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Als vermeintlich gestrandete Reisende versuchen Betrüger, arglose Passanten um deren Geld zu bringen. Bild: Adobe Stock

Betrugsmasche mit falschen Reisenden

Der sogenannte «Stranded Traveller Scam» sorgt für eine aktuelle Warnung der Polizei: Betrüger geben sich als gestrandete Reisende aus und erschleichen sich mit manipulierten Banking-Apps Bargeld. Die Polizei rät, bei spontanen Geldanfragen fremder Personen besonders skeptisch zu sein.

Eine besonders hinterhältige Betrugsmasche sorgt derzeit erneut für Schlagzeilen: Beim sogenannten «Stranded Traveller Scam» geben sich Täterinnen und Täter als gestrandete Reisende in akuter Not aus – und spielen gezielt mit dem Mitgefühl von Passanten.

Aktuell warnt die Polizei in Deutschland vor einer Häufung solcher Fälle. Die Masche folgt stets demselben Muster: Die Betrüger erzählen unter Druck eine dramatische Geschichte, berichten von gestohlenem Portemonnaie und verschwundenen Ausweisen, die verhindern, den Rückflug anzutreten. Viele Angesprochene wollen helfen – und werden so zur Zielscheibe.

Um an Bargeld zu gelangen, geben die falschen Reisenden vor, den geliehenen Betrag sofort per Banking-App zu überweisen. Vor den Augen der Opfer tippen sie die vermeintliche Zahlung ein und zeigen eine täuschend echte Bestätigung. In Wahrheit handelt es sich jedoch um manipulierte Apps, bei denen die Transaktion abgebrochen wird.

Die Polizei rät dringend zur Vorsicht: Wer plötzlich und unter Zeitdruck um Geld gebeten wird, sollte misstrauisch sein und keinesfalls Bargeld herausgeben. Im Zweifel empfiehlt sich ein Anruf bei der Polizei.

Gleichzeitig können Notlagen real sein. Falls eine Person tatsächlich Unterstützung benötigt, sollte ihre Identität verifizierbar sein – etwa über digitale Ausweise oder Social-Media-Profile. Wird dennoch ein Geldtransfer vereinbart, sollten nur verlässliche Zahlungsdienste genutzt und Bargeld erst nach bestätigtem Zahlungseingang übergeben werden.

(TN)