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WLAN an Bord: Die Qualität schwankt je nach Airline und eingesetzter Technologie teils erheblich. Bild: Adobe Stock

Diese Airlines bieten das beste WLAN über den Wolken

Wer im Flugzeug arbeiten oder streamen will, braucht stabiles WLAN. Eine neue Auswertung zeigt, welche Airlines beim Internet über den Wolken überzeugen und welche enttäuschen.

In der heutigen Zeit erwarten viele Reisende, auch über den Wolken mit der Welt verbunden zu bleiben. Doch wie gut ist das WLAN an Bord wirklich? Eine aktuelle Analyse des US-Technologie-Unternehmens Ookla zeigt: Die Unterschiede zwischen den Airlines sind gewaltig. Wer als Passagier schnell surfen will, sollte seine Fluggesellschaft sorgfältig aussuchen.

Ganz vorne im Ranking der besten Inflight-WLAN-Angebote liegt Hawaiian Airlines mit einer Median-Download-Geschwindigkeit von 57,78 Mbit/s. Noch eindrucksvoller ist der P90-Wert (90 Prozent der Verbindungen sind schneller als dieser Wert): Hier kommt Hawaiian auf 276,24 Mbit/s.

Dicht gefolgt wird die US-Airline von Qatar Airways, die auf einen P90-Wert von über 236 Mbit/s kommt. Der Grund für diese starken Leistungen liegt in der verwendeten Technologie: Beide Airlines nutzen das Starlink-Netzwerk des US-Unternehmens Space X, dessen Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn (LEO) deutlich geringere Verzögerungen bei der Datenübertragung sowie höhere Datenraten ermöglichen als herkömmliche GEO-Satelliten.

Auf Platz drei folgt – allerdings schon mit deutlichem Rückstand – die US-Fluggesellschaft Spirit Airlines. Ihr WLAN erreicht einen P90-Wert von 127,78 Mbit/s.

Europäische Airlines fallen ab

Die europäischen Airlines hinken hinterher. Noch am besten schneidet die Swiss ab. Sie landet mit einer Median-Download-Geschwindigkeit von 28,39 Mbit/s und einem P90-Wert von 58,27 Mbit/s immerhin im vorderen Mittelfeld.

Auch andere europäische Airlines wie British Airways, KLM oder Air France bieten ihren Gästen laut Analyse oft nur tiefe Download-Geschwindigkeiten und starke Verzögerungen bei der Datenübertragung, die Videotelefonie oder Online-Gaming unmöglich machen.

Gerade bei Premium-Airlines wie Japan Airlines oder Turkish Airlines hätten die Experten eine bessere Leistung erwartet. Doch auch dort wurde in vielen Fällen ein ernüchterndes Surferlebnis gemessen.

Besonders düster schaut es bei der Lufthansa aus. Sie ist das Schlusslicht des Rankings mit einem P90-Wert von gerade einmal 4,14 Mbit/s Grund dafür ist laut Ookla die Nutzung des veralteten LTE-Bodenfunknetzes der Deutschen Telekom, das lediglich über Europa funktioniert – und das mit bescheidener Bandbreite.

Die gute Nachricht: Die Branche hat das Problem erkannt. Fluggesellschaften wie United Airlines rüsten ihre Flotten auf Starlink um und bieten bald kostenfreies Highspeed-Internet für alle Vielfliegerkunden.

Neben dem Satellitenpartner wird zunehmend auch die Technik an Bord modernisiert – etwa durch den Einsatz von WLAN 6E, das mit höherer Bandbreite und geringerer Störanfälligkeit überzeugt.

Bis der technische Fortschritt verstärkt Einzug hält bei den Fluggesellschaften, endet der digitale Reisekomfort für viele Passagiere beim Boarding.

(TN)