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US-Kreuzfahrtanbieter Alaskan Dream Cruises hat seinen Betrieb überraschend eingestellt und sämtliche geplanten Kreuzfahrten abgesagt. Bild: Facebook / Alaskan Dream Cruises

Kreuzfahrtanbieter stellt Betrieb ein

Die US-Reederei Alaskan Dream Cruises hat überraschend ihren Betrieb eingestellt und alle geplanten Reisen abgesagt. Für betroffene Gäste bleiben viele Fragen offen, insbesondere rund um Rückerstattungen und Alternativen.

Überraschende Entwicklung in einer eigentlich boomenden Branche: Die US-Kreuzfahrtlinie Alaskan Dream Cruises hat ihren Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Sämtliche geplanten Reisen wurden gestrichen, wie das Unternehmen auf seiner Webseite mitteilt.

Gäste mit bestehenden Buchungen sowie deren Reisebüros seien direkt über die nächsten Schritte informiert worden. Zwar ist von Rückerstattungen die Rede, eine ausdrückliche Garantie gibt es jedoch nicht. Auch zu den Gründen für das abrupte Aus äussert sich die Reederei nicht.

Kreuzfahrtmarke mit Sonderstellung

Dabei nahm das Unternehmen innerhalb der Kreuzfahrtwelt eine besondere Rolle ein. Alaskan Dream Cruises gehört zur Muttergesellschaft Allen Marine und verstand sich als indigene Reederei: Die Reisen wurden von Angehörigen des Tlingit-Volkes konzipiert, das in Südost-Alaska beheimatet ist.

Statt auf grosse Ozeanriesen setzte die Linie bewusst auf kleine Schiffe, die auch abgelegene Häfen und Fischerdörfer anlaufen konnten – ein Angebot für Reisende, die Alaska abseits klassischer Routen erleben wollten.

Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Kreuzfahrten in Alaska so gefragt sind wie nie zuvor. Branchenportale sprechen für 2026 von einem Rekordniveau. Obwohl der US-Bundesstaat insgesamt vergleichsweise wenige Besucherinnen und Besucher zählt, gilt die Kreuzfahrt als wichtigste Reiseform in der Region. Umso überraschender wirkt das plötzliche Verschwinden eines spezialisierten Anbieters aus einem wachsenden Markt.

(TN)