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Am Flughafen Zürich drohen wegen eines Streiks des Bodendienstleisters AAS Verzögerungen und Flugausfälle. Bild: Linkedin / AAS

Streik dürfte zu Flugausfällen am Flughafen Zürich führen

Am Flughafen Zürich kommt es heute Freitag zu einem Streik: Die 220 Mitarbeitenden des Bodendienstleisters Airline Assistance Switzerland legen ab 14 Uhr die Arbeit nieder. Betroffen sind 17 Flüge mehrerer Airlines. Passagiere müssen mit Verspätungen und Ausfällen rechnen.

Die Mitarbeitenden des Bodendienstleisters Airline Assistance Switzerland (AAS) am Flughafen Zürich haben für den Freitagnachmittag (22. August 2025) einen Streik angekündigt. Dadurch dürfte es zu Flugausfällen kommen. Der Streik soll um 14 Uhr beginnen.

Grund ist ein seit Anfang August laufendes Konsultationsverfahren, das im Zuge der geplanten Aufgabe des Geschäfts in Zürich-Kloten eingeleitet wurde. Damit steht eine Massenentlassung im Raum.

Nach Angaben der Gewerkschaft VPOD hatten die Angestellten gemeinsam einen Sozialplan vorgeschlagen, dieser sei von der Geschäftsleitung jedoch abgelehnt worden. AAS-Chef Dieter Streuli betont, man prüfe derzeit die eingegangenen Vorschläge und halte sich an alle rechtlichen Vorgaben. Ein Sozialplan sei bei der Zahl der betroffenen Mitarbeitenden gesetzlich nicht zwingend.

Streit um Zukunft und Finanzen von AAS

Vom Streik sind gemäss VPOD-Mitteilung 17 Flugverbindungen betroffen. Dazu gehören sechs Flüge von Eurowings, drei von Chair sowie Verbindungen von Air Serbia, Pegasus, Lot Polish Airlines, Air Cairo, Air Montenegro und GP Aviation. Für die Passagiere dieser Airlines bedeutet dies mögliche Verzögerungen oder Ausfälle.

Hintergrund der aktuellen Entwicklung ist das Ende der Zusammenarbeit von AAS mit der griechischen Firma Goldair. Beide Unternehmen hatten bislang gemeinsam Passagiere mit eingeschränkter Mobilität betreut. Diesen Service bietet inzwischen der Flughafen Zürich selbst an. AAS erklärte daraufhin, den Standort Zürich aufgeben zu wollen.

Unklar bleibt die finanzielle Lage des Unternehmens. Während die Geschäftsleitung betont, nicht in Schwierigkeiten zu sein, schreibt der «Blick» von mehr als 25 Einträgen im Betreibungsregister sowie einer laufenden Konkursandrohung.

Die AAS-Gruppe beschäftigt insgesamt rund 3000 Personen an verschiedenen europäischen Standorten. In Zürich betrifft das Konsultationsverfahren 220 Mitarbeitende. Sie sehen den Streik als letzten Ausweg: «Wir kämpfen gerade um unseren Job und unsere Würde», heisst es in einer Stellungnahme.

(TN)