Tourismuswelt

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Eine Branche, eine Stimme: Prisca Huguenin-dit-Lenoir (Hotelplan Suisse), Markus Flick (DER Touristik Suisse) und Bianca Schmidt (TUI Suisse) wollen gemeinsame Sache machen. Bild: HO

TUI-Tretboote, Zürich ohne Ü-Pünktchen und HP-DER-TUI-Fusion

Heute haben uns auffallend viele Meldungen erreicht, bei denen wir zweimal hinschauen mussten.

Pünktlich zum 1. April hin trafen heute zahlreiche überraschende Bekanntgaben bei uns ein, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen:

Aus Hannover, nicht zwingend als Hochburg des Scherzes bekannt, traf diese Meldung ein: TUI Cruises lancieren «Mein Tretboot». Ab Anfang Mai 2019 sollen auf Gewässern deutscher Städte sowie an diversen Badeseen Verleihstationen von «Mein Tretboot» geöffnet werden. Bereits im Mietpreis von 19,90/Stunde inkludiert ist das von der Mein Schiff Flotte bekannte Premium Alles Inklusive-Paket. Darin enthalten ist ein kleiner Picknickkorb mit hochwertigen Speisen und Getränken, die die Tretboot-Tour abrunden. Darüber hinaus hat sich TUI Cruises einen besonderen Service ausgedacht: Ausflügler, die keine Lust haben selbst zu treten, können sich mit dem Paket «Die ganz grosse Freiheit» vollkommen verwöhnen lassen: Für nur zusätzlich 39,90 Euro ist neben Speisen und Getränken auch ein Tretboot-Fahrer dabei, der kräftig in die Pedale tritt.

Aus Glattbrugg, während 364 Tagen im Jahr ansonsten mit Spässchen zurückhaltend, traf eine Meldung ein, die dem Dienst habenden Redaktor eine halbe Sekunde lang das Blut gefrieren liess: TUI Suisse, DER Touristik Suisse und Hotelplan Suisse fusionieren. Zumindest die Medienstellen der drei grossen Veranstalter, geht aus der Meldung hervor. Im Wortlaut: Aufgrund der Konfrontation von mehrheitlich gleicher Fragestellungen der Journalisten haben sich die drei Mediensprecher Bianca Schmidt (TUI Suisse), Prisca Huguenin-dit-Lenoir (Hotelplan Suisse) und Markus Flick (DER Touristik Suisse) entschieden, ihre kommunikativen Dienstleistungen gemeinsam unter einem Dach zusammenzuführen. So können gleiche Anfragen, wie beispielsweise zu Buchungsständen, Preis- und Produkt-Angeboten, Trenddestinationen oder bei Krisen, effizient und ausgeglichen beantwortet werden.

Aus der Zürcher Falkenstrasse, dem Sitz der NZZ und damit der Seriosität schlechtin, traf diese tourismusrelevante Nachricht ein: Zürich wird zu Zurich. Die im Präsidialdepartement angesiedelte Abteilung Stadtentwicklung wolle auf Antrag der Standort- und der Tourismusförderer in allen amtlichen Dokumenten, Publikationen und Beschilderungen die Ü-Pünktchen loswerden und einzig noch die Schreibung «Zurich» akzeptieren. Nur so könne man sich im globalen Kontext als Brand positionieren.

Aus Calgary, auch ein lustiges Pflaster, traf eine Meldung der Billig-Airline Swoop ein. Diese lanciert flottenweit den Liegesitz, der mit Münzeinwurf bedient werden muss. Der Münzschlitz befindet sich in der Armlehne. Wer den Sitz um 10 Grad senken will, zahlt einen Dime, also 10 Cent. Um den Sitz horizontal zu stellen, benötigt man folgerichtig 90 Cents.

Und aus Montego Bay, vom Hauptsitz der Sandals Resort und der Hochburg des Grasrauchens, traf diese Meldung ein: die Sandals Resorts haben per 1. April 2019 den weltweit ersten dreistöckigen Pool samt Glasböden lanciert. Mit dem Lift gehts hinauf ins oberste Level, dem Whirlpool, von wo aus das türkisfarbene Meer angehimmelt werden kann.

(TN)