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Zwischen Pazifik und Karibik liegt eine Reiseregion, deren Name selbst bei Kennern immer wieder für Diskussionen sorgt. Bild: Adobe Stock

Gute Frage Gibt es einen Unterschied zwischen Mittelamerika und Zentralamerika?

Die beiden Begriffe Mittelamerika und Zentralamerika werden häufig als ein und dasselbe verwendet. Doch stimmt das tatsächlich? Travelnews klärt auf.

Mehrere Schweizer Lateinamerika-Spezialisten rücken El Salvador und Honduras stärker ins Rampenlicht. Neue Rundreisen, frische Produktideen und wachsendes Interesse sollen dazu beitragen, dass die beiden Staaten touristisch an Bedeutung gewinnen.

Doch mit der Aufmerksamkeit taucht auch eine scheinbar einfache Frage auf: Liegen diese Destinationen eigentlich in Mittelamerika – oder in Zentralamerika? Oder ist das ohnehin dasselbe?

Die Begriffe werden im Alltag häufig durcheinander verwendet. Reiseveranstalter, Medien und selbst erfahrene Weltenbummler sprechen meist selbstverständlich von Mittelamerika, wenn sie die schmale Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika meinen. Gleichzeitig taucht in Atlanten, Schulbüchern oder geopolitischen Analysen immer wieder der Begriff Zentralamerika auf. Zufall ist das nicht.

Zentralamerika ist präziser

Streng geografisch bezeichnet Zentralamerika jene Region, die sich von Guatemala bis Panama erstreckt. Sie umfasst sieben Länder und bildet den natürlichen Übergang zwischen den beiden amerikanischen Kontinenten. Mittelamerika hingegen ist ein flexiblerer Begriff. Einer, der sich im Sprachgebrauch etabliert hat und je nach Kontext unterschiedlich interpretiert wird.

Im Tourismus wird Mittelamerika oft als Sammelbegriff genutzt, weil er vertraut klingt und bei Reisenden sofort Bilder von Vulkanen, Regenwäldern und Kolonialstädten weckt. Manchmal wird sogar Mexiko mitgedacht, gelegentlich auch die Karibik, wenn es um kulturelle oder wirtschaftliche Zusammenhänge geht. Zentralamerika wirkt dagegen präziser, aber auch etwas technischer.

Für Feriengäste dürfte die Unterscheidung letztlich zweitrangig sein. Entscheidend ist vielmehr, dass sich zwischen Pazifik und Karibik eine erstaunlich vielfältige Reiseregion auftut – mit Ländern, die noch immer als Geheimtipps gelten. Dass nun auch El Salvador und Honduras verstärkt beworben werden, zeigt vor allem eines: Die Neugier auf diese Ecke der Welt wächst. Und egal, wie man sie nennt: Sie hat das Potenzial, Reisende noch lange zu überraschen.

(RSU)