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U-Bahn-Streik legt London fast komplett lahm
Reisende in London müssen sich diese Woche auf massiven Einschränkungen einstellen. Ein Streik der Gewerkschaft RMT sorgt dafür, dass bis Freitag kaum Züge in der London Underground verkehren. Betroffen sind Millionen Pendlerinnen und Pendler ebenso wie Touristinnen und Touristen in der britischen Hauptstadt.
Die RMT-Gewerkschaft hat rund 10’000 Mitarbeitende von Transport for London (TfL) zu einem Streik aufgerufen. Auslöser sind festgefahrene Verhandlungen über Arbeitszeiten, Löhne und Vergünstigungen.
Konkret fordert die Gewerkschaft eine 32-Stunden-Woche sowie Rabatte auf nationale Zugtickets. TfL bietet eine Lohnerhöhung von 3,4 Prozent, was nach eigenen Angaben im Rahmen anderer Branchenabschlüsse liege.
Massive Auswirkungen auf den Verkehr
Bis Freitag ist mit fast vollständigen Ausfällen auf der London Underground zu rechnen. Auch andere Verkehrsträger in der Stadt geraten unter Druck: Busse und Trams sind überlastet, die Docklands Light Railway (DLR) fällt an einzelnen Tagen aus. In der Londoner U-Bahn erschweren zusätzlich Bauarbeiten die Situation, wie der «London Evening Standard» schreibt.
Für Reisende zu den Flughäfen bedeutet der Streik längere Reisezeiten: Wer nach Heathrow fliegt, soll auf die Elizabeth Line oder den Heathrow Express ausweichen, während Passagiere zum London City Airport auf Busse oder Taxis angewiesen sind. Einige Stationen können zudem eingeschränkt oder gar nicht zugänglich sein, wenn das dortige Personal ebenfalls die Arbeit niederlegt.
Die Arbeitsniederlegungen sind bis Freitagmorgen um acht Uhr angesetzt. Transport for London betont, gesprächsbereit zu bleiben. Ob es in den kommenden Wochen zu weiteren Streiks kommt, ist derzeit offen.