichts davon weiss.

Vom 6. bis 8. Juni entsteht in Biel eine Festival-Stadt mit rund 45'000 Besuchern. Das Vibez-Festival holt während drei Tagen Künstler aus aller Welt auf die Bühne und bietet ein abwechslungsreiches Line-Up. Bekannte Artisten sind Gente de Zona aus Kuba, Rapper Gashi aus den USA oder der Schweizer Sänger Nemo.

Die Organisatoren sind ausserdem Stolz auf ihre Partnerschaften mit verschiedenen Sponsoren wie Coca Cola und Heineken. Als Hauptsponsor und «Presenting Partner» gab der Musikevent kürzlich auch Emirates Airline auf der Homepage sowie den Social Media Kanälen bekannt. Doch es dauerte nicht lange, bis Spekulationen und Gerüchte über die Echtheit dieser Partnerschaft auftauchten.

Denn blöderweise weiss Emirates nichts davon, Sponsor dieses Festivals zu sein. Heute gab Emirates in einem Statement bekannt: «Emirates bestätigt, dass es zu keinem Zeitpunkt irgendeine Art von Partnerschaftsvereinbarung mit Vibez gegeben hat. Emirates hat zu keinem Zeitpunkt einer Verwendung des Logos oder des Firmennamens in Verbindung mit der Veranstaltung zugestimmt.» Weiter schreibt die Airline, die Festival-Organisatoren auf den Missstand aufmerksam gemacht zu haben: «Nachdem Vibez der Aufforderung von Emirates nicht nachgekommen ist, haben die Anwälte der Fluggesellschaft die Organisatoren am 22. Mai 2019 in einer Unterlassungserklärung aufgefordert, alle Logos und Erwähnungen von Emirates aus allen Marketingmaterialien und Kommunikationskanälen zu entfernen. Vibez hat dies bis zum derzeitigen Zeitpunkt nicht getan, und Emirates hat daher seine Anwälte angewiesen, entsprechende rechtliche Schritte einzuleiten.»

Den Festival-Betreibern scheint dies indes schnurz zu sein. Sie posteten gestern Abend auf Instagram frischfröhlich weiter:

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Und was sagen die Veranstalter dazu? Bislang haben sie noch keine Äusserungen zu den Vorwürfen gemacht.

(NWI)