Florida

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Nicht nur Strände: Die Downtown von Miami (rechts) muss man unbedingt auch besuchen. Bilder: Pixabay/Pinterest

Ein perfekter Tag in Miami

Miami besteht nicht nur aus Miami Beach. Auch der Besuch der Stadt auf dem Festland lohnt sich. Wir haben die besten Tipps für einen Tagesausflug zusammengestellt.

Manch einer, der noch nicht selber in Miami war, tendiert dazu, Miami und Miami Beach als ein und dasselbe zu verstehen. Miami Beach ist sicher das primäre Touristenmagnet, dank seinen Stränden und vielen hochkarätigen Hotels. Doch die «Downtown» bietet Kunst und Kultur auf Weltklasse-Niveau und lohnt den Besuch absolut. Dazu gehören auch noch andere Inseln zum Stadtgebiet. Aber was soll man besuchen?

Frühmorgens in die Natur

Der Start in den Tag ist am Südende von Key Biscayne, im Bill Baggs Florida State Park (Bild unten), besonders schön. Hier trifft man auf das klassische Landschaftsbild von Florida: Strand und Mangroven. Den Park kann man am besten mit dem Velo erkunden (kann man vor Ort mieten); die beste «Photo opportunity» ergibt sich beim Cape Florida Lighthouse. Es gibt Möglichkeiten, auf Kexy Biscayne selber zu übernachten (z.B. im Ritz-Carlton Key Biscayne), ansonsten lohnt sich die Fahrt auf die der Stadt vorgelagerte Insel schon nur wegen der Blicke vom Rickenbacker Causeway aus auf die Downtown und die Skyline von Miami.

Ein Cafecito als Muntermacher

Miami hat in Sachen Kaffeekultur keiner anderen Stadt etwas zu beneiden. Die Nähe zu Kuba offenbart sich durch die vielen kleinen Cafeterias, wo man den kubanischen Espresso (den «cafecito») einnehmen kann. Den superstarken und doch süssen Espresso gibt’s meist für weniger als einen Dollar. Der ideale Muntermacher! Beliebte Cafecito-Bars sind etwa die «Manolo y Rene Cafeteria» an der 281 NE 1st St. In Downtown, oder das «All Day» an der 1035 North Miami Avenue.  Falls Platz vorhanden ist, ist das super-populäre «Versailles» in Little Havanna (3555 Southwest 8th Street) empfehlenswert. In all den genannten Cafeterias gibt es auch hervorragendes Essen, etwa Cuban Sandwich oder «Pan con Lechón».

Design über Mittag

Da man jetzt verpflegt ist, kann man die üblicherweise ruhigere Mittagszeit nutzen, um ungestört im «Miami Design District» auf Entdeckungstour zu gehen. Dieses befindet sich nördlich der Downtown im Stadtviertel Buena Vista. Im Herzen des Distrikts ist der Palm Court mit seinen zahlreichen Designer-Boutiquen und öffentlichen Kunstwerken. Alle grossen Schweizer Uhrenmarken sind hier vertreten, aber auch amerikanische (Tom Ford etc.) und europäische (Prada, YSL etc.) Designer. Die Kreditkarte wird hier sicherlich ans Limit kommen…

Kunst am frühen Nachmittag

Nachdem das Portemonnaie arg gebeutelt wurde, dürften Sie froh sein um etwas Gratis-Dienstleistung. Gibt es, in Form von Freebee.  Einfach die App runterladen, Fahrzeug bestellen, und schon wird man in Downtown Miami und Brickell – auf Wunsch auch in South Beach – gratis im Elektromobil herumchauffiert. An einem heissen Tag eine ideale Variante, um in der Stadt rumzukommen. Jetzt empfiehlt sich beispielsweise ein Besuch des relativ neuen Perez Art Museum Miami (PAMM, Bild unten), direkt am Wasser beim MacArthur Causeway. Das markante Gebäude von Herzog & de Meuron kann nicht verfehlt werden. Im PAMM gibt es hochkarätige permanente und temporäre Ausstellungen sowie teils auch Konzerte oder sonstige Social Events. Programm checken vor dem Besuch! Achtung: Das Museum ist jeweils am Mittwoch geschlossen.

Noch mehr Kunst am Vorabend

Nach der Elite-Kunst im PAMM kann man nur zehn Taximinuten weiter nördlich im Wynwood Art District in die «Street Art»-Szene eintauchen. Riesige Spraykunstwerke gibt es da zu sehen, am konzentriertesten im Graffiti-Park namens «Wynwood Walls». Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Gigantische Auswahl furs Abendessen

OK, der Hunger meldet sich zurück. In der Nähe der Wynwood Walls gibt es das «Salty Donut» mit einer riesigen Auswahl an hausgemachten Donuts und Brioches. Wer lieber sitzen will beim Essen, kann entweder gleich die Wynwood Kitchen & Bar mit seinem kunstvoll bemalten Interieur besuchen oder aber zurück nach Downtown – dort gibt es eine riesige Auswahl an wunderbaren Restaurants. Unser Favorit: Das Joe’s Stone Crab, welches seit 1913 Gäste verzückt. Eine echte Institution in Miami. Oder aber: Das LaMar im Mandarin Oriental Miami in Brickell.

Eine Rooftop Bar für den Schlumi

Das Wetter ist ziemlich sicher wunderbar und warm, so dass es eigentlich keine Rolle spielt, wann man eine Rooftop Bar besucht. Das East Hotel hat auf dem 40. Stock eine wunderbare Bar namens «Sugar» mit Lounge-Sitzen, welche Blick auf den Sonnenuntergang oder die Skyline von Downtown Miami bietet. Spannende Alternative sind zum Beispiel das «E11Even», wo sich die Reichen und Schönen zu DJ-Sounds auf dem Rooftop bewegen, oder die Hennessy Rooftop Bar im Mayfair Hotel (Bild unten) in Coconut Grove, etwas südlich von Brickell.

(JCR)