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Ein Schweizer Pass öffnet viele Türen, doch für einige Länder bleibt ein Visum Pflicht. Bild: Adobe Stock

Gute Frage Für welche Länder brauchen Schweizer Reisende ein Visum?

Auch wenn der Schweizer Pass als einer der mächtigsten der Welt gilt, bleibt er nicht grenzenlos: Für 40 Länder benötigen Schweizer Reisende ein vorgängiges Visum. Welche das sind? Travelnews klärt auf.

Der Schweizer Pass gehört auch 2026 zu den mächtigsten Reisedokumenten weltweit: Mit visumfreiem Zugang zu 186 Ländern sichert er sich im aktuellen Henley Passport Index den dritten Platz und landet erstmals im seit 20 Jahren geführten Index auf dem Podest (Travelnews berichtete).

Im Ranking wird zwischen den verschiedenen Einreisebestimmungen klar unterschieden, um die Reisefreiheit der Pässe besser einordnen zu können. Visumfrei bedeutet, dass für die Einreise keinerlei Genehmigung erforderlich ist – einfach den gültigen Pass vorzeigen und los geht’s.

Für Länder mit ETA (Electronic Travel Authority) ist keine klassische Visa-Prozedur nötig, wohl aber eine digitale Registrierung vor der Abreise. Ähnlich unkompliziert ist das VOA (Visa on Arrival), bei dem ein Visum direkt bei der Ankunft am Flughafen beantragt und ausgestellt wird, ohne dass Vorab-Formalitäten nötig sind.

Etwas aufwändiger wird es bei einem E-Visum, das online beantragt werden muss und eine Genehmigung vor der Abreise erfordert. Am meisten Bürokratie steckt im traditionellen Visum, das oft einen Gang zur Botschaft notwendig macht.

Henley & Partners erhält für die Auflistung exklusive Daten von der International Air Transport Authority (IATA), die die Grundlage für den Henley Passport Index bilden. Um die Genauigkeit der IATA-Daten angesichts ständiger Änderungen in der Visapolitik zu gewährleisten, überprüft das Henley & Partners-Forschungsteam jeden Reisepass in der Datenbank für alle aufgeführten Reiseziele. So präsentiert sich aktuell die Situation für Reisende mit einem Schweizer Pass:

Traditionelles Visum erforderlich (15 Länder)

Afghanistan, Algerien, Eritrea, Ghana, Jemen, Kongo, Libyen, Mali, Nauru, Niger, Nordkorea, Sudan, Tschad, Turkmenistan, Zentralafrikanische Republik.

E-Visum erforderlich (25 Länder)

Aserbaidschan, Äquatorialguinea, Benin, Bhutan, Burkina Faso, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Gabun, Guinea, Irak, Indien, Kamerun, Kuba, Liberia, Mauretanien, Myanmar, Nigeria, Pakistan, Papua-Neuguinea, Russland, Somalia, Südsudan, Syrien, Togo, Uganda.

Visa on Arrival erforderlich (29 Länder)

Ägypten, Äthiopien, Bahrain, Bangladesch, Burundi, Dschibuti, Guinea-Bissau, Kambodscha, Kapverden, Katar, Komoren, Indonesien, Iran, Jordanien, Kuwait, Libanon, Madagaskar, Malawi, Malediven, Marshallinseln, Namibia, Nepal, Niue, Palau, Samoa, Saudi-Arabien, Sierra Leone, Tansania, Simbabwe.

Hinweis Oman: Bei Reisen bis zu 14 Tagen ist für den Oman kein Visum nötig. Wer länger im Land bleibt, braucht ein E-Visum oder ein Visa on Arrival.

ETA (17 Länder)

Amerikanisch Samoa, Australien, Grossbritannien, Guam, Israel, Kanada, Kenia, Mosambik, Neuseeland, Nördliche Marianen, Palästina, Puerto Rico, Seychellen, Sri Lanka, St. Kitts and Nevis, USA, US Virgin Islands.

Eine gute Vorbereitung ist das A und O

Schweizer Reisende sollten bedenken, dass sich die Visum-Bestimmungen je nach Reisezweck und Aufenthaltsdauer unterscheiden können. Es ist daher ratsam, sich frühzeitig über die Anforderungen des Ziellandes zu informieren, um unnötige Verzögerungen zu vermeiden.

Fazit: Auch wenn der Schweizer Pass viele Türen öffnet, ist eine sorgfältige Reisevorbereitung in visumpflichtigen Ländern unerlässlich. Für die aktuellsten Informationen und Unterstützung können sich Reisende an die jeweiligen Botschaften oder Konsulate wenden. Denn eines steht fest: Gut informiert reisen, macht das Abenteuer umso entspannter.

(Dieser Artikel erschien erstmals am 16. Januar 2025 und wurde am 15. Januar 2026 komplett überarbeitet.)

(RSU)