Fespo 2018

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Meggie Valdes, Direktorin Zentral- und Osteuropa des Philippine Department of Tourism, sucht noch weitere Philippinen-Anbieter. Bild: TN

«Es gibt fast keine Entschuldigung mehr dafür, nicht auf die Philippinen zu reisen»

Die Schweizer Nachfrage für das asiatische Boomland wächst, und mit ihr der Fespo-Stand der Philippinen.

Seit etwas mehr als einem Jahr sind die Philippinen im Schweizer Markt vermehrt touristisch aktiv, via einer Vertretung der Tasari Atelier in Thalwil. Der erweiterte Fokus auf den Quellmarkt Schweiz trägt Früchte: «Für das Jahr 2017 liegen erst die Zahlen bis Ende Oktober vor, doch für jenen Zeitraum haben die Einreisen von Besuchern aus der Schweiz um 4 Prozent zugenommen», erklärt Meggie Valdes, Direktorin Zentral-/Osteuropa beim Philippine Department of Tourism in Frankfurt. Die Schweiz sei weiterhin ein äusserst spannender «developing market».

Bevorzugte Besuchsregionen seien Klassiker wie Cebu, Boracay oder Bohol, sagt Valdes. Eine der schönsten Regionen der Philippinen, Palawan, sei dagegen bei Schweizern noch nicht so gut nachgefragt. «Da sehen wir noch viel Potenzial», so Valdes. Immerhin sehe man, dass beispielsweise das «Surf- und Yoga-Paradies» Siargao bereits vermehrt Anklang finde, seit es in den Angeboten von Spezialisten wie Tourasia oder Asia365 integriert sei. 

Der Fokus im kommenden Jahr liege nun auf einer Vertiefung der Kontakte zu Reiseveranstaltern mit Philippinen-Angeboten - diese werden zum Beispiel für Promotionen oder Famtrips unterstützt. Valdes sucht nebst den etablierten TOs noch nach weiteren kleineren Anbietern, die gewillt sind, Philippinen-Reisen aufzulegen. Mit am - in diesem Jahr bereits klar grösseren - Fespo-Stand der Philippinen ist zum Beispiel GerbAirTours aus Thun als Unteraussteller. Der TO hat mehrere Philippinen-Rundreisen zusammengestellt, was nun bei der Marktdurchdringung gerade im Berner Oberland hilft. Natürlich können nicht alle Unteraussteller sein; so hat etwa auch BikeAdventureTours ein Philippinen-Programm, oder auch GoToAsia, Letzteres basierend auf einem Famtrip von 2017, wodurch nun auch die touristisch weniger bekannte Stadt Iloilo drin ist, welche auf dem Famtrip besucht wurde. 

Riesige Auswahl an Inseln und Erlebnissen

Valdes legt Wert darauf, dass das philippinische Fremdenverkehrsamt noch «klassisch» operiert, also nicht nur die grossen und finanzstarken Regionen promotet, sondern alle Regionen gleich zu behandeln versucht. Zur Auswahl hat es schliesslich genug: Die Philippinen bietet über 7600 Inseln, viele davon mit absoluten Traumstränden. Und viele davon warten noch darauf, von Touristen entdeckt zu werden.

Valdes erklärt in diesem Zusammenhang, dass die Philippinen als Reiseziel sehr sicher seien, mit wenigen regionalen Ausnahmen, wo aber der Tourismus praktisch keine Rolle spielt. Es sei wichtig, Vorurteile und falsche Erwartungen abzubauen.

Die beste Art dafür, dies zu erreichen, sei natürlich, die Philippinen selber zu bereisen. Nebst den fantastischen Stränden und Landschaften und den freundlichen Einwohnern gibt es verschiedene lohnenswerte Events. Valdes nennt dabei die Madrid Fusion Manila, die erste und einzige Zusatzaustragung zum weltweit wichtigsten Gastronomie-Event «Madrid Fusion». Diese findet seit drei Jahren jeweils im April in Manila statt und vereint Top-Chefs, Top-Restaurants und Top-Gastronomen, welche jeweils neue Gastro-Ideen entwickeln und Trends lancieren.

Beste Reisesaison ist laut Valdes übrigens der Zeitraum November bis März, weil dann auf den Philippinen weniger heiss sei und Schweizer so dem Winter entfliehen können. Natürlich gebe es auf den Philippinen «theoretisch» auch eine Regenzeit, offiziell von Juni bis August, doch sei dies nicht immer so klar abgegrenzt und bei der Fülle an Insel «scheint in unserem Land sowieso immer irgendwo die Sonne», wie Valdes scherzt. Grundsätzlich gelte, dass die Philippinen ein Reiseland sind, welches an 365 Tagen pro Jahr besucht werden kann.

Immer bessere Fluganbindungen

Eine wichtige Promotionshilfe bieten natürlich auch die Airlines, mit welchen das philippinische Tourismusamt natürlich auch in Kontakt ist. Zum einen fliegt der National Carrier Phillipine Airlines nach London. Aus Schweizer Sicht wichtiger sind aber die asiatischen und arabischen Carrier - Singapore Airlines, Cathay Pacific, Oman Air, Qatar Airways, sie alle bieten immer günstigere Tarife auf die Philippinen. Bei Singapore gibt's Flüge von Zürich nach Clark (nahe Manila) bereits ab 499 Franken. Und Cathay Pacific hat Fespo-Spezialtarife lanciert - ab 579 Franken geht es via Hong Kong nach Manila (und ab 569 Franken nach Clark).

Noch nicht vom Tisch ist aber auch weiterhin eine Direktverbindung auf die Philippinen, wofür es gewiss Potenzial gäbe in der Schweiz. Valdes traf sich diesbezüglich schon im letzten Jahr mit Edelweiss Air; der Kontakt ist noch da, doch gebe es aktuell nichts zu sagen. Aber eben, angesichts zahlreicher sehr günstiger One-Stop-Verbindungen aus der Schweiz ist das Erreichen des asiatischen Inselparadieses eigentlich kein Thema. «Es gibt keine Entschuldigung mehr, nicht auf die Philippinen zu reisen», hält Valdes mit einem Schmunzeln fest.

(JCR)