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Rund 20 Jahre nach Betriebsstart wird die Skymetro am Flughafen Zürich modernisiert. Bild: Facebook / Flughafen Zürich

Zwangspause für die Skymetro am Flughafen Zürich

Für Langstrecken-Passagiere könnte es am Flughafen Zürich ab kommendem Herbst ungemütlich werden. Denn die Skymetro wird erneuert. Während der Sanierung steht nur eine Zugkomposition zur Verfügung. Die Passagiere müssen in Spitzenzeiten auf Busse umsteigen.

Die Skymetro am Flughafen Zürich transportiert die Reisenden seit über 20 Jahren von und zu den interkontinentalen Flügen am Midfield Terminal. Doch nun muss sie vorübergehend pausieren: Die Flughafen-Bahn wird erneuert und bei dieser Gelegenheit verlängert, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.

Bei der Skymetro handelt es sich um eine Art Standseilbahn, die auf Luftkissen über den Betonboden schwebt. Bisher bestand sie aus drei Wagen, künftig sollen es vier sein.

«Die Fahrzeit verlängert sich dadurch zwar um rund 20 Sekunden. Gleichzeitig erhöht sich aber die Transportkapazität, und die Wartezeit für beide Passagierzonen wird deshalb kürzer», schreibt die Medienstelle des Flughafens dazu. Die Wagen der Skymetro selbst blieben bestehen, und an den Stationen werde es nur ganz kleine Anpassungen geben.

Im Herbst 2024 soll es losgehen

Der Umbau in den beiden Tunnelröhren soll etappenweise erfolgen. Das dürfte jeweils rund sechs bis sieben Monate dauern. Während dieser Zeit wird nur eine Röhre mit einer Zugskomposition zur Verfügung stehen. In Spitzenzeiten will der Flughafen die Passagiere darum zusätzlich mit Bussen vom und zum Midfield befördern.

Wann die Arbeiten ausgeführt werden, ist noch offen. Die Verantwortlichen des Flughafens gehen von einem Baustart im Herbst 2024 aus. Das wäre genau die Zeit, in der viele Flugpassagiere auf der Langstrecke unterwegs und deshalb auf die Skymetro angewiesen sind. Es könnte deshalb zu längeren Warteschlangen kommen, wie sie im vergangenen Jahr vermehrt vor der Sicherheits- und der Passkontrolle zu sehen waren.

Was es bedeutet, wenn die Verbindung zum Midfield Terminal für ankommende und abfliegende Passagiere unterbrochen ist, sah man in der Anfangszeit der Skymetro. Denn nach der Eröffnung des neuen Terminals fiel die Anlage fast täglich aus, manchmal bis zu zwei Stunden.

Nach behobenen Kinderkrankheiten mauserte sich die unterirdische Bahn aber bald zu einer beliebten Attraktion. Heidis flimmernder Filmauftritt mit Jodelei inmitten des Tunnels gibt es zwar nicht mehr, aber das Tunnelkino besteht noch heute. Vor vier Jahren erhielt es ein Facelifting mit neuen Filmen. Daran wird die anstehende Sanierung nichts ändern.

Dank des Werbeplatzes erreicht Schweiz Tourismus bis heute eine breit gefächerte internationale Zielgruppe. Und zwar in so hoher Zahl wie kaum an einem anderen Ort. Die Skymetro in Klotens Untergrund ist die mit Abstand meistbenutzte Seilbahn der Schweiz. Jedes Jahr fahren über 8 Millionen Passagiere mit ihr.

(TN)