Services
Waldbrand auf Kreta: Aktuelle Lage im Überblick
Reto SuterNahe der Touristenstadt Ierapetra im Südosten der beliebten Ferieninsel Kreta ist in der Nacht auf Donnerstag ein grosser Waldbrand ausgebrochen. Drei Dörfer, Hotels und Pensionen mussten evakuiert werden (Travelnews berichtete).
Nach aktuellen Informationen hat die griechische Feuerwehr den Brand mit Hilfe von Löschflugzeugen und Helikoptern unter Kontrolle gebracht. Laut Experten gibt es aber keinen Grund zur Entwarnung: Starke Winde könnten selbst kleinste Brandherde jederzeit in einen Grossbrand verwandeln, erklärte die Feuerwehr.
In den kommenden Tagen wird nach Angaben des meteorologischen Amtes eine Hitzewelle den Südosten Europas erreichen. Laut Wetterexperten werden von Samstag und bis zum kommenden Mittwoch Temperaturen um die 40 Grad erwartet – insbesondere in den Ballungsräumen.
Auf den Inseln und an den Küsten des Griechenland werde es dank der Meeresbrise voraussichtlich drei bis fünf Grad kühler sein, sagte ein Meteorologe im griechischen Rundfunk «ERTnews».
Gäste können wie geplant anreisen
Aufgrund der des Waldbrands auf Kreta mussten vereinzelt Gäste von TUI Suisse vorübergehend evakuiert werden. Wie Sprecherin Sonja Ptassek auf Anfrage sagt, sind die betroffenen Reisenden kurzfristig in alternativen Hotels untergebracht worden. Ab Freitagnachmittag sollen alle ursprünglich gebuchten Unterkünfte von TUI Suisse wieder regulär verfügbar sein.
Bei Dertour Suisse und Hotelplan hingegen waren keine Kundinnen und Kunden von Evakuierungen betroffen. Hotelplan-Sprecherin Sara Vidal erklärt: «Wir verfolgen die Situation vor Ort sehr genau und stehen in engem Austausch mit unserem Partnerunternehmen. Sollte sich die Lage verändern, informieren wir unsere Kundinnen und Kunden umgehend.»
Dertour Suisse erwartet in den kommenden Tagen neue Gästeankünfte in der Region Ierapetra. Die Lage habe sich dort spürbar entspannt, sagt Sprecher Stephan Kurmann gegenüber Travelnews: «Laut unserer Zielgebiets-Managerin ist derzeit keine nennenswerte Rauchentwicklung oder Brandgeruch wahrnehmbar. Reisen in diese Region sind ohne Einschränkungen möglich.»
Umfassende Betreuung für Kreta-Reisende
Für Reisende aus der Schweiz gilt aktuell: Das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat keine offizielle Reisewarnung für Kreta ausgesprochen. Damit greifen die regulären Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Reiseveranstalter.
Wer sich dennoch unwohl fühlt, kurzfristig nach Kreta zu reisen, wird individuell betreut. «Wir suchen gemeinsam mit unseren Kundinnen und Kunden nach passenden Lösungen – etwa in Form einer Umbuchung auf eine vergleichbare Destination ohne zusätzliche Kosten», so Stephan Kurmann, Sprecher von Dertour Suisse.
Auch Hotelplan betont die umfassende Betreuung. «Unsere Reiseberaterinnen und Reiseberater, das Team vor Ort sowie unsere 24/7-Notfallhotline stehen jederzeit zur Verfügung», sagt Sara Vidal. TUI Suisse unterstreicht ebenfalls die Bedeutung persönlicher Unterstützung: «Unser Ziel ist es, für betroffene Gäste jeweils passende Alternativen und Reisemöglichkeiten zu finden», erklärt Sprecherin Sonja Ptassek.