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Einigung nach Arbeitskampf am Flughafen Zürich
Die Gewerkschaft VPOD und der Bodendienstleister Airline Assistance Switzerland (AAS) am Flughafen Zürich haben sich auf einen Sozialplan geeinigt. Auslöser war der Entscheid von AAS, seinen Betrieb in Zürich zu schliessen und das gesamte Personal zu entlassen.
Weil sich AAS geweigert habe, einen Sozialplan auszuarbeiten, seien die Mitarbeitenden gemeinsam mit dem VPOD Luftverkehr am vergangenen Freitag (22. August 2025) in den Streik getreten, hiess es in einer Mitteilung der Gewerkschaft vom Mittwoch. Dieser sei erfolgreich gewesen. Die Mitarbeitenden erhalten nun gemäss der Gewerkschaft einen Sozialplan. Dabei seien fast alle Forderungen des VPOD Luftverkehr erfüllt worden.
So bekommen laut Gewerkschaft alle Mitarbeitenden eine Abgangsentschädigung, unabhängig davon, ob sie bereits eine neue Stelle haben oder nicht. Der Fokus liege auch auf der Stellenvermittlung. Ziel sei es, dass alle Mitarbeitenden eine Anschlusslösung finden.
Dafür richte AAS nun ein Job-Center ein, das als Vermittlungsplattform dienen soll. Wer am Ende der Kündigungsfrist jedoch keine Stelle vermittelt erhalte, bekomme weitere Leistungen aus dem Sozialplan, abhängig von Alter und Dienstjahren, schrieb der VPOD.
Fokus auf nahtlose Weiterbeschäftigung
Die Schliessung der Station Zürich sei unumgänglich, schrieb AAS in einer Mitteilung. Zu diesem Schluss komme die Geschäftsleitung nach eingehender und gewissenhafter Prüfung der Vorschläge.
Der ausgehandelte Sozialplan sehe auf die unterschiedlichen Chancen und Möglichkeiten der Mitarbeitenden abgestimmte Massnahmen vor. Im Fokus liege die möglichst nahtlose Weiterbeschäftigung der Angestellten bei anderen Ground-Handling-Firmen.
Den meisten der rund 210 Mitarbeitenden werde der Wechsel gelingen, sofern sie ihn innerhalb der Reisezeit bis Ende Oktober vollziehen, so AAS weiter. Deshalb erfolgten die Kündigungen auch nicht Ende August, sondern erst im September.