Germania

Germania_Flugplanung_Fotolia.jpg
Das Selektionieren und anschliessende Planen von Flugrouten ist eine komplexe Sache. Germania gibt Einblicke. Bild: Fotolia

Sponsored Wie werden neue Flugrouten selektioniert?

Germania Executive Boardmember Urs Pelizzoni gibt Einblicke dazu, wie neue Ziele selektioniert werden.

Die Germania Flug AG bietet in diesem Sommer gleich 21 Destinationen ab Zürich an (inklusive Vollcharter). Zu den spannenden neuen Zielen zählen etwa Ibiza, Korfu, Teneriffa und Zadar.

Weshalb gerade diese Ziele? Natürlich, weil eine hohe Nachfrage dafür erwartet wird und möglicherweise eine Lücke im Angebot vorhanden ist, welche Germania ausfüllen kann. Dass aber solche Routen konkret zustande kommen, ist viel komplexer als es aussieht: Es ist ein aufwändiges Flugplanungsverfahren notwendig.

Laut Germania Executive Boardmember Urs Pelizzoni wird schrittweise vorgegangen: «Zuerst sammeln wir natürlich Input, sowohl bei Endkunden als auch bei Veranstaltern. Wir analysieren das Vorjahresgeschäft und nehmen die Trends auf. Daraus entsteht eine Shortlist von möglichen neuen Flugzielen.»

Im zweiten Schritt wird die Strecke bzw. das Ziel wirtschaftlich und aviatisch ausgewertet. Dies beginnt bei den Slots, geht über die Flugstrecke und endet beim jeweiligen Bodenpartner am Ziel. Auch die Vorgaben durch die Luftkontrollbehörden spielen hier ein grosse Rolle. Start- und Landegebühren, Crewfaktor und wo wird für wie viel Geld getankt - all dies schliesst dann diesen Bereich der Kalkulation erstmal ab. Darüber hinaus wird natürlich das Marktpotenzial eingeschätzt und ein Konkurrenzvergleich gemacht – also eine Art kleiner Businessplan für die besagte Strecke. Darauf aufbauend werden die Kapazitäten berechnet: Welches Flugzeug soll zum Einsatz kommen? Wie oft soll geflogen werden?

Eine Markt-Simulation gibt Aufschluss

Inzwischen ist die Shortlist wohl bereits noch etwas kürzer geworden. Nun geht es darum, zu koordinieren: Welche Slots und Flugzeiten sind auf der gewünschten Strecke überhaupt verfügbar? Wie passt dies in den generellen Flugplan? Sind die dafür notwendigen Flugzeuge, mit der jeweils richtigen Grösse der Maschine, dann verfügbar?

«Wenn alles passt, wird mit Input aus Sales, Marketing und Controlling eine erste Markt-Simulation durchgespielt», führt Pelizzoni weiter aus: Es geht darum, den neuen Flug nicht nur operativ, sondern auch wirtschaftlich auf Herz und Nieren zu prüfen. Parallel dazu wird eine solche erste Simulation an eine Kundenabfrage gekoppelt, um «live» zu sehen, wie attraktiv für den Reiseveranstalter dieses Ziel ist. Aus diesem Feedback wird dann entschieden, ob der Flug definitiv umgesetzt wird, und welche Kontingente und Kapazitäten man realistischerweise einplanen kann.

Liegt auch dieses vor, sind somit alle Parameter klar: Die Kapazitäten werden fix definiert, die Routen eingeplant und alle operativen Aspekte inklusive einem Safety- und Security-Assessment in die Wege geleitet. Sind alle operativen Elemente bereit, erfolgt das «Go» und der Flug kann aktiv vermarktet werden. Ab jenem Moment sollten die Flüge dann natürlich auch bereits buchbar sein, und zwar auf allen Kanälen: Beim Reiseveranstalter, im Reisebüro sowie auf allen digitalen Kanälen, wozu auch die eigene Webseite gehört.

Worin besteht fachgerechtes Flight Planning?

Fachgerechte Flugplannung besteht laut Pelizzoni vor allem aus Menschen mit viel Erfahrung in diesem Job und einem optimalen abteilungsübergreifenden, internen Netzwerk. Im Weiteren spielen historische Zahlen, Daten und Fakten, welche der Germania seit über 30 Jahren zur Verfügung stehen, eine elementare Rolle. Wichtig sind dabei die elektronischen Helfer. Beginnend bei den Preis- und Marktanalyse Tools, Anwendungen für Disposition, Flugsteuerung und Personaleinsatzmanagement, sowie die elektronische Verarbeitung aller DOCs (Direct Operating Costs). Die Basis dazu bietet eine gut funktionierende Unternehmens-IT. «Diese Systeme helfen dabei, die variablen Komponenten in der Flugplanung zu korrelieren und zu koordinieren», schliesst Pelizzoni.

(TN)