Kuoni aber sicher

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Dieser Anlass nahm die Entwicklung etwas vor: Annette Kreczy (CSO DER Touristik Suisse 2.v.r.) eröffnet gemeinsam mit (v.l.) Dieter Zümpel (CEO DER Touristik Suisse), Konrad von Niederhäusern Verkaufsleiter PKZ Schweiz) und Carol Ackermann (Filialleiterin Kuoni Bahnhofstrasse ZH) die damals neu gestaltete Kuoni-Filiale Bahnhofstrasse im PKZ-Gebäude. Bild: JCR

Sponsored «Die Reiseberatung muss nicht zwingend physisch an ein Reisebüro gebunden sein»

Annette Kreczy, Chief Sales Officer von DER Touristik Suisse, erläutert die Unternehmensvision für das Reisebüro der Zukunft.

«Was sind die Vorteile einer Buchung im Reisebüro?» Mit dieser Frage muss sich Annette Kreczy, als Chief Sales Officer und Geschäftsleitungsmitglied von DER Touristik Suisse sowohl für die 80 Kuoni-Filialen in der Schweiz als auch für das Onlinegeschäft zuständig, täglich herumschlagen. Natürlich hat diese Frage mit der Mega-Pleite des Mitbewerbers Thomas Cook wieder stark an Aktualität gewonnen. «Es ist inzwischen allen klar, dass wer im Reisebüro gebucht hat, zwar ein Honorar für dessen Leistung bezahlen musste, dafür jedoch Hilfe erhielt und seinem Geld jetzt nicht hinterherrennen muss», holt Kreczy aus, «der Konsument hat nun gemerkt, dass eine Reise eben nicht nur aus der Buchung und der Reise selber besteht, sondern auch aus dem Kundenservice im Krisenfall dahinter.»

Ist nun aber diese Sicherheit wirklich das einzige Argument für die Buchung im Reisebüro? Natürlich nicht. Bereits seit zwei Jahren beschäftigt sich die DER Touristik Suisse mit der Frage, wie man sich als Reisebüro im heutigen Umfeld am besten strategisch ausrichtet. Das Projekt nennt sich «Next Travel».

«Wir probieren Neues, um auch neue Kundengruppen zu erschliessen»

«Wir sind in allen Bereichen der Customer Journey für den Kunden da», beginnt Kreczy und meint damit, dass die eigenen Filialen heute regelrechte One-Stop-Shops für alles rund ums Reisen sind. Nebst der kompetenten Vermittlung von Reisen - «die Kernkompetenz bleibt natürlich die Reiseberatung», hält Kreczy fest – gehören dazu diverse Initiativen. Beispielsweise kann nun im Rahmen einer Partnerschaft mit Travelers Wifi auch ein Wifi-Hub für problemloses Roaming auch im Ausland den reisenden Kunden mitgegeben werden. Mit den SBB pilotiert DER Touristik Suisse den Gepäcktransport von zuhause bis zum Flughafen. Mit der Zürcher Firma Max & Betty ist man eine Partnerschaft eingegangen, um verreisten Kunden ein Housesitting anbieten zu können. In der Westschweiz läuft überdies eine Kooperation mit Schweizer Startups – diese sind als Pop-Up-Stores in Kuoni-Filialen untergebracht und profitieren von der guten Lage, während die Filialen sich neue Besucher erhoffen, welche sonst möglicherweise nicht ins Reisebüro gekommen wären. Die Mitarbeitenden verkaufen teils die Ergänzungsprodukte gleich selber. Es gibt aber auch den umgekehrten Weg: In Interlaken wurde eine Kuoni-Filiale kurzerhand in eine Buchhandlung integriert.

«Wir probieren Neues, um auch neue Kundengruppen zu erschliessen», erklärt Kreczy. Man hat dabei auch ein offenes Ohr für die Ideen von jungen Branchentalenten, welche weitere Projekte selber initieren sowie betreuen und einen frischen Blick auf die Reisebürowelt mitbringen. Denn Kreczy weiss, dass das leicht verstaubte Image des Reisebüros aufgewertet werden kann. Schon nur der Begriff «Reisebüro» stösst ihr auf: «Büro klingt ja nicht gerade nach Ferien», scherzt sie, doppelt aber gleich nach: «Natürlich beschäftigen wir uns damit, wie und wo wir unsere Kunden in der Zukunft am besten beraten. In diesem Zusammenhang ist auch unser Angebot an Kunden, uns über WhatsApp zu erreichen, zu verstehen. Das Reisebüro wird als ein Kanal weiter taugen – gleichzeitig ist es offensichtlich, dass Reiseberatung an sich nicht physisch an ein Reisebüro gekoppelt ist. Die Nachfrage nach Reiseberatung ist da, vielleicht gerade weil wir in immer digitaleren Zeiten leben – aber wir müssen flexibel darauf reagieren können.»  

Was wiederum heisst, dass man nicht alle Reisebüros – auch die eigenen Filialen – über einen Kamm schert, sondern quasi bei jedem Point-of-Sale schauen muss, was dort am besten funktioniert und wie man das Maximum herausholt. Die Bandbreite ist gross, von den Umsätzen her, aber auch von den geografischen und personellen Gegebenheiten. «‘One size fits all‘ gilt für Filialketten schon lange nicht mehr», schliesst Kreczy. Man darf auf die vielfältige neue Reisebürowelt von DER Touristik Suisse gespannt sein.

(TN)