Ferien in der Schweiz

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Das WOW-Museum ist vom Hauptbahnhof Zürich in etwa 12 Minuten Fussmarsch zu erreichen. Bilder: TN

Räume voller Illusionen

Die Tage werden kürzer, das Wetter schlechter und die eigenen vier Wände langsam aber sicher etwas langweilig. Wir stellen euch das WOW-Museum in Zürich vor, welches sich perfekt für einen verregneten Wochenend-Tag eignet.

Wir wollten raus. Etwas unternehmen. Einfach nicht mehr die eigenen (oder deren unserer Freunde) vier Wände ansehen. Seit anfangs der Corona-Pandemie probierten wir unseren persönlichen Traffic auf niedrigem Niveau zu halten. Doch letztes Wochenende haben wir uns entschieden, wieder einmal an einen Ort zu gehen, an dem bestimmt viele fremde Menschen sind. Wir besuchten das WOW-Museum in Zürich. Hier verliert man sich auf drei Etagen und über 400 Quadratmetern in der Unendlichkeit, stehst du Kopf, täuschst du dich in Distanzen, verändert sich deine Perspektive und wunderst dich über deine eigene Wahrnehmung.

Ein wahrhaftig guter Entscheid, dass wir diesen Ausflug gemacht haben! Das Museum bietet alle paar Meter einen Desinfektionsspender, es galt absolute Maskenpflicht (ausser wenn Fotos geschossen wurden) und wenn man sich für das Museum anmeldete, bekam man einen zeitlich begrenzten Slot, in welchem man das Museum betreten durfte. So hatten wir während dem Besuch keine schlechten Gedanken, oder Angst, im Museum sei das Risiko höher, sich anzustecken als im Zug von Luzern nach Zürich. Wir meldeten uns also für den Sonntagnachmittag an und unser Einstiegsslot war zwischen 14:00 und 15:00 Uhr.

Wollte man einen Illusion-Raum betreten, halfen die jeweiligen QR-Code (siehe Bild) meist gleich neben dem dazugehörigen Raum. So mussten wir lediglich den QR-Code scannen und ganz lesen, was in diesem Raum gemacht werden musste, oder was zu sehen war. Es war immer wieder erstaunlich, wie unsere Augen und unser Hirn teilweise irritiert wurden, von gewissen Illusionen. Mit der Zeit waren die Augen auch etwas überbeansprucht und man musste sich eine kurze Pause gönnen. Doch nicht nur für die Augen gab es anstrengende Phasen, auch die geschickten Hände mussten bei einigen Aufgaben mithelfen - beispielsweise beim spiegelverkehrten Zeichnen.

Zwar erhielt man eine klare Angabe, von wann bis wann eingecheckt werden durfte, doch bleiben konnten wir so lange wie wir wollten. Die Personen-Anzahl war stets angenehm und man musste an den meisten Räumen nur kurze Zeit warten. Kleiner TIPP: Zieht definitiv ein T-Shirt an! Dadurch dass gewisse Räume relativ klein waren, war es sehr heiss im Museum.

Grundsätzlich ist das WOW-Museum für jeden, ob Gross oder Klein, ein Erlebnis. Allerdings muss bei einigen Bildern oder Gegenständen etwas Geduld mitgebracht werden, was für Kleinkinder nicht sehr geeignet ist.

(NIM)