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Messeleiter Mario Kovacevic freute sich über die gute Resonanz der neu geschaffenen Themenbereiche. WEITERE BILDER zur Ferienmesse in der Bildstrecke - einfach aufs Hauptbild klicken. Alle Bilder: JCR

Ferienmesse Bern: «Das neue Besucherkonzept hat sich bewährt»

Mario Kovacevic, Leiter der Ferienmesse Bern, zieht eine positive Bilanz der diesjährigen Ausgabe, welche allerdings als «Zwischenjahr» gilt. Im kommenden Jahr soll es wieder richtig aufwärts gehen.

Vom 24.-27. Januar fand mit der Ferienmesse Bern die zweite der noch drei grossen Schweizer Ferienmessen statt. Insgesamt zog die Ferienmesse Bern 37'600 Besucher an - was ganz leicht unter dem Vorjahresniveau (damals wurden offiziell 38'000 Besucher gemeldet) liegt. Damit zeigt sich Mario Kovacevic, welcher erstmals die Ferienmesse Bern leitete, durchaus zufrieden. Besonders erfreulich war dies insofern, als er die Ausgabe 2019 als eine Art «Zwischenjahr» betrachtet: «Wir haben die Messe neu strukturiert und neue Themenbereiche integriert. Darüber hinaus fand die Messe später als üblich statt. Wir konnten davon - von der zeitlichen Nähe zur Fespo - noch nicht genügend profitieren. Wir behalten jedenfalls auch im kommenden Jahr den Zeitpunkt eine Woche vor der Fespo und hoffen, dann noch mehr ausländische Aussteller anlocken zu können, welche dann mit überschaubarem zeitlichem Aufwand an zwei Schweizer Ferienmessen Präsenz zeigen können.» Die nächste Ausgabe der Ferienmesse Bern findet vom 23. bis 26. Januar 2020 statt.

Die angesprochene neue Strukturierung betraf die Einteilung der Messe in diverse Themenbereiche. So gab es die vier Bereiche ‹Berge & Wasser›, ‹Meer & Mehr›, ‹Mind & Body› sowie ‹Bus & Reisen›. Die Signaletik kann man diesbezüglich vielleicht noch verbessern: laut Kovacevic stiess die Einteilung aber auf viel positive Resonanz. Als sich Travelnews am Freitag vor Ort in den Hallen umhörte, erhielten wir das übliche Potpourri an Meinungen: Es gab die Zufriedenen und die Unzufriedenen, es gab jene, die tags zuvor mehr Besucher hatten und vom Freitag enttäuscht waren und jene, die es genau umgekehrt erlebten, es gab solche, die über das Durchschnittsalter der Besucher klagten und andere, denen genau dies recht war, es gab die mit der Standplatzierung Unzufriedenen und jene, die den Ausstellermix beklagten. Man kann es eben nicht allen Recht machen - und ja, am Freitagnachmittag war gerade in den Hallen ‹Bus & Reisen› oder ‹Mind & Body› relativ wenig los. Jedoch hörte man immer wieder davon, dass die Besucherqualität gut sei, dass wertvolle Kontakte hergestellt wurden, sogar der eine oder andere Abschluss getätigt wurde. Eigentlich «courant normal» für eine Ferienmesse.

Apropos Ausstellermix: Kovacevic räumt ein, dass der Verpflegungsbereich in der Halle ‹Meer & Mehr› grösser gestaltet wurde als in den Vorjahren. Ist das ein Problem? Mitnichten - trotz guter Auslastung brauchte niemand für seine Verpflegung anzustehen. Und nachdem der Kern der Reisebranche nicht gerade wächst, ist es nur normal, wenn in den Messen auch Themen behandelt werden, die an der Peripherie von Ferien und Reisen stehen. Im neuen Bereich «Mind & Body» erfuhr das Publikum in Workshops und Präsentationen alles rund um Wellness, Ernährung und Erholung. «Themen rund um das körperliche Wohl nehmen in unserem Alltag eine immer wichtigere Rolle ein. Deshalb haben wir uns entschlossen, diesen Trend in die Ferienmesse zu integrieren», so Kovacevic.

Gutes Besucherresultat angesichts der Konkurrenzlage

Auch das Programm der Vorträge und Präsentationen konnte sich sehen lassen. Hier konnten die Besucher den Erfahrungsberichten und Insidertipps über das Reisen im australischen Outback, die Highlights in Alaska oder die Wanderroute von Nazareth nach Bethlehem lauschen. Es liegt in der Natur der Sache, dass das Informationsprogramm gleichzeitig Leute anzieht und damit den Ständen natürlich Leute entzieht. Verzichten würde niemand darauf.

Angesichts der Tatsache, dass in Bern gleichzeitig zur Ferienmesse Bern auch die Hochzeitsmesse MariNatal sowie die Museen-Fachmesse Cultura-Suisse stattfanden, und dies ebenfalls auf dem Gelände der Bernexpo, darf Kovacevic mit dem Erreichten durchaus zufrieden sein. Für einige geladene Ausstellergäste und Partner gab es übrigens abends noch einen kleinen Sonderevent: In der benachbarten Postfinance-Arena konnte man in der Bernexpo-eigenen Lounge dem «Seeland-Derby» zwischen dem SC Bern und dem EHC Biel folgen und gleichzeitig netzwerken sowie feines Fondue Chinoise probieren. Exzellente Stimmung und viel positives Feedback zur Messe gab es da. Und Kovacevic erklärte, dass die Ferienmesse Bern 2020 «richtig Gas» geben werde. Wir sind gespannt.

(JCR)