Ferien in der Schweiz

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Die Zunge des Gauligletschers endet derzeit auf 2150 Metern und kalbt in zwei Seen. Aus diesen Seen fliesst durch das Urbachtal das Ürbachwasser ab, das bei Innertkirchen in die Aare mündet. Bild: Swiss-Image, Martin Mägli

Diese 10 einsamen Bergtäler kennen Sie noch nicht

Einen Ausflug abseits des Rummels – aber wohin bloss? Diese zehn Täler locken mit einer fantastischen Natur und tollen Aussicht.

Val Tuors GR

Val, wie bitte? Tuors? Ja, dort sollte man einmal hin. Wer auf der Suche nach einem einsamen Bergtal ist, für eine fantastische Wanderung in der Natur, sollte sich dieses Tal bei Bergün GR merken. Blühende Alpweiden, sprudelnde Bergbäche und Bergseen, Mineral- und Schwefelquellen und vergletscherte Berggipfel gehören hier zum Wandererlebnis. Das Val Tuors selbst besteht aus sieben grösseren und kleineren Maiensässiedlungen und ist nicht ganzjährig bewohnt. Von Beginn an, wenn Sie von Bergün aus nach Tuors wandern, tauchen Sie ein in ein zwar wildes, aber landschaftlich einzigartiges Bergtal. Weitere Infos.

Val Frisal GR

Das drei Kilometer lange Hochtal Val Frisal liegt auf 1900 m ü. M. oberhalb von Brigels und bildet einen muldenförmigen Gletscherabschluss. Wer die Ebene des Hochtals auf der rechten nördlichen Talseite entlang wandert, gelangt bis zu den Gletschervorfeldern bei Durschin. Die Gletscher und Schneefelder, die Wasserläufe und das Flachmoor mit einzigartiger Flora und Fauna geben dem Val Frisal einen natürlichen meditativen Charakter. Das Val Frisal wurde in die Inventare der Flachmoore und Geltschervorfelder von nationaler Bedeutung aufgenommen. Weitere Infos.

Murgtal SG

Eingebettet in einen wildromantischen Bergkessel liegen die drei Murgseen. Bäche, Seen, Wasserfälle, Steingärten und ein geschütztes Arvenwaldreservat prägen diese Rundtour. Über die Murgseefurggel erreicht man die Murgseen, eingerahmt in einem Kranz von Bergen. Das Murgtal ist nicht nur ein landschaftliches Juwel, sondern auch in botanischer und geologischer Hinsicht ein Prunkstück und steht auf der Liste der zu erhaltenden Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung. Weitere Infos.

Bisisthal SZ

Landschaftlich eindrückliche Wanderung im Quellgebiet der Muota in der Zentralschweiz: Von Bisisthal  (848 m) mit seinen lieblichen Hügeln und der Herz-Jesu-Kirche geht es inmitten imposanter Berge und Felswände hinauf zur aussichtsreichen Glattalp Hütte (1.896 m), wo man auf der schönen Hochebene das Panorama mit Paff, Hängst, Signalstock und Rot Nossen geniessen kann. Bei Mütschen führt der Weg durch klassisches Karstgelände bevor man zum Hochplateau der Glattalp gelangt. Die Aussicht auf der Glattalp ist grandios. Weitere Infos.

Urbachtal BE

Das Urbachtal in ein wunderschöner Talkessel südlich von Innertkirchen und der Ausgangspunkt des Bergweges zur Gaulihütte. Die Hochebene auf ca. 800 m ist, abgesehen von ein paar Bauern mit ihren Kühen, einsam und verlassen. Das Urbachtal verläuft parallel zum berühmten Rosenlaui (Reichenbachtal), bekannt durch den Aufstieg zur Grossen Scheidegg. Die beiden Täler werden durch die mächtigen Engelhörner getrennt. Durch einen feuchten Waldahorn- und Fichtenwald erklimmen man eine Stufe bis zur Alp Schrätteren. Über eine weitere Steilstufe erreicht man den Mattenalpsee. Von hier führt der Weg durch eine Rundhöcker- / Moorlandschaft zur Gaulihütte (2.205 m) in den Berner Alpen. Weitere Infos.

Val de Réchy VS

Das ursprüngliche Val de Réchy südlich von Sierre bietet für Wanderer ein faszinierendes Naturerlebnis: natürlich verlaufende Bäche, Bergseen und Flachmoore mit interessanten Pflanzen prägen die Tours. Das Tal wird im oberen Teil durch keine Strasse erschlossen, bietet also ideale Voraussetzungen, um in Ruhe zu wandern und Tiere zu beobachten. Die Landschaft ist von den Eiszeiten geprägt: Rundhöcker, Moränen und Karmulden zeugen von vergangenen Gletschern. Weitere Infos.

Weidende Pferde oberhalb von Vercorin, mit Blick ins Val de Rechy. Bild: Swiss-Image, Marcus Gyger

Chaltbrunnental BL

Die schöne Wanderung von Grellingen nach Meltingen durch das idyllische Chaltbunnental mit seiner wunderbaren Natur ist ein Abenteuer für Gross und Klein und ein toller Familienausflug. Zu den Highlights gehören prähistorische Höhlen, die Ruine Gilgenberg, die Kirche Meltingen, das Kloster Beinwil die Hammerschmiede in Beinwil und das Servelat bräteln im lauschigen Wald. Weitere Infos.

Breccaschlund FR

Der Breccaschlund ist eines der schönsten Alpentäler. Gletscher haben vor Zehntausenden von Jahren ein faszinierendes Landschaftsbild mit eigenartiger Ausstrahlung geschaffen. Eine wilde und zugleich verwunschene Gegend ist der Breccaschlund oberhalb des Schwarzsees. Es ist die Heimat einer Vielzahl von Alpenblumen und Alpentieren und reich an Sagen. Alptraditionen werden nach wie vor gelebt und Wanderer sind gern gesehene Gäste in den Sennereien. Unser Geheimtipp. Weitere Infos.

Vallon de Nant VD

Das Vallon de Nant wird von Bex aus erreicht. Das niederschlagsreiche Tal ist Naturschutzgebiet, beginnt beim Pont de Nant (1253 m) und steigt bis in die Schneeberge der Dents de Morcles. So klein das Tal ist, so reich ist seine Vegetation. Laub- und Tannenwald, verschiedene Beeren und mehr als 1000 diverse Pflanzen wurden auf den unterschiedlichen Höhenstufen gezählt. Dieser Reichtum an Pflanzen war der Anlass, dass das Tal 1969 unter Schutz gestellt wurde. Weitere Infos.

Val Calnègia TI

Das Hochtal Val Calnègia, ein Seitental des Bavonatals öffnet sich oberhalb von Foroglio. Es ist nur zu Fuss über eine Wanderung erreichbar und belohnt mit einem untergetauchten Bach, ungewöhnlichen Häusern und einer einzigartigen Umgebung. Gewaltige Naturkräfte haben das Val Calnègia geprägt: langsames Gletscherfliessen, Erdrutsche, Erosionen, Lawinen und Überschwemmungen. Weitere Infos.

Die Val-Calnegia-Wanderung führt über Steinbrücken wie diese hier bei Cevio. Bild: Swiss-Image, Roland Gerth

(GWA)