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So schneiden Reiseversicherungen bei Schweizer Kunden ab
Reiseversicherungen stehen derzeit besonders im Fokus. Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar sitzen in verschiedenen Ländern des Nahen Ostens und weiter östlich zahlreiche Touristinnen und Touristen fest – auch aus der Schweiz. In solchen Situationen zeigt sich, wie wichtig eine gute Absicherung auf Reisen ist, etwa wenn Flüge ausfallen, Reisen abgebrochen werden müssen oder medizinische Hilfe im Ausland erforderlich wird.
Wie zufrieden Schweizerinnen und Schweizer mit ihrer Reiseversicherung sind, hat der Vergleichsdienst Moneyland.ch untersucht. Das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage fällt positiv aus: Im Durchschnitt vergeben die Befragten ihrer Reiseversicherung 7,8 von 10 Punkten, was der Note «gut» entspricht. Wichtig dabei: Die Studie wurde Anfang 2026 durchgeführt, also noch vor dem Ausbruch des Iran-Kriegs.
Für die Untersuchung wurden 1500 Personen aus der Deutsch- und Westschweiz befragt. Auffällig ist, dass die Zufriedenheit mit zunehmendem Alter steigt: Während 18- bis 25-Jährige ihre Versicherung im Schnitt mit 7,3 Punkten bewerten, vergeben Personen zwischen 50 und 74 Jahren 8,1 Punkte. Frauen zeigen sich zudem etwas zufriedener als Männer.
Im Vergleich der Anbieter schneiden der TCS, die Mobiliar und Smile am besten ab und erhalten jeweils die Note «sehr gut». Dahinter folgen die Zurich Insurance Group und Axa. Insgesamt zeigt die Studie: Die Mehrheit der Schweizer Reisenden fühlt sich durch ihre Versicherung gut abgesichert.
Diverse Limiten bei den Ansprüchen
In welchem Umfang Reiseversicherungen im Zusammenhang mit dem Nahost-Konflikt Leistungen übernehmen, lässt sich nicht pauschal beantworten. In vielen Fällen greifen sogenannte Reise-Assistance-Leistungen, die häufig Bestandteil einer Jahresreiseversicherung sind.
Im TCS Schutzbrief und den Reiseversicherungen von Axa, Mobiliar, CSS, Generali, ERV, ACS, VCS und Zurich steht, dass ihre Reise-Assistance Rettungskosten, Rückführungskosten sowie Transport- und Unterkunftsmehrkosten abdecke.
Gemäss Moneyland.ch gibt es allerdings diverse Limiten. So sind bei ACS die Mehrkosten für Unterkunft und Verpflegung auf 750 Franken pro Person begrenzt, wie der «Tages-Anzeiger» (Abo) schreibt.
Die Mobiliar gewährt Unterkunfts- und Verpflegungsmehrkosten in einem Mittelklassehotel während höchstens 10 Tagen, und bei Transportmehrkosten gibt es ein Maximum von 1000 Franken pro Person. Bei Smile sind nur 7 Tage gedeckt. Auch Allianz, Generali und ERV deckeln die Mehrkosten.