Services
Gute Frage Warum ist es im Flugzeug immer so kalt?
Kaum hat man seinen Platz gefunden und sich angeschnallt, beginnt das grosse Frösteln. Die Klimaanlage rauscht, ein kühler Luftstrom trifft die Stirn – und der Pullover im Handgepäck wird zum besten Reisebegleiter.
Wer viel fliegt, kennt das Phänomen: Während draussen die Sonne brennt und am Ziel 35 Grad warten, fröstelt man über den Wolken regelmässig wie im Spätherbst. Aber warum eigentlich?
Ein technischer Defekt? Eher selten. Böswillige Absicht der Airline? Wohl kaum. Eine Verschwörung gegen Shorts und T-Shirts? Natürlich nicht – auch wenn es sich manchmal so anfühlt.
Kälte mit System
Tatsächlich gibt es gute Gründe, warum es in der Kabine oft eher kühl ist. Der wichtigste hat mit unserer Gesundheit zu tun: In grosser Höhe ist der Luftdruck geringer, der Sauerstoffgehalt tiefer – das kann den Kreislauf belasten. Hohe Temperaturen würden diesen Effekt zusätzlich verstärken. Deshalb ist es in Flugzeugen absichtlich etwas kühler gehalten: So bleibt der Körper stabil, selbst wenn man stundenlang sitzt.
Dazu kommt: Die Klimaanlage im Flugzeug arbeitet mit sehr kalter, dünner Aussenluft, die aufgeheizt wird – allerdings nicht überall gleich. Je nach Sitzposition, Nähe zu den Auslässen oder persönlichem Empfinden wirkt es mal angenehm frisch, mal einfach nur kalt. Und: Die kühlere Luft hilft auch dabei, die Verbreitung von Keimen einzudämmen – besonders in vollen Fliegern ein nicht ganz unwichtiger Faktor.
Kurz gesagt: Das Frösteln an Bord ist gewollt – nicht bösartig, sondern vernünftig. Wer sich darauf einstellt, hat es gemütlicher. Denn während das T-Shirt am Gate noch die perfekte Wahl war, lohnt sich spätestens nach dem Start eine zusätzliche Schicht – sei es ein Pullover, ein Schal oder einfach die dünne Decke, die viele Airlines bereithalten.