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Flugstreiks in beliebten Ferienländern mitten in der Hochsaison
Flugpassagiere müssen in den kommenden Tagen in Italien und Portugal mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Grund dafür sind Streiks.
In Italien findet am Samstag (26. Juli) zwischen 13 und 17 Uhr ein landesweiter Flugstreik statt, der sowohl nationale als auch internationale Verbindungen beeinträchtigen dürfte. Betroffen sind zahlreiche Airlines sowie Handling-Dienste an italienischen Flughäfen, wie die Website «Trasporti-Italia.com» schreibt.
Hinter dem Protest stehen mehrere Gewerkschaften – darunter Cub Trasporti, die einen Streik für sämtliche Mitarbeitenden im Luftfahrtsektor ausgerufen hat. Auch das Bordpersonal von Volotea legt die Arbeit nieder. Zusätzlich streiken die Angestellten von Swissport Italia am Flughafen Mailand-Linate sowie Mitarbeitende diverser Handling-Firmen. Das bedeutet: Es könnte zu massiven Verzögerungen beim Check-in, der Gepäckverladung und bei der Flugzeugabfertigung kommen.
Hintergrund des Streiks ist ein Streit um Geld. Die Gewerkschaften fordern unter anderem die Nachzahlung von Zuschlägen für Sonntagsarbeit seit 2007, die Übernahme der Kosten für das Waschen von Arbeitskleidung, die regelmässige Bereitstellung von Schutzkleidung und die Anerkennung des sogenannten Umkleidezeiten als Arbeitszeit.
Flug-Ärger auch für Portugal-Reisende
In Portugal stehen landesweite Streiks des Flughafen-Bodenpersonals bevor. Die Gewerkschaften der Bodenabfertiger protestieren unter anderem gegen zu tiefe Löhne, ausstehende Zuschläge und nicht eingelöste Lohnversprechen, wie das Branchenportal «Reise vor9» schreibt.
Der erste Streik ist für den Zeitraum vom 25. bis 28. Juli angesetzt, weitere Ausstände sind an vier August-Wochenenden geplant. Bereits im Gang ist der Streik des Kabinenpersonals von Sata Air Açores, der noch bis zum 24. Juli andauert und sämtliche Inlandsflüge zwischen den Azoreninseln betrifft.
Passagiere sollten mit Verspätungen, Flugausfällen und Gepäckproblemen rechnen – auch auf den meist frequentierten Flughäfen Lissabon, Porto, Faro und Funchal. Reisenden wird dringend geraten, sich vor der Abreise bei ihrer Fluggesellschaft über den aktuellen Status des Fluges zu informieren. Auch die Websites der Flughäfen bieten tagesaktuelle Informationen.