Tourismuswelt

Loch Ness_fernando-venzano.jpg
Ein Marketing-Gag schafft den nächsten: Lässt sich das Monster des Loch Ness (Bild) wirklich mit Haribo-Gummibärchen anlocken? Bild: Fernando Venzano

Bissige Haie und Hunde, saure und tote Passagiere sowie Gummibärchen im Loch Ness

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

In Bari statt in Cagliari gelandet

Die Airline, in diesem Fall Ryanair, flog zwar richtig, von Pisa nach Bari. Doch an Bord befand sich ein Herr, der ein Ticket von Pisa nach Cagliari auf Sardinien gekauft hatte. Dieser bemerkte den Fehler erst bei der Landung und liess seinem Ärger in schönem sardischem Dialekt Luft, was im Tweet unten festgehalten ist. Die Frage ist nun, wie ein Passagier mit einem zwar gültigen, aber auf einen anderen Flug ausgestellten Ticket auf diesen Flug gelangen konnte, ohne Hinweis auf seinen Fehler. Ach ja, der Flug war übrigens auch stark verspätet. Keine gute Publicity für Ryanair. [gelesen bei Unione Sarda]

Vom «emotional support pitbull» zerfleischt

In den USA darf so einiges Getier in der Flugzeugkabine mitfliegen, sofern man dieses für die Meisterung seines Alltags braucht. Das macht bei Blindenhunden natürlich Sinn, doch in den USA darf man sich auch auf die Vorteile des geliebten Tiers für die eigene Psyche berufen, weswegen man dann «emotional support animals» mit an Bord nehmen kann. Das waren bisweilen auch Truthähne oder Spinnen, doch werden die Regeln mitterweile verschärft. Leider war es im Herbst 2017 noch möglich, fast jedes Tier als «emotional support animal» dabei zu haben, und ein Mann namens Ronald Mundy durfte auf einem Delta-Flug von Atlanta nach San Diego seinen 25 Kilo schweren Pitbull auf seinem Schoss dabei haben - obwohl dies eigentlich gegen die Vorschriften der Airline verstösst, da grosse Support-Hunde am Boden zu verweilen haben. Nun denn, der Hund biss während dem Flug dem Passagier nebenan, Marlin Jackson, ins Gesicht. Dieser hat nun Delta Air Lines verklagt. Wie erwähnt hat Delta, gemeinsam mit anderen Airlines, zum Glück die Vorschriften für die Mitnahme von «emotional support animals» inzwischen verschärft. [gelesen bei NBC News]

Hai tötet Tourist auf Hawaii

Die Ferien auf Maui, der zweitgrössten Insel Hawaiis, endeten für einen 65-jährigen Kalifornier tödlich: Als er vor der Küste Kaanapalis im Wasser schwamm, wurde er von einem Hai attackiert. Obwohl ihn die Rettungskräfte sofort reanimierten, überlebte er den Angriff nicht. Welcher Hai ihn angriff, weiss man nicht. Zur Sicherheit ist der Strand noch bis am Sonntag gesperrt und es wurden Warnschilder aufgestellt. Die letzte tödliche Haiattacke auf Hawaii war im Jahr 2015 als eine Frau während dem Schnorcheln von einem Hai überrascht wurde. [gelesen bei Reisereporter]

Flugpassagier stirbt an Überdosis Kokain

Auf einem Flug von Mexiko nach Japan in einer Maschine von Aeromexico kam es zu einem Todesfall. Mitreisende bemerkten plötzlich, wie ein Japaner heftige Krämpfe bekam. So musste das Flugzeug nach zwei Stunden ausserplanmässig auf dem Flughafen General Ignacio Pesqueira Garcia im Norden Mexikos zwischenlanden. Dort stellten die Rettungskräfte den Tot des Reisenden fest. Wie sich später herausstellte, starb der Asiate an einer Überdosis Kokain – in seinem Körper wurden 246 Pakete mit einer Grösse von 2,5 Zentimeter gefunden. Seine Heimreise startete in Bogota, der Hauptstadt Kolumbiens. [gelesen bei Stern]

Deutsche wollen mit Gummibären das Seeungeheuer von Loch Ness anlocken

In Schottland spielte sich eine lustige Szene am Loch Ness ab: Eine Touristin warf Gummibärchen ins Wasser, um so das sagenumworbene Ungeheuer anzulocken. Gewählt hatte sie dafür den Colorado-Mix von Haribo, angelehnt an die deutsche Fernsehwerbung mit Michael Bully Herbig vom Jahr 2018. Sie sind nicht die einzigen, die auf diese Methode das Monster anzulocken versuchen. Denn Steve, der seit 1991 am Loch Ness nach dem Monster Ausschau hält, wunderte sich schon länger, warum deutsche Touristen mit Haribo-Packungen herumspazieren. Geklappt hat die aussergewöhnliche Methode bei diesen Touristen aber nicht – sie fuhren ohne eine Sichtung nach Hause. [gelesen bei Reisereporter]

(JCR)