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Gute Frage In welchen beliebten Ferienländern gelten Rauchverbote?
Sonnenschein, Meerblick und ein entspannter Zug an der Zigarette – so stellen sich viele ihren perfekten Ferienmoment vor. Doch wer diesen Sommer in Europa unterwegs ist, sollte vorsichtig sein: In zahlreichen beliebten Reiseländern gelten inzwischen strenge Rauchverbote – und das längst nicht mehr nur in geschlossenen Räumen.
Immer öfter betreffen die Einschränkungen auch Strände, Parks und Altstadtgassen. Wer sich nicht an die Regeln hält, riskiert nicht nur irritierte Blicke, sondern teils empfindliche Bussen. Der Online-Händler «SnusMarkt» hat die aktuelle Situation in vier beliebten Ferienländern der Schweizerinnen und Schweizer unter die Lupe genommen.
Immer mehr Länder greifen durch
Italien geht beim Thema Tabakkonsum mit grossen Schritten voran. Besonders in Städten wie Mailand und Turin wurden die Gesetze massiv verschärft. Seit dem 1. Januar 2025 ist in Mailand das Rauchen im Freien verboten, wenn sich andere Personen im Umkreis von zehn Metern befinden – bei Missachtung drohen Strafen von bis zu 240 Euro (rund 220 Franken).
In Turin gilt ein ähnliches Gesetz, dort liegt die kritische Distanz bei fünf Metern. Noch drastischer wird es, wenn Kinder oder Schwangere in der Nähe sind: Dann ist das Rauchen unter freiem Himmel komplett untersagt. Und auch an den Küsten greift der Staat durch: Auf Sardinien oder in Bibione ist das Rauchen am Strand sowie entlang der Strandpromenade vielerorts untersagt. Hintergrund dieser Massnahmen ist nicht nur der Gesundheits-, sondern auch der Umweltschutz. Denn Zigarettenstummel zählen zu den häufigsten Abfällen am Mittelmeer.
Auch Spanien hat in Sachen Rauchverbot die Zügel angezogen. In Barcelona und Valencia ist das Rauchen an den meisten Stränden inzwischen gänzlich untersagt – und die Liste wird ständig länger. Eine Gesetzesänderung aus dem Jahr 2023 erlaubt es jeder spanischen Gemeinde, eigenständig Rauchverbote für Strände und andere öffentliche Orte zu erlassen.
Frankreich verfolgt eine nationale Strategie zur Tabakprävention. Die französische Regierung hat ein Rauchverbot an öffentlichen Orten wie Parks, Bushaltestellen und vor Schulen verkündet. Das Verbot solle ab Juli für öffentliche Orte gelten, an denen sich auch Kinder aufhalten, also etwa für Strände, Parks, die Umgebung von Schulen, Bushaltestellen oder Sportanlagen. Eine Missachtung des Rauchverbots kann eine Geldstrafe von bis zu 135 Euro nach sich ziehen.
Im Gegensatz dazu zeigt sich Griechenland bislang noch moderat. Zwar existiert ein generelles Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden wie Flughäfen, Spitälern und Restaurants. Doch am Strand darf vielerorts weiterhin gequalmt werden. Dennoch: Auch hier wächst das Bewusstsein. Einzelne Regionen und touristisch stark frequentierte Strände haben in den letzten Jahren eigene Regelungen eingeführt oder zumindest Raucherzonen klar markiert. Eine flächendeckende gesetzliche Regelung gibt es jedoch nicht.