Tourismuswelt

NZ2.jpg
Wer bei Air New Zealand am Notausgang sitzt, sollte sich das Sicherheitsvideo ansehen - ansonsten muss mit einem Rausschmiss gerechnet werden. Bild: masak2_ukon

Air New Zealand schmeisst Paar aus dem FlugzeugSchweizer sitzen in der Mongolei in Quarantäne

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Air New Zealand schmeisst zwei Passagiere aus dem Flugzeug.

Die Air New Zealand schoss am Dienstagmorgen ein Pärchen aus dem Flugzeug. Grund: Der Mann und die Frau weigerten sich das obligatorische Sicherheitsvideo anzuschauen. Stattdessen starrten die beiden auf ihr Handy. Passagiere beschrieben das Paar als «gut betucht». Die Maschine, die von Wellington nach Auckland fliegen sollte, musste sogar wieder ans Gate zurückfahren. Damit verzögerte sich der Abflug um 25 Minuten. Während das Flugpersonal das Sicherheitsvideo abspielte, las die Frau unbeeindruckt in ihrem Buch weiter. Danach nahm sie ihr Handy in die Hand – ihre männliche Begleitung tat es ihr gleich. «Könnten Sie sich bitte das Video anschauen?», fragte eine Flugbegleiterin die beiden mehrmals freundlich. Die Frau interessierte das aber nicht und hielt sich einfach die Ohren zu. Da das Pärchen am Notausgang sass, war es in ihrem Fall besonders wichtig, dass sie sich die Instruktionen anschauen. Denn: Ansonsten durfte das Flugzeug nicht starten. Die Polizei, die am Flughafen auf sie wartete, teilte mit, dass die beiden gegen die Vorschriften der Zivilluftfahrtbehörde verstossen hätten. Welche Konsequenzen der Vorfall für den Mann und die Frau haben wird, ist noch unklar. (Gelesen bei Blick)

Schweizer Touristen sitzen wegen Pest in der Mongolei fest

Rund ein Dutzend Touristen aus der Schweiz sitzt in der Mongolei wegen Beulenpest in Quarantäne. Insgesamt werden 158 Ausländer unweit der Grenze zu Sibirien wegen Ansteckungsgefahr festgehalten. Zuvor war ein einheimisches Ehepaar nach dem Verzehr von rohem Murmeltierfleisch an der hochgefährlichen Infektionskrankheit gestorben. Die Gesundheit der Schweizer sei nicht in Gefahr. Die mongolischen Behörden haben die Dauer der Quarantäne bislang nicht begrenzt - sie könnte 21 Tage umfassen und betrifft die ganze Stadt Ölgii in der westmongolischen Provinz Bajan-Ölgii an der Grenze zu Sibirien. Ebenfalls in Quarantäne gehalten werden Touristen aus den USA, den Niederlanden, aus Schweden, der Schweiz, Deutschland und Südkorea. (Gelesen bei BaslerZeitung)

Mann stürzt in Vulkan - und überlebt

Sowas gibt es sonst nur in Filmen: Ein 32-jähriger Mann fiel letzte Woche bei einem Besuch des Hawai’i Volcanoes National Park in den Vulkankrater des Kilauea. Er war zuvor über eine Schutzabsperrung beim Steaming Bluff Overlook hinweggeklettert, um einen besseren Blick auf den Krater zu erhaschen. Daraufhin rutschte er aus und fiel rund 20 Meter tief auf einen Felsvorsprung - der Krater ist an dieser Stelle aber fast 100 Meter tief. Der schwer verletzte Mann konnte mit Armeehelikoptern gerettet werden. Der Kilauea war nach einem Ausbruch im Mai 2018 erst kürzlich wieder für Besucher eröffnet worden. [gelesen bei Hawaii News Now]

Betrug bei Silversea

Die Luxuskreuzfahrt-Reederei Silversea geht aktuell in Australien gerichtlich gegen eine frühere Buchhalterin vor: Während vier Jahren unterschlug Mary Ann Abellanoza von ihrem Arbeitgeber insgesamt 3,5 Millionen AU-Dollar (rund 2,5 Millionen Franken). In insgesamt 98 Fällen wird ihr Betrug vorgeworfen; die 53-jährige Philippinerin bestreitet die Anklage auch gar nicht. Das Problem ist jedoch, dass ihr Ehemann nichts von den betrügerischen Vorgängen gewusst haben soll und davon ausging, dass diverse Reisen durch Glücksspielgewinne seiner Frau finanziert wurden. Für Silversea heisst das, dass man bei Familie Abellanoza lediglich 1829 Dollar - ihr gesamtes aktuelles Vermögen - zurückfordern kann. Der Fall wird von Silversea nun weitergezogen.  [gelesen bei Sydney Morning Herald]

Flixbus lässt Fahrgäste einfach nachts im Ausland stehen

Sie wollten ein verlängertes Wochenende in der italienischen Stadt Como verbringen und Mittwochnacht zurück nach München fahren. Der Kurztrip wurde ihnen allerdings unfreiwillig um eine Nacht verlängert. Denn die Fahrgäste standen am Bussteig bereit – vom gebuchten Flixbus war aber weit und breit keine Spur. Die Fahrt von Como nach München fiel an diesem Tag aus. Das wäre vielleicht noch irgendwie verschmerzbar gewesen – wenn Flixbus die Betroffenen vorher in Kenntnis darüber gesetzt hätte. Das sei allerdings nie passiert. Nicht mal in der Flixbus-App habe es Informationen zum Fahrtausfall gegeben. (Gelesen bei DerWesten)

Ein Stein ist nach 60 Jahren wieder in Stonehenge

Wussten Sie, dass Stücke des jungsteinzeitlichen Bauwerks Stonehenge in England seit 1958 fehlte? Damals waren aus einem querliegenden Stein drei röhrenförmige Steinfragemte herausgebohrt worden, um den fragilen Stein mit Eisen zu armieren. Das Problem: Niemand wusste seither, was aus diesen Steinfragmenten wurde. Zwei fehlen noch, das Dritte ist gefunden: Ein britischer Arbeiter, der damals an den Bauarbeiten in Stonehenge beteiligt war, hat 60 Jahre später den Stein an «English Heritage» zurückgegeben. Dieser soll nun untersucht werden und weitere Aufschlüsse über das rätselhafte Steingebilde erlauben. [gelesen bei BBC News]

(TN)