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Enteisungsarbeiten bei winterlichen Bedingungen führen an europäischen Flughäfen zu Verzögerungen und Flugausfällen. Bild: Linkedin / Swiss

Swiss leidet unter Winter-Chaos in Europa

Winterliche Wetterbedingungen haben den Flugbetrieb der Swiss seit Jahresbeginn spürbar beeinträchtigt. Mehr als 10’000 Passagiere waren bisher von Annullationen betroffen. Weitere Ausfälle sind nicht ausgeschlossen.

Das Winterwetter vielerorts in Europa hat sich auf den Flugbetrieb der Swiss ausgewirkt: Seit Beginn des Jahres wurden 99 Flüge gestrichen (Stand Montagabend, 12. Januar 2026). Davon waren mehr als 10’000 Passagiere betroffen, wie ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Starker Wind, Gewitter, Schneefall und schlechte Sicht haben in den letzten Tagen das europäische Wetter bestimmt. Die Swiss schloss nicht aus, dass aufgrund der Wetterlage in den kommenden Tagen an verschiedenen Flughäfen in Europa weitere Flüge gestrichen werden müssen.

Zusätzlicher Arbeitsaufwand wegen Eis und Schnee

An mehreren Flughäfen mussten Flugzeuge in einem aufwendigen Vorgang enteist werden. Dafür brauche es Zeit, Personal und spezielle Infrastruktur, was die Flughäfen rasch an ihre Kapazitätsgrenzen gebracht habe, so der Sprecher.

Was auf einer Strecke beginne, setze sich im Verlauf eines Tages fort – ein fehlendes Abflugzeitfenster, eine ungünstig platzierte Maschine oder eine Crew, die ihren nächsten Einsatz nicht erreicht, übertrage sich rasch auf andere Verbindungen. Das führe unter Umständen dazu, dass Flüge gestrichen werden, selbst wenn Maschinen und Belegschaft eigentlich bereitstünden.

Die aktuellen Wetterbedingungen in Europa hätten einen deutlich erhöhten Arbeitsaufwand zur Folge. Mitarbeitende arbeiteten vielerorts unter Hochdruck daran, für jede betroffene Person «eine möglichst gute Lösung zu finden», so der Swiss-Sprecher weiter.

Am Montagmorgen musste die Fluggesellschaft proaktiv zwei Flüge zwischen Zürich und Bremen streichen. Damit sei die Situation im Vergleich zu den Vortagen weit «weniger drastisch» gewesen. Weitere Annullierungen seien nicht vorgesehen.

(TN)