Meetings & Konferenzen

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Streifzug mit der Virtual-Reality-Brille

Das Hotel und Businesszentrum Trafo in Baden lässt sich neuerdings auf unkonventionelle Art inspizieren.

Der Trafo-Komplex in Baden in ehemaligen Fabrikationsstätten der Firma Brown Boveri (später ABB)  ist ein Erinnerungsort für das vergangene industrielle Zeitalter: Unter einem Dach befinden sich eine riesige ehemalige Fabrikhalle (die Halle 37), die zum 1400 Quadratmeter grossen, gedeckten «Stadtplatz» umfunktioniert wurde und für Grossanlässe gebucht werden kann. Es gibt Kinos, zwei Shopping Malls und diverse kleinere und grössere Konferenz-, Seminar- und Event-Räume. Hier ist auch das Trafo Hotel mit 81 Zimmern einquartiert.

Von sämtlichen 45 Einzelzimmern des Dreisterne-superior-Hauses blickt man auf diesen «Stadtplatz», der in vielfarbiges Licht getaucht wird, wenn die Sonne durch die farbenfrohen Glasfenster scheint. (Die etwas grösseren Doppelzimmer gehen auf eine Zufahrt hinaus.) Trafo-Komplex und Trafohotel weisen aber nicht nur in die industrielle Vergangenheit, sondern auch in die virtuelle Zukunft: Wer sich für das Haus interessiert kann nämlich – ein Novum in der Schweizer Hotellerie – einen virtuellen Rundgang durch den Komplex buchen.

«Im November 2014 eröffnete das Trafo Baden nicht nur die zusätzlichen Event-Hallen 36 und 37, sondern auch sechs neue Seminarräume und das Trafo Hotel mit 81 Zimmern. Dabei war uns wichtig, einen Weg zu finden, potentiellen Kunden das neue, grössere Trafo zu zeigen, ohne dass alle nach Baden kommen müssen – obwohl Baden natürlich eh jederzeit eine Reise wert ist, aber dies nur am Rande…», heisst es dazu auf der Webseite.

Raus aus dem Zimmer mit Blick auf den Boden

Der virtuelle Besuch beginnt damit, dass man bei Trafo eine Virtual Reality-Brille ordert, die in einem Karton-Umschlag nach Hause geliefert wird und sich einfach zusammensetzen lässt. Dazu gehört ein Download-Link für die App TrafoVision. Mit dem Smartphone scannt man nun den QR-Code und lädt die App runter. Wenn die Brille zusammengesetzt ist, startet man die App und legt das Smartphone in die Brille ein. Wer jetzt durch die Brille blickt, sieht eine Übersicht über den Trafo-Komplex. Die einzelnen Räume sind mit einem Punkt gekennzeichnet. Man richtet jetzt den Blick so lange auf jenen Punkt, den man gerne besuchen würde (Hotel, Kino, Shopping Mall, Seminarräume etc.), bis dieser seine Farbe verändert. Der Raum wird jetzt hochgeladen, und der Betrachter wird visuell in den Raum geleitet. Aus dem Raum wieder aussteigen kann man, indem man den Blick auf den Boden richtet.

Die App funktioniert mit den Betriebssystemen von Apple und Android. Das Windows Phone wird zur Zeit nicht unterstützt. Ideal geeignet sind iPhone 5 und 6 (6+ ist zu gross), Samsung Galaxy und LG Nexus 5. Andere Smartphones können benutzt werden, wenn sie a) in die Brille hineinpassen und b) trotz Gummiband nicht herausrutschen, heisst es bei Trafo.

Zwar falle die Reaktion der Kunden sehr positiv aus, heisst es bei den Trafo-Leuten. Wem die Applikation samt Virtual Reality-Brille trotzdem zu kompliziert ist, der kann auch ganz einfach auf seinem PC oder Tablet einen virtuellen Rundgang absolvieren. Nur die dritte Dimension fehlt dann natürlich.

(AKV)