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Stephan Hitz (rechts) und Cédric Vollmar begrüssten die rund 90 Gäste an Bord des Dampfschiffs «URI». Bilder: H&P/TN

Hitz & Partner übernehmen das Dampfschiff «URI»

Die Spezialisten für Übernahmen und Nachfolgelösungen mit Fokus auf die Reisebranche heuerten zu ihrem Jubiläumstag das nostalgische Vierwaldstättersee-Dampfschiff «URI» an – und blickten zusammen mit rund 90 prominenten Gästen auf bewegte 15 Jahre zurück.

Der Artillerie-Verein Luzern böllerte einige Schüsse zum Auftakt und dann legte die «DS URI» pünktlich um 16 Uhr vor dem Luzerner KKL am Steg 5 ab. Mit an Bord waren rund 90 prominente Gäste darunter auch zahlreiche aus der Schweizer Reisebranche. Stephan Hitz (Managing Partner) zusammen mit Cédric Vollmar (Partner) luden zu 15 Jahren Hitz & Partner ein, dem Spezialisten für Übernahmen, Restrukturierungen und Nachfolgelösungen mit Fokus auf die Reisebranche im In- und Ausland. Die Jubiläumsgäste genossen das Traumwetter auf dem Vierwaldstättersee – bei Apéro, kurzen Reden, Anekdoten, feinen Speisen und Weinen bis in die Nacht hinein.

Die Vorstellung einiger Gäste hatte es in sich. Der ehemalige Kuoni-Chef Hans Lerch war da («Hans and I had quite some exciting transactions going on», stellte ihn Hitz vor), ebenfalls den einstigen Kuoni-UK-Chef Peter Diethelm – «PD» wurde für Hitz & Partner ein wichtiger Botschafter und Türöffner in Grossbritannien; Thomas Stirnimann und Oskar Laubi folgten ebenfalls der Einladung. Hitz & Partner begleitete die Nachfolgelösung bei Travelhouse 2005 und den späteren Verkauf an Hotelplan.

Auch Gäste aus Irland waren präsent – Hitz & Partner stand beim Management-Buy-Out («MBO») der Abbey Group zur Seite. Die weiteste Anreise zum Jubiläumsanlass legte Enrique Sacchetti aus Santiago de Chile zurück – in Lateinamerika ist Hitz & Partner jüngst verstärkt aktiv, unter anderem auch durch die Beziehungen von Ex-Dorado-Chefin Vreni Müller, die ebenso auf der URI mit dabei war. Auch Hanna Rychener Kistler (IST) und Marco Martelli (Vantage Group) waren unter den Gästen. Im Zuge der mittelfristigen Nachfolgeregelung unterstützte Hitz & Partner die Aktionäre der IST beim Verkauf an die Vantage Group. TUI-Suisse-Finanzchef Rainer Schenkel war auch unter der Gästeschar – TUI Suisse übernahm 2017 Cruisetours mithilfe von Hitz & Partner.

Mit an Bord waren auch zahlreiche ehemalige Mitarbeiter der Firma und das aktuelle fünfköpfige Team. Der Crew den Rücken frei hält Ruth Hitz, die Gattin des Firmengründers, die auch im Verwaltungsrat Einsitz nimmt und den administrativen Teil der Firma betreut.

Die Macher-Qualitäten von Stephan Hitz

Die URI zog am traumhaften Panorama vorbei. «Wir sind stolz, insbesondere unseren Gästen und Freunden aus dem Ausland die Zentralschweiz zu zeigen – wir waren schon oft in ihren Ländern und können uns jetzt einmal revanchieren», sagte Stephan Hitz, für einmal auch Botschafter der touristischen Schweiz.

Die Cruise bot die Gelegenheit, auf die 15-jährige Firmengeschichte zurückzublicken. Dies taten auch ehemalige Mitarbeiter mit den besten Anekdoten. Etwa Fabian Stirnemann, heutiger Head of Wealth Management der UBS AG Schweiz, stand in den Anfängen an der Seite von Stephan Hitz. Er schilderte die Macher-Qualitäten und die Unermüdlichkeit von Stephan Hitz so: «Ein NEIN bedeutet bei ihm <noch ein Impuls notwendig>».

In den 90er-Jahren arbeitete der eidg. Dipl. Wirtschaftsprüfer Stephan Hitz bei PwC und einer seiner damaligen Kunden war Kuoni. So kam es, dass Stephan Hitz als Head Mergers & Acquisitions beim damaligen Branchenleader zahlreiche Transaktionen leitete.

«Das war eine bewegte Zeit», blickt Stephan Hitz im persönlichen Gespräch zurück. Er schildert die angepeilte First-Choice-Übernahme, als ob sie gestern geschah – zustande kam sie schlussendlich dann ja bekanntlich nicht, da ein Mitbewerber kurz nach Ankündigung eine «hostile offer» für First-Choice einreichte. Seine ersten Deals für Kuoni schloss Hitz mit Kuoni’s Übernahme in Indien von SOTC Mumbai und später SITA (einem DMC) in Delhi ab. Später folgte Kuoni’s Markteintritt mit verschiedenen Übernahmen in Skandinavien, welche sich nach anfänglichen Integrationsschwierigkeiten im Laufe der Zeit zur Ertragsperle der Kuoni Group entwickelten.

Anfangs 2001 zog es Hitz weiter zu Ernst & Young. Als zuständiges Mitglied der Geschäftsleitung EY Schweiz leitete er die Geschäftseinheit Corporate Finance. Gut zwei Jahre später machte sich bei Stephan Hitz der Wunsch nach der unternehmerischen Selbständigkeit breit.

Firmenstart mit einem Coup

Die Lancierung seines eigenen Unternehmens glückte ihm im Jahr 2003 sogleich durch seinen ersten Auftrag von Kuoni im Zusammenhang mit dem Verkauf von Kuoni BTI (Geschäftsreisen) an Hogg Robinson.

Im Gespräch mit Cédric Vollmar, MSc Banking & Finance und angehender Steuerexperte, stellt man schnell mal fest, dass die gleichberechtigten Partner ein eingespieltes Team sind und von Kunden gleichermassen geschätzt werden. Auch für Cédric Vollmar, der Ende der Nuller-Jahre am Institut für Finanzdiensleistungen arbeitete, übte die Reisebranche stets eine Faszination aus. Heute steht er mitten im Geschehen und sagt zu den Highlights seit seinem Eintritt 2011: «Nach dem «MBO» von Ascent Travel in Moskau folgte unter anderem der Markteintritt in Lateinamerika mit dem Verkauf von Condor Travel Peru an «The Carlyle Group». Jüngste Transaktionen waren die Nachfolgelösung bei Helbling Reisen, die Übernahme von Hotels & More in London durch Mayfair Equity Partners, der MBO der irischen Abbey Group, die Übernahme der IST AG durch die Vantage Group sowie der Kauf von Cruisetour durch TUI Suisse.

Wieso braucht es überhaupt einen Spezialisten für Mergers & Acquisitions? Darauf sagt Cédric Vollmar: «Nebst den technischen Fragen rund um die Bewertung eines Unternehmens und die Eigenheiten eines M&A Prozesses braucht es einen unabhängigen Berater der die Branche kennt und ein internationales Netzwerk zu strategischen und Finanzinvestoren aufweisen kann.»

Stephan Hitz sagt dazu, dass es in all den Jahren sehr wichtig war, sich auf eine Nische und den Aufbau eines internationalen Netzwerkes zu fokussieren: «Das ist mit ein Grund, weshalb wir als M&A Boutique sowohl in europäischen Märkten als auch in Übersee erfolgreich Transaktionen vollziehen. Cédric Vollmar ergänzt, dass Hitz & Partner in all den Jahren dem Tourismus treu geblieben sind und daran auch in Zukunft festhalten.

Um 21 Uhr landete die «URI» wieder vor dem KKL. Die meisten Gäste blieben auf dem Schiff und verabschiedeten sich erst gegen 23 Uhr. Und einige Nachtschwärmer, begleitet von Stephan Hitz und Cédric Vollmar, zogen noch weiter in den vorreservierten Lutz Pavillon, um den gelungenen Jubiläumsanlass zu beenden.

(GWA)