Tourismuswelt

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Der Tower fragte zweimal nach, als der Pilot der Saudia-Maschine darum bittet, umzudrehen. Eine Mutter hat ihr Baby im Terminal vergessen. Bild: Saudia Airlines.

Mutter vergisst Baby im TerminalAlbanien wirbt mit organisiertem Verbrechen

Auch das ist diese Woche in den Tourismushochburgen und an den Stränden der Welt passiert.

Pilot bittet umzukehren: Mutter hat Baby in Terminal vergessen

Die Saudia-Maschine war am Wochenende auf dem Weg von Dschidda nach Kuala Lumpur, als sich die Passagierin an die Crew wendet: Die Frau hatte ihr Baby in der Boarding-Zone am Terminal des Internationalen König-Abd-al-Aziz-Flughafens liegen lassen. Als sich die Maschine mit der Flugnummer SV832 in der Luft befand, bekamen die Mitarbeiter am Tower eine Meldung vom Piloten, bei der sie noch einmal nachfragen mussten. Er wiederholte seine Bitte: «Wir haben gesagt, eine Passagierin hat ihr Baby im Terminal gelassen und weigert sich, den Flug fortzusetzen.» Damit ein Flugzeug umkehren darf, muss es einen triftigen Grund geben, wie etwa einen medizinischen Notfall. Doch der Pilot der Saudia-Maschine mit dem vergessenen Baby war sehr überzeugend. Die Tower-Mitarbeiter gaben ihm schliesslich die Freigabe: «Okay, kommen sie zurück zum Gate. Das ist eine völlig neue Situation für uns.» (Gelesen bei Süddeutsche)

«Be Taken by Albania» – Albaniens bizarre neue PR-Kampagne

Strände, hoch aufragende Berge, antike Ruinen. Und Entführer. Und genau das vermeintlich organisierte Verbrechen verwendet Albanien in seiner neuen Tourismuskampagne: «Be Taken by Albania» – offiziell angelehnt an den Film «Taken», der 2008 erschien und in dem Liam Neeson als Vater den albanischen Entführer seiner Tochter nachjagt. Die Kernaussage der Kampagne: Albanien wird in der Popkultur als Zufluchtsort für Schläger, Verbrecher und Gangster gezeigt - in Wirklichkeit ist Albanien ein wunderschöner und unglaublich sicherer Ort zum Besuchen und Leben. Es wird sich zeigen, ob die leicht bizarre PR-Kampagne tatsächlich mehr Touristen ins Land lockt. (Gelesen bei TakenbyAlbania)

Australische Touristen fahren mit Geländewagen durch See

Die anderen anwesenden Touristen waren fassungslos: Eine Gruppe junger Australier war am Blacksmith's Beach am südlichen Ende eines 14 km langen Sandstrands in New South Wales unterwegs. Der Strand ist bei Allradfahrzeug-Lenkern beliebt. Doch die Australier gaben sich nicht wie andere mit dem Strand zufrieden: Sie versuchten einen See zu durchqueren. Und zwar in einem Geländewagen. Dabei war zeitweise nur noch die obere Hälfte des Toyota Hilux zu sehen. (Gelesen bei DailyMail)

Ob sie es schaffen, zeigt das Video.

Zu freizügig, bitte das Flugzeug verlassen!

Eine Reise an die Wärme? Da kann man schon mal auf die Idee kommen, sich in ein Sommer-Outfit zu schmeissen. Das dachte sich auch eine junge Britin, die mit Thomas Cook nach Teneriffa fliegen wollte. Die Fluggesellschaft sah das jedoch anders: Die 21-Jährige wurde beim Betreten des Flugzeuges von der Besatzung angewiesen, sich etwas über das doch eher freizügige Crop-Top überzuziehen. Ansonsten müsse sie das Flugzeug verlassen, wurde sie ermahnt. Die Touristin informierte sich auf der Webseite der Airline über allfällige Kleidervorschriften und fand keine Anweisung, die gegen ihre Bekleidung sprach. Auch auf die Frage an die restlichen Passagiere, ob ihr Outfit belästigend sei, antwortete niemand. Thomas Cook sah, nach dem viral gegangen Tweet der jungen Britin, das Fehlverhalten der Besatzungsmitglieder ein und entschuldigte sich öffentlich. (Gelesen bei Stern)

Motorradfahrer beschiessen Air-Europa-Crew in Venezuela

Im Krisenland Venezuela haben Unbekannte eine Crew der auf Mallorca beheimateten Fluggesellschaft Air Europa beschossen. Die Besatzungsmitglieder befanden sich am Samstag auf dem Weg vom Flughafen Caracas-Maiquetía zu ihrem Hotel, als mehrere Motorradfahrer die Verfolgung aufnahmen. Es gelang ihnen jedoch nicht, die vier Piloten und 16 weiteren Crew-Mitglieder zu verletzen. Air Europa kündigte daraufhin an, die Besatzungsmitglieder nicht mehr in Caracas übernachten zu lassen. Künftig werde dies in Punta Cana in der Dominikanischen Republik getan. Venezuela befindet sich momentan in einem noch chaotischeren Zustand als bereits in den vergangenen Jahren. Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó und der linksgerichtete Staatschef Nicolás Maduro liefern sich einen Machtkampf. Die ohnehin schon seit Jahren bestehende allgemeine Unsicherheit nimmt derweil stetig zu. (Gelesen bei MallorcaMagazin)

(TN)